Schmerzmittel vs Cannabis- was würdet ihr lieber nehmen wollen?

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6 Antworten

Suche die Schuld bitte nicht bei den Ärzten&Apothekern, die Hauptschuldigen sind in dem Fall die Politik und die Krankenkassen selbst in diesen Studiengängen lernt man, dass Cannabinoide eben nicht so gefährlich sind, wie es einem eingerdet wird (was nicht heißt, dass sie unbedenklich sind! bzw "kiffen" an sich)

Man muss allerdings auch beachten, dass es Schmerzen/Situationen gibt, in denen Cannabinoide keinerlei Wirkung zeigen, auch werden diese  synthetisch hergestellt/bearbeitet, um eben gezielte Wirkungen zu ermöglichen, die Langzeitfolgen/allgemeine Schäden/Wirkung und Verstoffwechselung sind somit noch längst NICHT erforscht, allerdings werden ja gerade Lockerungen vorgenommen, um die Forschung an diesen Themen zu begünstigen.

Bzw auch die studiengänge passen sich langsam an, Ärzte haben "kaum" Ahnung von Medikamenten, deren genaue Verstoffwechselung, deshalb geht man derzeit dazu über, Apotheker (die Wissen darüber alles) mehr in die Medikation einzubeziehen.

BascoSauce 30.06.2017, 17:17

Als ob die Politik nicht im Interesse der Pharmalobby und Krankenkassen agieren würde. So naiv bin ich nicht mehr. 

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Manikia 30.06.2017, 17:20
@BascoSauce

Die "Pharmalobby" möchte ebenfalls Lockerungen in die Richtung, sonst würden nicht ehemals in der Industriebeschäftigte/eben die jeweiligen Professoren nicht in den Vorlesungen eben in die Richtung aufklären.

Auch besteht die Pharmalobby nicht aus bösen Menschen, sondern meist auf Ärzten&Apothekern, die wider aller Klischees, helfen&heilen möchten, aber gesetzlich einem durch zB Krankenkassen (die an ALLEM mitverdienen/mehr verdienen als eben die anderen genannten Gruppen)  oder falschverstandener Drogenpolitik (die kritisiert wird von Polizei, Industrie, Professoren, Ärzten/Apothekern, Psychologen usw)ständig Riegel vorgeschoben werden.

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BascoSauce 30.06.2017, 17:32
@Manikia

Gerade die Polizei steht auf der Seite der Befürworter, in Verbindung mit einer Legalisierung auf Bundesebene, wenn wir den medizinischen Bereich mal verlassen. Die haben es satt, jedem Krümel nach zu jagen, Anzeige aufzumehmen, protokolliern, wo am Ende die Anzeige sowieso wegen Geringfügigkeit fallen gelassen wird. Empfehle dir diesbez. den Linken Politiker Tempel, er war selbst bei der Polizei und kann ein Lied davon singen. Die Mortler ist die einzigste, die behauptet, das Polizei, Richter und Co. geschlossen dagegen stünden. Aber der Alden ist ja sowieso nicht mehr zu helfen..Den Film muss man gesehen haben, sonst glaubt man es nicht https://www.youtube.com/watch?v=wJjaWQ5nTow

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Manikia 30.06.2017, 17:37
@BascoSauce

Genau das schrieb ich doch, die Drogenpolitik wird kritisiert von den von mir genannten Gruppen.

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Also ich für meinen Teil, kann sagen, dass ich schon diversen Patienten Cannabis verschrieben habe.

Wozu sollte man die tollen Dinge die uns die Natur schenkt nicht nutzen ?

Anbei richtigen hoch dosierte Analgetika höhere Schäden an als Cannabis, wobei Cannabis ebenfalls mehr positive sowohl auch weniger negative Eigenschaften aufweist als Opiate und dergleichen.

