Schnelle Verstoffwechselung von MEthadon

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1 Antwort

Hi svetta,

schnelles verstoffwechseln ist oft ein Problem. Als erste Massnahme soll sie doch den Doc fragen, ob sie ihre Tagesration jeweils zur Hälfte morgens und abends trinken darf. Denn sie hat ja einen sogenannten Spiegel im Blut, der wenn man täglich die gleiche Dosis trinkt, auch stabil ist.

Und dann soll sie die Dosis erhöhen. (Wenn das noch geht, ich weiß ja nicht wieviel mg sie bekommt.) Wenn sie schon nach 16 Stunden unruhig wird und sich nicht mehr wohl fühlt ist das Grund genug ! Sie muss dafür nicht körperlich krank sein! Sie muss nicht gähnen, schwitzen, zittern und mit Bauchweh und schmerzenden Beinen durch die Wohnung tigern! Wenn sie sich nicht sicher und gut versorgt fühlt, reicht das absolut für eine höhere Dosis !!!

Die Psyche spielt bei der Sucht und bei der Substitution eine so wichtige Rolle, selbst wenn medizinisch alles ok ist, also die Dosis im üblichen Bereich liegt (30 bis 130 mg) und auch regelmäßig eingenommen wird, kann die Seele noch nicht "satt" sein. Substitution ist erstmal eine körperliche Hilfe, aber eben auch eine seelische. Und die Dosis muss beide Komponenten abdecken.

Reicht die Dosis nicht für einen vollen Tag, ist sie zu gering. Manche Patienten brauchen auch wesentlich mehr Methadon als der Durchschnitt. Das geht in Einzelfällen bis zu 200 mg pro Tag. Wieviel bekommt deine Schwester denn momentan?

Ich finde es schon komisch was ihr Arzt da sagt...auf einen schnellen Stoffwechsel testen lassen ist absoluter Quatsch! Das hilft doch keinem!!! Wenn deine Schwester Entzug hat und sich so fühlt, dann hilft auch kein Test! Dann muss die Dosis erhöht werden bis sie sich mindestens 24 Stunden gut fühlt. Besser noch länger, denn dann muss sie nicht immer um Punkt neun Uhr in der Praxis sein. Was auch zu dem Punkt sicher fühlen und auch zum Thema soziales/normales Leben aufbauen gehört.

Und wenn das zusammen mit dem Teilen der Dosis auf morgens und abends nicht hilft oder der Arzt das nicht mitmacht, dann soll sie versuchen die Dosis so spät wie möglich zu trinken. Damit sie sich nicht nachts schlecht fühlt, da erlebt man den Entzug eh immer heftiger als am Tag.

Und die letzte Möglichkeit ist ein Wechsel zu anderen Substitutions-Medikamenten. ZB Polamidon oder Subutex. Auch Kombinationen sind möglich, auch Metha mit diversen "normalen" Medikamenten, zB Schlafmitteln oder Psychopharmaka. Aber dafür muss sie mit einem guten Facharzt reden - ich hoffe ihr Arzt ist nicht so blöd wie der Eindruck, den ich von ihm habe (vorausgesetzt alle sind ehrlich zueinander).

Ich hoffe dass meine Erfahrungen helfen können (ich habe lange nachts Probleme gehabt und sie mit einer höheren Dosis, kurz vorm Schlafengehen und morgens getrunken, in den Griff bekommen).

Alles Gute für euch beide! Auf dass deine Schwester bald wieder wie ein Baby schlafen kann!

Grüße, Nala

Wow was fuer eine tolle Antwort! Ich wurde dich glatt auszeichnen wenn es ging!!

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@Orel1982

Hi Orel1982, dafür kann man hier auf den Nutzerseiten sog. Komplimente vergeben. Würd mich freuen, weil das hier ja ein recht...schwieriges Thema ist. Grüße (Was aus der Schwester wurde wüsste ich aber auch gern...)

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