schock-rolle von symparthikus/Parasymparthikus

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2 Antworten

Hallo MissBarbie,

also meine Vorgänger haben das ganze relativ dürftig erklärt. Mal einfach erklärt: Du hast einen starken Blutverlust irgendwo in deinem Körper, Was versucht dein Körper zunächst? Der Sympathikus wird aktiviert! Deine Gefäße stellen sich eng (um deine Körpermitte, sprich deine Organe sicher zu versorgen, trotz des geringen Blutvolumens), deine Lunge weitet sich, und dein Herz nimm an Schlagkraft zu. Bei dieser Schockform existiert nun im späteren Verlauf zu wenig Blut im Körper, weswegen du einen keinen hohen Blutdruck mehr aufbauen kannst. Das erklärt warum es nach einem Schock immer zu einem einem hohen Puls und niedrigen Blutdruck kommt. (Das Herz versucht das nicht vorhandene Blut mit viel Pumpleistung ,,zu ersetzten''.). Die Gefäße weiten sich hierbei zu keiner Zeit. Das Blut ,,versackt'' auch nicht in die Beine. Falls jemand am Grund interessiert ist, kann ich das gerne in einer weiteren Antwort erklären. Wir haben als maximale Sympathikuserregung, bis der Patient schließlich an mangelnder Organdurchblutung (und damit mangelndem Sauerstoff). Beim anderen Schockformen kann das Herz erschöpfen, wobei wir auch hier niedrige Blutdruckwerte und einen niedrigen Puls erwarten können. Trotzdem hat unser Körper den maximalen Stress und somit ist der sympathische Nerv aktiv. DIE EINZIGE SCHOCKFORM bei der das nicht der Fall ist, ist der neurogene. Dabei bekommst du zum Beispiel einen Schlag oder einen starke Gewalteinwirkung auf den Rücken. Leider verlaufen dort aber deine ganzen Nervalen Kanäle lang die oft gekappt werden. Mangels einer möglichen Regulation von Symphatikus und Parasympathikus , stellen die Gefäße hier weit und das Blut versackt! So, dass wären die eigentlichen Schocks!

Aber mal eine Frage: Oder meinst du mit ,,Schock'' das kurzzeitige Bewusstlos werden wenn man schnell aufsteht? Das sind dann im TV Meldungen wie: ,,Die Patientin steht nach einem Autounfall unter Schock''. Das sieht das nämlich noch etwas anders aus ;-)

Im Schock überwiegt der Sympathikus, die Herzfrequenz erhöht sich und der Blutdruck steigt zunächst an. Außerdem werden die Blutgefäße weitgestellt um eine bessere Blutversorgung zu gewährleisten. Wenn dies im ausgeprägten Maße geschieht, kann es passieren, dass ein Großteil des Blutes in den Beinen versackt, der Betroffene wird blass und kollabiert ggf., weil das Gehirn nicht merh ausreichend mit Sauerstoff versorgt wird.

vollkornhund13 11.03.2013, 18:53

Hi, der Blutdruck sinkt beim Schock :D

Hinzufügen kann ich noch: Die vorübergehende Aktivierung vom Sympathikus ist die Ursache der sog. "vasovagalen Synkope" (auch "Lotto-Schock" oder Ohnmacht :D). Außerdem kann das Blut auch unkontrolliert in die Beine absacken, wenn Gehirn oder Rückenmark verletzt sind. Bei den anderen Schockarten ist ein starker Blutverlust oder ein ungenügend pumpendes Herz die Ursache.

Sonst: gut erklärt, danke und DH

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