Schmeckte DDR-Ketchup ähnlich wie im Westen oder wurden andere Würzmischungen verwendet sodass man mit geschlossenen Augen den Unterschied schmecken würde?

7 Antworten

Der DDR-Ketchup hatte keinen besonderen Geschmack. Heute gibt es bei Ketchup viel Auswahl, jeder kann sich die Sorte aussuchen, die ihm am besten schmeckt. In der DDR gab es nur eine Sorte Ketchup und den auch nur ganz selten. Ketchup war damals sowas wie Luxus.Wenn es den mal gab, dann stand da ein Schild: Bitte nur eine Flasche nehmen. Man wäre damals nicht auf die Idee gekommen, über den Geschmack von Ketchup zu meckern, man war froh, wenn es überhaupt mal welchen gab.

Die Rezepte waren häufig das Resultat findiger Entwickler, die irgendwie mit dem allgegenwärtigen Mangel an Rohstoffen klarkommen mussten. Zum Teil waren sie recht erfolgreich damit. Der Bornsenf aus Erfurt war z.B. gar nicht schlecht.
Einen ganz grundlegenden Unterschied gab es aber: die Ostrezepturen enthielten viel weniger Geschmacksverstärker. Wir würden sie heute vermutlich als langweilig empfinden. Das was heutzutage noch (oder wieder) an "Ostprodukten" angeboten wird, ist sehr an verwöhnte Geschmacksnerven angepasst.

Nee der vom Westen schmeckte nach Westen. Und die Leere Flasche zierte noc für Jahre Kücheenregal und Erinnerung. Gleich neben der Jacobsdose und einer leeren Ernte23 Schachtel . Damals dachten wir das Zeug sei etwas besonderes...

Im Ernst... vieles war auch eher ungenießbar... und Spreewaldware bekam man nur unter der Hand.

Viele Produkte nach Ost-Rezept gibts wieder.... jetzt schmeckt es nach zuHause und Jugend...

Das mit dem Küchenregal machen wir aber nicht mehr...

Also ich kann sagen, dass der DDR-Ketchup bei mir keine großartig guten Geschmackserinnerungen wecken kann. Wenn man den Tag im Jahr erwische, an dem es mal welchen gab, schmeckte er eher nach Heilkräuter. Das kann aber jeder anders sehen.

LG Lazarius

Kann mich gar nicht erinnern, zu DDR-Zeiten jemals Ketchup gekauft zu haben. Wenn ich was tomatiges essen wollte, habe ich Tomatemark verwendet!

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@amdros

Und wie es heute das Tomatenmark in diesen Minibüchsen gibt, gab es in der DDR auch Paprikamark für 50 Pfennige die kleine Büchse. Das war so lecker. Gibt es aber leider nicht mehr.

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Der einzige Unterschied, den ich jetzt noch ziemlich genau weiß ist, dass in einem DDR-Ketchup Erdbeeren verarbeitet wurden, auf dem heutigen Markt gibt es viele Sorten die Apfelmus enthalten... Das ist jetzt kein Witz! Gewisse Geschmacksunterschiede gab es sicher, aber da es Ketchup meist so selten gab hat man das vielleicht gar nicht so intensiv bemerkt wie zum Beispiel beim Senf. Und beim Senf gab es tatsächlich große Unterschiede. Der schrecklichste war der aus Karl-Marx-Stadt, dicht gefolgt vom Cottbusser.

Woher hast Du die Nummer mit den Erdbeeren 🤣... das halte ich wohl doch für sehr unwahrscheinlich.

Es gab ja nichtmal genug Erdbeeren zum so essen... wer würde die wenigen dann noch in den Ketchup manschen? Äpfel...ja. Gurke und Tomaten gabs auch genug...

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@Erzesel

Definitiv gab es einen Ketchup wo Erdbeeren drin verarbeitet waren und den gab es dann auch noch in dem jetzigen Staat. Ich versuche herauszubekommen, welcher das war. Und, ich weiß nicht wo du gelebt hast, aber Erdbeeren gab es bei uns immer, die Körbe stapelten sich im Laden bis der Mist anfing zu schimmeln, weil es keiner mehr ersehen konnte.

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@Schimeck

Das übliche logistikproblem...🤪 ..dafür hatten wir Briketts im Überfluss 🤫 willst'de gaubeln?🎶

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