Schmerzensgeld nach Motorradunfall?

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8 Antworten

Sollten sich deine Schmerzensgeldforderungen im üblichen Rahmen halten, wird die Versicherung zahlen. Bei einer derartigen Verletzung dürften mehrere tausend Euro (einstelliger Bereich) fällig werden. 

Nur bei Uneinigkeit würde es auf einen Richterspruch hinauslaufen. 

Es ist ganz gut, dass du einen Anwalt beauftragst. 

Wichtig ist, dass du dein Krankenversicherung über den Unfall benachrichtigst. 

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Kommentar von furbo
23.01.2017, 08:58

Ich hab grad nachgeschaut. Ich denke, dass du mit round about ca. 5000 € alleine für die folgenlos bleibende Verletzung rechnen kannst. Verdienstausfall usw. müsste noch hinzugerechnet werden. Erkennt die Versicherung berechtigte Ansprüche an, wird sie vermutlich ohne großes Verhandeln zahlen.  

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Kommentar von BenniXYZ
23.01.2017, 14:53

Alles richtig und vergiß nicht deine private Unfallversicherung ebenfalls zu informieren. Wenn du eine hast.

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Mach Dir nicht allzu viel Hoffnung, dass da viel Schmerzensgeld dabei herausspringt.

Wie FelixFox schon ganz richtig geschrieben hat, muss man das zivilrechtlich einklagen. Das kann sich ziehen!

Wenn Du Glück hast und bist nicht sehr lange krank geschrieben, dann wird da nicht viel dabei rüberkommen.

Schmerzensgeld richtet sich nach der Schwere der Verletzungen und wie lange jemand dadurch so stark beeinträchtigt ist, dass er am normalen Leben nicht mehr teilnehmen kann.

lg Lilo

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Also....Schmerzensgeld ist IMMER eine Einzelfallentscheidung.

Du solltest auch wissen, dass du das Schmerzensgeld einklagen musst. Dazu empfehlen sich nun ärztliche Gutachten, die du erstmal in Auftrag geben musst. Du musst nämlich erstmal beweisen, dass du für Schmerzensgeld überhaupt infrage kommst.

Bei der Entscheidung des Gerichts fließen schlussendlich mehrere Kriterien ein:

  • Deine Vermögensverhältnisse
  • Schmerzintensität
  • Behandlungsarten und Nachbehandlung
  • Folgeschäden

Außerdem wird dabei dann auch der Hergang des Unfalls auch genau betrachtet. Wie bist du gefahren, Helmpflicht, und und und

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Kommentar von furbo
23.01.2017, 09:01

Dass alle hier von Klagen schreiben. Klage kommt erst bei Uneinigkeit in Frage.

Die überwiegende Mehrzahl der Schmerzensgeldangelegenheiten werden außergerichtlich geregelt. 

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Bei Schmerzensgeld nach einem Verkehrsunfall kannst Du Dich erst einmal auf einen (oftmals jahrelangen) Rechtsstreit einstellen mit Gutachten, Gegen-gutachten, Verhandlungen etc. Keine Versicherung zahlt freiwillig.

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Kommentar von privatfoerster
23.01.2017, 12:52

Oh doch. In dem von mir beschriebenen Fall 50%. Da wollte die Versicherung auch ein Gutachten und bestitt alle Schäden etc.
Es wurde auch ohne Gutachten geklagt und dem gegnerischen Anwalt erklärt, dass er gerne Gutachten haben kann, dessen Kosten dann aber zu etwa 100% auf die Kappe seiner vertretenen Versicherung gehen. Ein Gutachten, dass locker 1000-2000 EUR kosten kann, wollte man nur gar nicht mehr haben und sämtliches bestreiten diesbezüglich wurde zurückgenommen. Aber bei einer eingeklagten Summe von etwa 3500 EUR.

Und hätte die eigene Versicherung nicht 100% an die Unfallgegnerin bezahlt, dann hätte die gegnerische Versicherung eine Summe zwischen 50 und 100% gezahlt.
Es kommt eben auch ua. bereits rein auf die Höhe des Schmerzensgeldes an.
Des weiteren natürlich auf die Höhe, die gefordert wird. Einerseits ist man im Grunde dazu gezwungen die Höhe möglichst hoch anzusetzen, weil die Schmerzensgelder in Deutschland sehr niedrig sind aber Anwälte wollen auch gut verdienen und setzen die aus dem Grund höher an. Aufgrund des höheren Streitwerts gibts dann mehr Honorar und bei einer Klage vor Gericht noch mehr und bei einem Vergleich noch mal mehr.

