Schnell von zu Hause abhauen jedoch nicht in einer geschlossenen Anstalt!(Transgender)!?

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5 Antworten

Möchtest Du von zu Hause abhauen, weil Du, wenn Du bei Deinen Eltern bliebest, niemals Deinen Traum, auch äußerlich ein Mann zu werden, verwirklichen könntest?

Hast Du denn schon konkrete Pläne, wo Du danach wohnen wirst, und was Du nach der Schule tun wirst - Ausbildung, Lehre, Studium? Davon hängt es ja ab, ob und wo Du in ein Studentenwohnheim, eine WG oder vielleicht auch ein betreutes Wohnen ziehst.

Sicherlich möchtest Du natürlich in der Nähe desjenigen Mädchens bleiben, in das Du verliebt bist, und das Dir bereits zwei Dates(!) und ihre Nummer gegeben hat. Dass sie das getan hat, obwohl sie nur auf Männer steht und obwohl Du noch keine medizinische Transgender-Behandlung begonnen hast, zeigt, wie sehr Du im Inneren ein Mann bist, und wohl auch, dass sie Dich sympathisch findet!

Dein erster Schritt sollte es jetzt sein, einen mit dem Thema Transsexualität erfahrenen Psychotherapeuten aufzusuchen.

Dabei wäre es sehr wichtig, schon bei der Terminvereinbarung die Dringlichkeit ganz klar zu machen und zu erwähnen, dass Du aufgrund Deiner inneren Konflikte abhängig bist von Marihuana, kaum noch richtig essen und schlafen kannst und bereits 15 kg abgenommen hast! Das sollte ausreichen, dass man Dich nicht mit einem Termin in drei Monaten oder mit noch längerer Wartezeit abspeist.

Weil es Dir derzeit so gar nicht mehr gut geht, hat Deine Mutter zwar ein bisschen recht damit, wenn sie sagt, dass Du krank bist. Aber Du

bist

nicht etwa krank, weil Du auf Frauen stehst und auch nicht, weil Du Deinem eigenen Gefühl nach und im Widerspruch zu Deinem Körper ein Mann bist, sondern Du

wirst

dadurch krank, dass Du nicht verstanden wirst und im sozialen Miteinander deshalb schon jahrelang nicht die Geschlechtsrolle hast, die Dir vom Seelischen her entspricht.

Du musst Dir bestimmt keine Sorgen machen, dass man Dich in eine geschlossene Anstalt einweist, sobald Du Dich mit Deinen Problemen nach außen wendest. Aber Du musst Dir klar sein darüber, dass Du nicht zwischen dem jetzigen Schuljahr und dem Schuljahr 2016/17 schnell mal so übern Sommer alle medizinischen Behandlungen und OPs durchziehen kannst. Es gibt in Deutschland ein Transsexuellengesetz, das genau vorschreibt, welche Bedingungen ein transsexueller Mensch zu erfüllen hat, bevor er sich operieren lassen und seinen Namen und seine Geschlechtszugehörigkeit im Pass ändern lassen darf. Dazu gehört unter anderem der sogenannte Alltagstest. Das heißt, dass man ein ganzes Jahr lang im angestrebten Geschlecht gelebt haben muss. Des weiteren sind mindestens 18 Monate Psychotherapie vorgeschrieben.

Wenn Du gleich jetzt damit beginnst, offiziell als Mann zu leben und baldmöglichst mit einer Reihe psychotherapeutischer Beratungen startest, und wenn Du, sobald Deine Prüfungen fertig sind, die medizinische Behandlung beantragst (Du musst Ärzte finden, die das übernehmen, und die Kostenerstattung von der Krankenkasse bewilligen lassen), kannst Du, wenn alles schnell geht, in ca. zweieinhalb Jahren damit durch sein.