Mfg. Prim.Dr.med. Gerald Marx

BascoSauce 30.06.2017, 19:10

Interessant. Leider bin ich in meinen jungen Jahren gesundheitlich schon ganz schön geplagt, so das ich gegen Dauerschmerz täglich ein starkes Opioid nehmen muss. Ich würde meinen HA ja gerne auf eine Cannabisverschreibung ansprechen, um evtl das Opiat etwas abzudosieren, habe aber schon so eine Ahnung, das er damit nicht einverstanden sein wird. Andere Schmerzmittel hab ich alle schon durch. Die NSAR wirken zwar dem Schmerz entgegen, merkt man schon, das es einen spürbaren Unterschied macht, nur treten nach wenigen Tagen Magenschmerzen, Nierenstechen sogar auf, das eine weitere Therapie damit absolut nicht drin ist. So nehm ich jeden Tag in hohen Dosen dieses Opioid ein und hab dennoch Schmerzen. Vielleicht frage ich ihn ja doch noch mal, kostet ja nichts..

mfG

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Ich persönlich finde es richtig, dass Ärzte erst mal skeptisch sind. NSARs und Opioide werden schon seit längerer Zeit als Schmerzmittel angewendet, es gibt Studien über die Arzneimittel, die Ärzte haben damit Erfahrung und können die Wirkung einschätzen. Mit neuen Arzneimitteln wird immer erst vorsichtiger umgegangen, da mögliche Risiken und Langzeitwirkungen noch nicht so gut untersucht sind und noch keine Erfahrungen mit den neuen Medikamenten vorliegen. Diese Zurückhaltung findet sich nicht nur bei Cannabis, sondern z.B. ebenfalls bei den NOAKs ("Blutverdünner") oder anderen neuen Arzneimittelgruppen. 

Zum Punkt "Mischtherapie" möchte ich gerne noch erwähnen, dass es hier das WHO-Stufenschema zur Schmerztherapie gibt, bei dem Co-Medikamente, NSARs und schwache oder starke Opioide miteinander kombiniert werden.

BascoSauce 30.06.2017, 17:53

Nicht jeder Patient verträgt NSAR, von daher nützt das Stufenschema recht wenig. Nach 5 Tagen konnte ich keine Ibu mehr nehmen, auch Diclo gingen nicht auf Dauer, Magenschmerzen, Nierenschmerzen...

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BascoSauce 02.07.2017, 09:54
@sumsehummel

Hab ich auch schon durch, davon hab ich hohen Blutdruck bekommen und in meinem Kopf hat sich auch Druck aufgebaut, lebensgefährich dieses Zeug.

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Das kommt sehr auf die Ursache der Schmerzen drauf an. Camnabis kann in einigen Fällen helfen, manchmal helfen jedoch nur opiate, z.b. Morphin. 

BascoSauce 30.06.2017, 17:13

Es gibt aber auch Krankheiten, bei denen NSAR zu schwach sind und Opiate zu stark. Man soll NSAR auch nicht über längere Zeit einnehmen, schon nach einigen Tagen merkt man das selbst an einsetzenden Magen und Nierenschmerzen. Opiate dagegen haben ausserdem noch ein unglaublich hohes Abhängigkeitspotential (körperlich und psychsich), Cannabis allenfalls psychisch.

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Patrickson 30.06.2017, 17:25
@BascoSauce

Es stimmt, was du sagst. Es kommt auf ein differenziertes Abwägen der Vor und Nachteile drauf an. Nach einem op kann es sinnvoll sein, für sehr kurze Zeit, ein paar Tage, morphin sc zu verabreichen, da kommt es zu keiner Abhängigkeit. Ich habe viele jahre lang, als Krankenpfleger, sterbende Menschen gepflegt und betreut, da war die Suchtgefahr von opiaten nebensächlich. Unsere Ärzte durften offiziel cannabis verordnen. Oftmals bewirkte eine Kombination der Mittel eine gute Schmerzfreiheit. Nsar haben die Nachteile welche du beschreibst, deshalb wurden oft morphin mit cannabis verabreicht, mit einverständnis des patienten natürlich, mit gutem Erfolg. 

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BascoSauce 30.06.2017, 17:42
@Patrickson

Bin selbst krank und auf Opioide angewießen jeden Tag. Gefragt hab ich meinen HA noch nicht, was er denken würde und ob er er befürworten würde, wo ich ja wirklich austherapiert bin und nichts mehr hilft. Schäme mich da ein bisschen ehrlich gesagt. Vielleicht nächstes Jahr mal.

