Gibt es Schmerzensgeld bei Hundebiss ins Bein?

19 Antworten

1. Für jede schuldhafte Körperverletzung hat der Verletzte einen Anspruch auf Schmerzensgeld. Die Höhe richtet sich nach der Art, Intensität und Dauer der Verletzungen und deren Folgen und ist im Einzelfall zu ermitteln. Sie ist angelehnt an die geltende Rechtsprechung. Insofern sind die Verletzungen und die Folgen mit solchen Fällen zu vergleichen, die bereits durch Urteil entschieden worden sind.

So solltest du vorgehen:

    Die Polizei sollte man bereits unmittelbar eingeschaltet haben, damit der Vorfall aktenkundig wird und Ermittlungen zum Geschehen, zu den Zeugen und zum Hundehalter eingeleitet werden.Selbstverständlich und kaum erwähnenswert ist das sofortige Aufsuchen eines Arztes.Bei geringfügigen Verletzungen kann man auch ohne Anwalt die Ansprüche beim Hundehalter bzw. seiner Haftpflichtversicherung anmelden, auch wenn das nicht immer zu empfehlen ist.Bei erheblichen Verletzungen sollte man einen Rechtsanwalt einschalten, der sich mit Personenschäden schwerpunktmäßig befasst. Dort lassen Sie die einzelnen Schadenspositionen ermitteln und den Anspruch durchsetzen.Falls auffällt, dass der Anwalt die Ansprüche nicht beziffern kann oder sonst überfordert erscheint, sollte man zunächst ein Gespräch mit ihm suchen. Wenn keine Klärung des weiteren Vorgehens erfolgt, sollte man über einen Wechsel des Anwaltes nachdenken. Aufgrund der entstehenden Kosten sollte man vor einem Wechsel Rücksprache mit der Rechtsschutzversicherung, dem bisherigen und dem zukünftigen Rechtsanwalt halten.Bezahlt die Gegenseite nicht die Forderungen und kann auch kein außergerichtlicher Vergleich abgeschlossen werden, bleibt Ihnen nichts anderes übrig als die Klage vor Gericht zu erheben. Hier muss der Hundehalter und nicht die Versicherung verklagt werden.

Ich würde dies allerdings nicht machen (zu viel Aufwand)  da du ja nicht sehr verletzt bist. 

Oh Gott!! So ein gequirlter Mist! Er hat das Tier ja selber angefasst. Das ist Eigenverschulden! Wenn ich mir ins Knie schiesse,kann ich auch nicht den Pistolenverkäufer dafür schuldig machen!!

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@1Paradise1

Nein, er hast das Tier ja gerade nicht selber angefahren. Neben ihm wurde ein Hund angefahren. Außerdem hat er das Tier ja nicht mal angefasst. Kannst ja nochmal genau lesen. Außerdem ist das ja nur auch juristisch gesehen so. Ja, du hast aber auch ein wenig recht er hätte erst nach dem Verursacher schauen sollen. Ob mit dem alles in Ordnung ist. Es ja nur ein Hund. Ich persönlich  will auch nie auswichen damit nicht die anderen Fahrer gefährdet werden. Wenn denn wird ausgewichen damit mein Auto kein schaden nimmt.

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@WissensWisserDe

Ich würde für DICH auch nicht ausweichen,dann wäre mein schönes Auto ja auch noch blutverschmiert! Dann würde ich Dich um Schadenersatz anklagen für eine Autowäsche!!!!!!!!!!!!!!!!!!!!!!!!!!!!!!!!!!!!!!!!!!!!!!!!!!!!!!!!

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@1Paradise1

Das ist völliger Unsinn.

Beim Tier gilt die Gefährdungshaftung.

Wenn Dir der Pistolenkäufer beim Kauf ins Bein schießt, kannst Du ihn sehr wohl haftbar machen.

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Hallo,

wenn jemand z.B. bei einer Beißerei eingreift, um die Hunde zu trennen, dann handelt dieser jemand groß fahrlässig und auf eigene Gefahr. So urteilte z.B. das Landgericht Bamberg und deshalb gab es auch kein Schmerzensgeld.

Ich denke, auch in deinem Fall wird die Rechtslage ähnlich sein, denn dass ein angefahrener Hund unberechenbar sein kann, dürfte jedem klar sein. (Dass man trotzdem versucht, dem Tier zu helfen ist lobenswert, ändert aber die Rechtslage nicht).

Ansonsten gilt folgendes zu beachten:

- einen Biss sofort bei der Polizei anzeigen

- sofort einen Arzt aufsuchen und die Verletzung erstens behandeln und zweitens dokumentieren zu lassen.

Machst du beides nicht, verwirkst du jeden möglichen Anspruch.

Dafür muß sich aber jemand mit Hunden auskennen.

Erst dann kann eine grobe Fahrlässigkeit entstehen, z.B. wenn ein Hundehalter in eine Beißerei eingreifen will.

Hast Du das Aktenzeichen?

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@Menuett

Ja, natürlich, sorry, es wahr "undeutlich" geschrieben. Es ging natürlich um einen der Hundebesitzer. Landgericht Bamberg Az.: 3 S 197/01

Ansonsten ist es aber sicher auch nichts Neues für die Nicht-Hunde-Besitzer, dass man niemals einfach so einen fremden Hund anfasst - das lernen heute schon die kleinsten Kinder. Einfach, weil das gefährlich sein kann.

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Da fragst du am besten einen anwalt.kannst ja kurz bei einem anrufen.

Allerdings hat der hund dies nicht böse gemeint, tiere die unter einem hohen schock stehen beißen unkontrolliert zu, vor allem natürlich ein fremder hund, dem du zu nahe kommst, der nochdazu verletzt war, der wollte sich nur verteidigen.

Deshalb sollte man allgemein an angefahrene tiere nicht herantreten. Ich würde sagen in diesem fall kannst du das mit dem halter ausmachen. Wenn deine hose kaputt ist und du kleine verletzungen hast, wird er dir rein menschlich gesehen schon etwas geben. Wenn es nicht schlimm ist, muss eigentlich eine klage doch nicht gleich sein.

Ich möchte nur sagen, ich wurde noch nie verklagt und habe selbst auch noch keine privatperson verklagt. Manchmal geht es nicht anders. Aber ich finde es schöner wenn wir alle wieder freundlich und sozial miteinander umgehen. Wäre ich der halter, wäre ich traurig über mein tier das verletzt ist. Einem helfer der dabei zu schaden gekommen ist, würde ich hierfür schon etwas geben und mich bedanken. Klage müsste aber doch eigentlich nicht sein. Aber möglich ist es durchaus. Ein hundehalter ist für sein tier verantwortlich, auch wenn der ihm warscheinlich ausgekommen ist, in ein auto gelaufen ist, und natürlich für andere folgeschäden wie dieverlrtzung deines beines. Oder die schäden die an dem auto bestehen

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