Schmerzensgeld nach Reitunfall?

...komplette Frage anzeigen

17 Antworten

Haftung des Tierhalters (Luxustier) Wird durch ein Pferd, ein Mensch getötet, der Körper oder die Gesundheit eines Menschen verletzt oder eine sache beschädigt, so ist derjenige, welcher das Pferd hält, ( also nicht unbedingt der Reiter des Pferdes) verpflichtet, dem Verletzten, den daraus entstandenen Schaden zu ersetzen. (Dieses gilt für alle Privatnutzer, das Pferd ist in diesem Fall ein Luxustier und wir sprechen von der Gefährdungshaftung, also allein durch die Gefahr die vom Pferd ausgeht entsteht ein Haftungsanspruch für den Geschädigten. ggf. kann es zu Entlastungsmöglichkeiten für den Schädiger kommen, wenn es sich um ein unabwendbares Ereignis handelte. )

Quelle Rundumspferd.de

Schmerzensgeld bekommt man vom Verursacher eines Fahrlässigen oder vorsätzlichem Schaden. Wen willst du haftbar machen? Das Pferd. Der Schaden ging nicht fahrlässig oder vorsätzlich vom Pferd aus. Selbst wenn dieses versichert ist (Haftpflicht) wirst du für diesen Schaden kein Schmerzensgeld bekommen.

Huhu, ich weiss nicht, ob ich dir jetzt was falscher erzähle: Ein Freund von mir hat wegen eines Unfalls, an dem niemand anderes beteiligt war, auch Schmerzensgeld bekommen von seiner Krankenkasse! Er hatte einen gebrochenen Arm und irgendwas mit der Schulter! Er ist ausgerutsch und hingefallen - wie gesagt, ohne Fremdeinwirkung!

Von welcher Versicherung bekommst du 750 Euro? Du hast freiwillig auf dem Pferd gesessen!

Der freilaufende Hund ist Ursache der Reaktion des Pferdes - also müsste (wenn überhaupt) der Hundehalter über seine Tier-Haftpflichtversicherung zahlen. Da der Unfall aber passierte, nachdem du das Pferd wieder unter Kontrolle hattest, wird ein Zusammenhang/eine Ursächlichkeit mit der Aktion des Hundes nicht mehr festzustellen sein.

Also ich fände es gemein, wenn meine Freundin Schmerzensgeld von mir verlangen würde. Sie hat dich nicht gezwungen sondern darum gebeten das Pferd zu reiten. Und das Pferd ist ausgerutscht, das hätte dir mit deinem auch passieren können. Da kann die Besitzerin auch nichts dafür.

Wenn Du aufgefordert wurdest, das Pferd zu bewegen (wie Du geschrieben hast) dann hattest Du ja keine direkte Anweisung, es zu reiten. AUsserdem war es Deine eigene Schuld, dass DU gestürzt bist, hättest ja nicht aufschliessen müssen. Also kannst Du nur von Dir selbst Schmerzensgeld fordern...

Wie schon geschrieben wurden die Opkosten gezahlt sowie mein Helm erstattet. Ich möchte nun lediglich wissen ob man Schmerzensgeld bekommt oder nicht?

Wäre sehr schön wenn sich da jemand wirklich auskennt und die Antworten evtl. auh sahlich ausfallen würden.

sonnenlady 21.05.2010, 11:51

Geh zu einem Anwalt, wenn dir deine Bekannte so wenig wert ist.

Wenn du an einen wirklich gerissenen Winkel-Advokaten gerätst, wird er eventuell eine Zivilklage gegen sie anstrengen. Ausgang ungewiss bis eher negativ.

Aber Achtung - sowas macht auf Dauer echt einsam...

0
Jersey1604 21.05.2010, 12:00
@sonnenlady

Es geht mir nicht darum das sie das zahlen soll. Im übrigen war sie weder im Krankenhaus noch hat sie einmal angerufen iist also die Frage wem was egal ist...naja nicht wirklich wichtig.

Ich würde das nur machen wenn es die Versicherung zahlt. also wäre es sehr nett mich hier nicht als Geldgeil zu bezeichnen...

0
sonnenlady 21.05.2010, 16:25
@Jersey1604

Was ist es denn dann??? Auch wenn du es "nur" machst, "wenn die Versicherung zahlt" - es geht um Geld und um nichts anderes!

Schmerzensgeld ist eine Art Wiedergutmachungszahlung. Daher muss es auch einen Schuldigen geben, der Wiedergutmachung leisten kann und muss.

Also bitte - was soll die Versicherung damit zu tun haben?

0

Schmerzensgeld? Du bist doch nicht gezwungen worden, das Pferd zu reiten. Schmerzensgeld gibt es, wenn die Schmerzen vorsätzlich zugefügt wurden. Daß das Pferd stürzt, war nicht vorauszusehen. Damit muß man als Reiter halt immer rechnen.

Ein Anwalt kennt sich hier aus.

Instinktiv würde ich sagen, vergiß es. Deine Ausfälle finanzieller Art trägt die Versicherung.