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Patrickson 30.06.2017, 17:53
@BascoSauce

Würde ihn trotzdem fragen! Mit Cannabis konnten wir oftmals den Benzodiazepinkonsum beim Patienten vermindern. Allerdings mussten wir dabei sehr darauf acht geben, dass er nicht auf Benzoentzug kam. Durch diese Umstellung wurde der Patient oft wacher, bewusster, lebendiger. Opiate kann man nach Bedarf, einschleichend, sehr hoch dosieren, ja nach stärke der Schmerzen, z.b. MST Tbl, bis zu 2000 mg täglich, natürlich bei ständiger Kontrolle. Das Ziel ist besstmögliche Schmerzfreiheit bei bestmöglichem Bewusstsein und Wachheit und Lebendigkeit. Bei Opiaten und Benzos muss man natürlich deren atemdepressive Wirkung berücksichtigen. Eine Schmerzklinik, welche bestes Wissen hat, kann helfen. Ich wünsche dir von Herzen alles Gute auf deinem Weg! Patrickson

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Gibt leider nur wenige Ärzte die cannabis als Medizin ansehen. Die meisten wissen nix von der wirkung von thc bzw cbd und lassen sich von der allgemein unwissenden Grundhaltung gegenüber cannabis blenden. Ich empfehle den YouTube Kanal ." Open mind"
Der kerl der den Kanal betreibt gibt gute tipps was erhalten von cannabis auf Rezept angeht

Glück auf

BascoSauce 30.06.2017, 17:23

Den kenn ich, der ist echt kompetent, in Sachen Drogen. Lustig war auch, wie er sich mit der Mortler auseinandergesetzt hat, unsere Drogenbeauftragte der BR, die Null Plan von Drogen hat, wobei das eigentlich traurig ist.

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mrgeblubber 30.06.2017, 17:57

Sehr nice. Danke dir. mortler die dumme funz.....

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Also wenn man chronisch Schmerzmittel gezwungen ist zu nehmen, würde ich die pfanzliche Variante mit Cannabis vorziehen. In welcher Form, du es dann aufnimmst, bestimmt auch wie ungesund es ist, beispielsweise wäre Verdampfen in einem Gerät das ungefährlichste. Lg Sunny

BascoSauce 30.06.2017, 17:15

Es gibt auch Cannabis in Tablettenform, wobei ich nicht weiß, ob es die auch mit dem Wirkstoff THC gibt, von dem man sich hinterher benebelt fühlt

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DeadsynapsE 30.06.2017, 17:16

Nicht richtig. Noch weniger Ungesund ist der orale Konsum. also in heißem Fett gelöstes THC in Kekse eingebacken oder THC Öl tropfenweise unter die Zunge.

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BascoSauce 30.06.2017, 17:20
@DeadsynapsE

Im Jahr 2008 wurde jedenfalls angekündigt, in 5 Jahren solle es Cannabistabletten geben. Ist ja auch egal, wenn würde ich es auch über die Nahrung nehmen, da das Zeug sicher kratzt im Verdampfer, meine Lunge ist eh schon ziemlich hinüber.

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mrgeblubber 30.06.2017, 17:30

Problem bei der oralen Einnahme ist die Dosierung. klar kann ich Öl etc auch schlucken--- ist aber viel intensiver der higheffekt vaporizieren ist durch die ledigliche Verdampfung des Wirkstoffs das gesündeste.

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BascoSauce 30.06.2017, 17:44
@mrgeblubber

Das kratzt aber oder? In meinen jungen Jahren öfters Blunts geraucht oder auch so mal pur, das kratzte einem die Kehle aus. Wie raucht sich denn der Verdampfer, kratzt sehr, mittel oder gar nicht?

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Pflanzentanzen2 30.06.2017, 18:04
@BascoSauce

Cannabis zu verbacken, ist meiner Meinung nach nicht am gesündesten. Weil man zum aktivieren Öl/Fett braucht, was wiederum sehr ungesund für den Körper ist. Haltet mich ruhig für verrückt. 

Man kann aber auch bei Vaporizern zusätzlich durch Wasser filtern, was einfach ideal ist. Wenn man es ohne konsumiert, kann man die Temperatur einfach niedrig stellen, so um die 186 Grad, dann geht das voll klar.

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lost2000 01.07.2017, 09:31
@BascoSauce

Verdampfer kratzen soweit ich weiß gar nicht, ist ja schließlich nur Dampf. Aber ich weiß nicht, wie das mit der Lungenbläschen erweiternden Wirkung ist, die könnte auch noch da sein, wenn du das Gras verdampst, und das ist zwar kein Kratzen, aber schon ein unangenehmes Gefühl in der Lunge.

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