Und es ist eben im Einzelfall alles möglich. Auch Gutachten und jahrlange Klagerei wo dann im Ende von dem erhaltenen Schmerzensgeld aufgrund zB. Juristenkosten fast nichts mehr übrig bleibt.

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Wenn die andere Fahrerin Schuld hat, übernimmt deren Versicherung deine Rechtsberatung (sprich Anwalt). Um Schmerzensgeld kümmert der sich und, wenn der Fall eindeutig ist, zahlen die meisten Versicherungen auch Schmerzensgeld ohne Prozess. (Denn den müssten sie dann auch noch bezahlen.)

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Das ist im Einzelfall tatsächlich gar nicht zu sagen.

Es können Null EUR sein > sehr selten bei der recht eindeutigen Rechtslage aber das gibts auch.

In Coburg bekam die 60km/h zu schnell auffahrende Fahrerin Recht und ihr als Straftäterin musste vom schwerverletzten Opfer der PKW zu 100% ersetzt werden, denn sie haftete zu Null %.
In Coburg hätte es also Null % Schmerzensgeld gegeben und eben sogar im Gegenteil musste man dafür bezahlen, dass diese einen aufgrund einer Straftat schwer verletzt hat.
Das das so richtig ist haben dort 6 Richter entschieden incl. zuvor der Ombudsmann der Versicherungen.
http://wp.me/p5OHH0-1mo

Die gegnerische Versicherung in Münster wollte nur 50% der Schmerzensgeldforderung zahlen und verwies darauf, dass die Versicherung in Coburg ihrer Versicherungsnehmerin ja 100% des Schadens ersetzt hat und daher klar ist wer den Unfall verschuldet hat.

Am AG-Münster haftete die auffahrende Faherin bei sogar nachteiliger Darlegungs- und Beweislast und bereits aufgrund eines Anscheinsbeweises (das diese 60km/h zu schnell gefahren ist wusste der schwerstverletzte Kläger da noch gar nicht, weil man sich in Coburg wehement weigerte ihm die Unfallmeldung der auffahrenden Fahrerin zur Kenntnis zu bringen) bei 2 Richtern zu 100% und es gab in einem Vergleich etwa 3000 EUR. Das entsprach 87% der eingeforderten Schmerzensgelds (man kannte dort alle vorhergehenden Entscheidungen aus Coburg und vom Ombudsmann nicht und so gab es nichts kollegial abzudecken).
Wäre der Kläger anwaltlich vertreten gewesen, dann hätte er seine Anwaltskosten allerdings noch tragen müssen. Dann hätte er aber den Vergleich evtl. nicht so in der Form abgesschlossen.
Ohne Anwalt bestand dadurch also ein gewisser Puffer.

Die gegnerische Versicherung hat mit den Juristenkosten jedenfalls mehr bezahlt als wenn diese die Forderung zu 100% gleich erfüllt hätte.

Radiusmehrfachfraktur OP mit Platte, Deckplattenimpressionsfraktur 5 Wochen Krankenhaus nur auf dem Rücken liegend, Platzwunde am Kopf.

Obwohl am AG-Münster erst 3 Jahre später geklagt wurde gab es 1 weiteres Jahr danach doch noch Folgeschäden und die Beugesehe des Daumens hat sich an der Platte durchgescheuert.
Jetzt gab es auch erst lebenslange Folgeschäden nach einer OP mit Entfernung der Platte und Reparatur der Beugesehne, die sich glücklicherweise durch eine vorhandene Palamrissehne reparieren liess.
Aufgrund des Vergleichs gab es dafür natürlich nichts mehr.
Das darf man auch berücksichtigen.

Der Wahrscheinlichkeit nach zB.:
http://www.onleihe.de/static/content/walhalla/20130319/978-3-8029-0728-9/v978-3-8029-0728-9.pdf
http://www.schmerzensgeldtabelle24.de

Einklagen "muss" man das Schmerzensgeld also nicht unbedingt. In der Regel läuft es aber darauf hinaus und eigentlich um so mehr ein Anwalt tätig ist.
Aufgrunddessen kann es eben auch sein, dass wenn man mit dem Schmerzensgeld der Versicherung nicht zufrieden ist hinterher aufgrund Anwalts und Gerichtskosten noch weniger hat. Wobei aber Anwälte gut verdienen.

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Schmerzensgeld muss man zivil einklagen. Du wirst mindestens den Verdienstausfall bekommen, der Rest wird sich vor Gericht entscheiden.

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Klar, wenn dein Anwalt das hinbekommt. Liegt an seiner Kompetenz.

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