Ob Deine Lehrer Dich Deine Arbeiten zu früheren Terminen schreiben lassen und Dir dann schon vor den Ferien freigeben, das musst Du mit ihnen und mit der Schulleitung besprechen. Sollte es Dir aber gelingen, aufgrund Deines angeschlagenen Gesundheitszustandes ein Attest dafür zu bekommen, dass Du den Rest des Schuljahres frei bekommst, müssen sie Dir diese Möglichkeit einräumen oder Dich nur aufgrund der bisher geschriebenen Arbeiten im Zeugnis benoten. Nur, wenn Du mehr als zehn Wochen fehlst, darf die Schule Dich zwingen, das Schuljahr zu wiederholen. Wie viele Wochen es in Deinem Bundesland noch sind bis zu den Sommerferien, weiß ich natürlich nicht.

Du hattest sicher keine leichte Kindheit, wenn Dein Vater Alkoholiker war und Du Dein Empfinden, eigentlich ein Mann zu sein, immer verstecken musstest. Aber nun bist Du endlich 18 und hast ganz offiziell das Recht, Deine eigenen Entscheidungen zu treffen.

Natürlich brauchst Du trotzdem wenigstens eine Handvoll Menschen, die Dich unterstützen. Wie alt ist Deine Schwester? Könnte denn sie so ein Mensch für Dich sein? Und die Frau, die Du liebst? Gibt es eine Möglichkeit, sie öfter zu treffen und sie teilhaben zu lassen an Deinen Wünschen und Plänen? Vielleicht gehört sie zu den edlen Menschen, die die Auffassung vertreten dass man sich nicht in den Körper, sondern in das Wesen eines Menschen verliebt, und unterstützt Dich dann ebenfalls?

Könntest Du den Weg der Transition gehen und daheim wohnen bleiben, oder ist das bei der Einstellung, die Deine Eltern haben, völlig ausgeschlossen?

Da es bei Deinen Eltern sicher nicht einfacher wird für Dich, wäre der zweite Schritt, den Du jetzt gehen solltest, dass Du Dich nach einer geeigneten Wohnmöglichkeit für Dich umsiehst.

Dein Psychotherapeut kann Dir dabei behilflich sein.

Und, last but not least: Als "gute Starthilfe" für den Weg, den Du gehen willst, wird dieses Buch empfohlen: http://www.amazon.de/TM-Brevier-Das-Handbuch-f%C3%BCr-Transm%C3%A4nner/dp/3849118800?ie=UTF8&keywords=transsexualit%C3%A4t&qid=1462864229&ref_=sr_1_3&s=books&sr=1-3

Ich wünsche Dir alles Gute auf Deinem Weg, und...

...Du bist bestimmt

nicht

hässlich!!!

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Also versuch dich erstmal zu beruhigen, den Graskonsum etwas zu reduzieren und einen klaren Kopf zu bewahren. Du möchtest also ein Mann sein und da spricht, wenn du dir ganz sicher bist, auch nichts dagegen. Vorerst wirst du allerdings einige Beratungstermine haben, denn die Operationen sind nicht ganz ohne (vorallem wenn man drogenabhängig und gesundheitlich nicht ganz fit ist). Zudem rate ich dir zu einem Psychologen zu gehen und mit diesem Menschen über deine Sorgen zu reden. Und hey, verzweifel nicht an deinen Problemen! Das Mädchen in das du verliebt bist, scheint dich doch zu mögen. Ich bin mir sicher, der Rest deines Lebens wird schön :)

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für deine drogensucht solltest du dich an eine drogeberatungsstelle wenden und einen entzug beginnen. für deine transgender geschichte, wende dich an einen guten therapeuten, der dir hilft die sache zu begleiten.

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Geh auf jeden Fall zu einem guten Therapeuten und erzähl deine Probleme, der hilft dir dann das alles anzupacken. Viel Erfolg dabei.

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Dumme Anmache ist das nicht, nur die Wahrheit.

Niemand will einen Kiffer als Freund haben, also hast du schlechte Karten von vornherein, egal ob du.nun Mann oder Frau bist. So gesehen kannst du sie dir abschminken, aber das liegt in deinen Händen, du bist ja die die sich selbst zerstört.

Ausserdem lebst du es ja nicht aus, oder? Du willst nur Mann sein, aber dich kleiden o.ä. tust du ja nicht, du bist äusserlich immer noch eine Frau..

Also wenn du ne Chance haben willst, egal bei wem, hör auf mit dem Zeug, diese lösen keine Probleme, die bringen nur neue mit sich.

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