Habe ich Anspruch auf Schmerzensgeld nach einem Katzenbiss?

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5 Antworten

Grundsätzlich kannst du Ansprüche gegen deinen Nachbarn stellen. Dieser wird die Ansprüche an seine Privat-Haftpflicht-Versicherung (sofern vorhanden) weiterleiten. Mit dieser wirst du dich dann herumschlagen müssen. 

Problematisch dürfte hier der Nachweis werden, dass der Katzenbiss diese schwere Verletzung bewirkt haben soll. 

Ich stelle mir auch die Frage, die du mit der Hand überhaupt in die Reichweite der Katze gekommen bist. Dies würde bedeuten, dass du dich nach der Katze gebückt und sie mit der Hand bedrängt hast. 

Eine Katze, warnt in der Regel erst, bevor sie die Krallen oder die Zähne richtig auspackt. Aus dieser Sicht wird dir die Versicherung sicherlich auch ein Eigenverschulden vorwerfen. 

Gebückt nicht aber in gebückter gehender Haltung auf das Tier zu mit wedelnder Handbewegung wie beschrieben .

Gewarnt hat die mich ehrlich nicht , sondern ist hochgelaufen , umgedreht auf mich zu und angesprungen ... Klingt bescheuert ja ich weiß , trotzdem .. War auch sehr flott das ganze ..

Danke jedoch für deinen Kommentar 

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Ich sehe die Chancen als sehr gering an. Wenn dich der Hund vom Nachbarn angegriffen hätte, dann hättest du Ansprüche. Aber eine Katze ist nicht versichert und du mußt nachweisen, das es diese Katze war. Dazu hast du die Katze angegriffen und diese hat sich gewehrt.

Sagen wir es so.

Nach eigener Recherche ist eine Katze über den Halter Versichert.

Ich habe zusätzlich das Recht , das ich es nicht dulden muss , das das Tier auf meinem Hof rumläuft. 

Und in einer vorherigen Antwort , sagte ich schon , das Tier habe ich nicht körperlich angegriffen , sondern mit weddeldener Bewegung und zisch Geräuschen zu vertreiben.

Jedoch Danke für die Antwort !

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Genaugenommen sind weder Hund noch Katze versichert (müssen sie auch nicht, weil sie weder schuldfähig sind noch haftbar gemacht werden können), sondern ihr Besitzer, und zwar gegen Haftpflichtansprüche eines durch das Tier geschädigten Dritten.

Der Unterscheid zwischen und und Katze ist lediglich der, dass Schäden durch Katzen oft in normalen Privathaftpflichtverträgen zum versicherten Risiko gehören, während das bei Hunden meistens nicht der Fall ist und eine separate Versicherung oder Ergänzung erfordert.

Aber völlig unabhängig richtet sich der Anspruch des Geschädigten ja nicht gegen eine Versicherung, sondern gegen den Schädiger, und das ist normalerweise der Tierhalter. Dem muss allerdings eine Schuld nachgewiesen werden können, die seine Haftung begründet. Wenn er haftet, ist es zunächst egal, ob er versichert ist oder nicht. Wenn nicht, muss er den Schaden eben aus eigener Tasche bezahlen, ansonsten kann er die Versicherung beanspruchen (ein Grund, warum jeder Mensch unbedingt eine Haftpflichtversicherung abschließen sollte. Wenn man nämlich für Schäden Dritter haftet, kann es sonst das eigene Leben finanziell auf ewig ruinieren!).

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@tevau

Dem muss allerdings eine Schuld nachgewiesen werden können, die seine Haftung begründet.

Die Tierhalterhaftung ist schuldunabhängig. Sh. dazu § 833 BGB.

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Ob die Katze versichert war oder nicht spielt für die Haftung keine Rolle. Auch wenn die Katze "angegriffen" wurde, ändert das nicht an der Haftung des Tierhalters. Das Problem dürfte die Beweisführung sein, wie z.B. die Katze einem Halter zuzuordnen. 

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@furbo

Danke für die Antwort.

Hinzukommend habe ich wie auch der Polizei angegeben zwei Augenzeugen . Meine Frau und eine Nachbarin.

Auch über das aggressive Verhalten habe ich bei bedarf aussagen und arztbriefe bzgl. Verletzung durch Katzenbiss.

Ich frag jedoch hier in wie weit meine Möglichkeiten stehen .

Ganz doof bin ich nicht aber Unterstützung  im Sinne mit hilfreichen Antworten , auch von solchen Leuten hier ( überrascht mich ja etwas ) , finde ich super 

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Geh besser zum Rechtsanwalt. Dem ist auch egal, ob Du zwei Meter groß bist und von einer Katze außer Gefecht gesetzt wurdest, sondern ihn interessiert nur die rechtliche Frage, ob Du einen Anspruch gegen den Tierhalter hast.

Eine Erstberatung beim Rechtsanwalt kostet i.d.R. so um die 200 Euro.

Wenn Du rechtsschutzversichert bist, frage sie nach einer Kostenübernahme. Dabei dürfte Dir der Anwalt helfen.

Ich würde mich zudem auch bei der Krankenkasse erkundigen, ob die nicht auch ein Interesse daran hätte, die Schuldfrage zu klären, um sich die Kosten zurückzuholen.

Jedenfalls ist das alles besser als hier auf eine fundierte Antwort zu hoffen. Meistens geht es in diesem Blog ja nur um Abnehmen und Liebeskummer ;-). 

   

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