Schmerzensgeld nach enstellung des Verfahren?

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2 Antworten

Auch wenn das strafrechtliche Verfahren eingestellt wurde, können Schmerzensgeld- und Schadenersatzansprüche zivilrechtlich noch geltend gemacht werden.

Wenn Du den Anwaltsbrief der Gegenseite ignorierst, wird diese eine Zivilklage einreichen. Spätestens dann solltest Du allerdings reagieren!

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Eine rechtskräftige Verpflichtung zur Zahlung von Schmerzensgeld gibt es nur, wenn ein Richter das entschieden hat. Die Forderung eines Anwaltes alleine reicht nicht. Ob es ein Schmerzensgeld gibt und in welcher Höhe, muss ein Gericht beziffern.

Allerdings hat Person A die Möglichkeit, trotz eingestelltem Strafverfahren eine Zivilklage vor Gericht einzureichen. Das wird Person A aber sicherlich nicht tun, da Person A erst einmal viel Geld für die Prozesskosten vorlegen müsste und nicht gesagt ist, dass der Beklagte die Kosten des Verfahrens trägt. Das Zivilgericht kann das Verfahren nämlich ebenfalls einstellen und jeder müsste dann seine eigenen Anwaltskosten zahlen.

Ferner hat Person B die Möglichkeit, in der Güteverhandlung vor dem Prozess sich dann doch noch bereit erklären, freiwillig Schmerzensgeld zu zahlen. Dann ist das weitere Verfahren hinfällig. B würde dann von A zwar Schmerzensgeld bekommen, aber trotzdem auf den Anwaltskosten sitzen bleiben, die dann wahrscheinlich höher als das Schmerzensgeld sind.

Den Brief nicht ignorieren, sondern beantworten, die Zahlung ablehnen und auf die Möglichkeit eines Zivilverfahrens verweisen!

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Kommentar von thejingeles
26.08.2012, 14:24

So danke erstmals.... Ich bin totaler Laie was das angeht...

Also den Brief den Person A erhalten hat selber beantworten oder muss das ein Anwalt machen?

Also die Forderung im Brief direkt ablehnen und sich auf das Urteil (Strafgericht) Berufen?

Würde das Sinn machen?

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