Schmerzensgeld - von wem und vor allem wofür???

Vom Pferd? Vergiß es. Von deiner Bekannten? Wofür? Die kann nix dafür, dass der Gaul ausrutscht, solange sie dir nicht einen "Mangel" (schwache Beine oder so) verschwiegen hat.

Eher könnte sie dir Schadensersatzwünsche an den Hals hängen, weil du durch eventuell fahrlässiges Verhalten ihr Pferd "beschädigt" hast. Zumindest würde ich das versuche, wenn mir einer so kommt...

Auch bei Freundschaftsdiensten kann es zu unangenehmen Zwischenfällen kommen, die keiner gewollt oder geplant hat. Sich dann gegenseitig zu verklagen (und das müsstest du auf dem zivilrechtlichen Weg) ist albern und zeugt von schlechter Erziehung und Gier.

Stell dir mal vor, es wäre umgekehrt gelaufen und du hättest eine Schmerzensgeldklage am Hals, weil du jemanden um einen Gefallen gebeten hast. Toll oder?

Sei froh, dass nichts wirklich schlimmes passiert ist und gut ist.

joyce123 21.05.2010, 12:18

Gute Antwort! DH

0

Es geht natürlich nicht darum das Pferd zu verklagen versteht sich von selbst. Wenn würde ich es von der Versicherung fordern. Wie auch oben steht...

fragetierchen 21.05.2010, 11:41

warum sollte die versicherung dir schmerzensgeld zahlen? dann müssten sie ja für deinen schaden verantwortlich sein...

0

Das ist wohl eine "Gewissensfrage" ob du deine Bekannte auf Schmerzensgeld verklagen willst... ich denke nicht, dass ihre Versicherung das bezahlen würde...

Das Pferd wird kaum zahlungsfähig sein!

ehm nein? das Pferd ist ausgerutscht,hätte deinem klepper ja auch passieren könen.. willst nun das pferd verklagen? wer reiten geht ist zwar versichert aber wenns pferd ausrutscht hast nunmal pech,ist ja nicht so das deine bekannte dem gaul die beine angesägt hat damit du dir dran weh tust :D

von wem sollst du das fordern? vom pferd? denn der besitzer kann ja nix dafür das das pferd gestürzt ist...

netzchecker09 21.05.2010, 11:37

Wenn der Beistzer des hundes bekannt ist kannst du es versuchen, aber die Aussichten sind nicht so gut. genaueres könnte dir ein Anwalt sagen.

0
Yuyuu 21.05.2010, 11:39
@netzchecker09

nene nix da hund,sie ist FREIWILLIG aufgallopiert,ihr pferd hatte sich NICHT erschreckt !

0
HariboDealer 21.05.2010, 11:39
@netzchecker09

Was kann denn der Hund dafür, wenn sich das Pferd erschreckt???

Selbst wenn der Hund gebellt hätte, ist das doch ok.

Hunde bellen nunmal!!! Da ändert auch kein Richter etwas dran!!

Und auf das Pferd zu steigen ist ja freiwillig geschehen - also auf eigenes Risiko!!!

0
sonnenlady 21.05.2010, 11:48
@netzchecker09

Der Hund ist nur für das Erschrecken des ersten Pferdes zuständig. Da ist aber nichts passiert.

Für das schiefgelaufene Galopp-Stückchen des zweiten Pferdes ist allein die Reiterin verantwortlich gewesen.

Theoretisch könnte eine Schmerzensgeldforderung zum Eigentor werden, wenn die Besitzerin den Spieß umdreht, ihr Fahrlässigkeit und daraus folgende Beschädigung des Pferdes vorwirft.

0
sonnenlady 21.05.2010, 16:19
@Jersey1604

Tja dann - danke dem lieben Herrgott auf Knien und lass gut sein...

0

Mir geht es mehr um den Verdienstausfall und darum das mir jemand den Haushalt machen musste da das mit krücken schlecht geht.

Ich sehe nicht ein das mich ein Unfall auf einem Pferd das nicht mir gehört Geld kostet...

weberwf 21.05.2010, 13:13

Niemand hat Dich gezwungen zu reiten!

0
sonnenlady 25.05.2010, 09:12

Wie Verdienstausfall? Soweit ich weiß, läuft der normale Prozeß 6 Wochen Lohnfortzahlung und danach Krankengeld von der Kasse auch weiter im Falle eines privaten Unfalles.

Du schreibst, du bekommst 750 Ocken von der Versicherung. Das ist als Ausgleich für sonstige Kosten gedacht - nicht zum Ausgleichen des Girokontos oder als Urlaubskasse. Und reicht für eine Perle, die dir mal vorbeikommt zum Feudeln mehr als Dicke ein halbes Jahr aus.

Und wie weberwf schon schreibt - keiner hat dich gezwungen, das Pferd zu reiten. Erst denken, dann handeln.

0

Du kannst das Pferd in einem Zivilprozess ja verklagen.... lach

Was möchtest Du wissen?