Schlusstrich ziehen - Aktuelles Leben?

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6 Antworten

Ich darf mal zusammenfassen:

Dir ist die Uni zu stressig und du würdest gerne mehr Zeit für dich haben.

Mal ehrlich, für die Selbstfindung gibt es kaum eine bessere Zeit als das Studium. Warum du aus Zeitmangel nicht abnehmen kannst, erschließt sich mir nicht. "Ein wenig reisen" kann man in der vorlesungsfreien Zeit, du könntest sogar über ordentliche Auslandserfahrung in Form eines Auslandsemesters nachdenken.

Hast du einen vernünftigen Plan B? Stört dich wirklich Plan A oder sind es die Begleitumstände? Die schlechte Nachricht lautet nämlich: Auch in einer Ausbildung wirst du ranklotzen müssen. Im Studium musst du dich stärker selbst motivieren, in einer Ausbildung hast du jemanden, der dies übernehmen wird, ob nun durch positive oder negative Motivationstechniken.

Ich würde mal gründlich überlegen, was du überhaupt willst, bevor du ziellos vor dich hin dümpelst. Wenn dir dein Studienfach nicht taugt, ist das ein guter Grund, dich neu zu orientieren. Aber ich habe eher den Eindruck, dass es die Begleitumstände sind, und die werden früher oder später wieder auf dich zukommen. Die Schule ist nunmal vorbei, die Freiheiten werden weniger und bis du irgendwann mal in Rente gehst, musst du dich damit arrangieren. Auch das muss man lernen. Ob das durch einen Ausbruch und die kurzfristige Rückeroberung von mehr Freiheit gelingt, sei mal dahin gestellt.

Nochmal: Wenn du überzeugt davon bist, dass dein Studienfach nichts für dich ist, dann sattel um. Aber versuche, dir nicht selbst in die Tasche zu lügen.


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Es ist alles häufig eine Kosten-Nutzen-Rechnung. Nimm einfach soviele Din A4 Blätter, wie es mögliche Situationen gibt. Schreibe für jede Situation ein Blatt und notiere die jeweiligen Kosten und Nutzen. Dann legst Du die Blätter auf den Fußboden und stellst Dich mal auf das eine Blatt mal auf das andere, während Du dich fragst, wie es sich anfühlen würde, so oder anders entschieden zu haben, wenn Du jetzt z.B. 90 Jahre alt wärst und auf Dein Leben zurückblickst.

Ich hatte das so gemacht und tatsächlich bei dem einen Blatt hatte es tatsächlich bei mir geblitzt (intuitives Gefühl einer Zweifelsfreiheit).

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Hey Michelf927

Am besten überlegst du es dir sehr gut. Weil du willst jetzt nicht nochmal etwas unüberlegtes machen oder? 

Wenn du deiner Leidenschaft, Traum oder was auch immer folge kannst. Würde ich das viel lieber machen. Du hast viel mehr Energie und Enthusiasmus. Als jetzt irgendwas in deine Birne quetscht was du schlussendlich etwas sinnvolleres machen hättest können.

Überleg dir was du jetzt wirklich gerne machen möchtest und probiere deine Austritt von dem Studium zu planen falls du dies machst. Weil wenn du einfach aus dem fliegenden Flugzeug springst, kann es zu einem unangenehmen Unfall führen. Also alles mit bedacht.

Hoffe konnte dir helfen :D mit freundliche Grüsse <3

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Ich hätte vielleicht auch wie Du im 1. Semester darüber nachdenken sollen, ob die Theorie an der Uni mir etwas bringt. Im September 2016 endete mein 9. Semester.

Ich habe dann festgestellt, dass mir die Theorie nur etwas bringt, wenn ich Dozent an der Uni werde. Habe aber keinen IQ von 180 und mehr.

Nachdem ich mir eine Liste mit Pro & Kontra Uni gemacht habe, war die Kontra-Seite voll.

Auf der Pro-Seite stand eigentlich nur, dass ich bei einem Abbruch ja versagt habe. Aus diesem Grund quälen sich auch sehr viele durch ihr Studium und wenn sie dann fertig sind, mit befriedigenden Leistungen ist es zu spät.

Schau doch mal, ob ein duales Studium besser ist. Hier wird die erlernte Theorie in der Praxis angewendet. Und es gibt hier noch viele Diplomstudiengänge!

Mach es nicht wie ich und schiebe die Entscheidung 8 Semester vor Dir her, denn es wird nicht besser und leichter, ganz im Gegenteil.

Nach einem Abbruch ist die gesamte Zeit umsonst gewesen. Bei mir sind das jetzt 4 Jahre, bei Dir wären es nur 6 Monate.

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Wenn Dich Dein Studium nicht befriedigt, und Du Dich deswegen auch nicht ganz darauf einlassen kannst, dann ist ein Scheitern vorprogrammiert. Denn volle Konzentration wäre absolut notwendig, um entsprechende Noten zu erzielen.

Vergiss nur eines nicht. Nämlich dass Du eine Ausbildung brauchst, um für Deinen Unterhalt sorgen zu können. Und dass es äusserst wichtig ist, hier etwas zu wählen, mit dem Du Dir vorstellen kannst zu leben.

Denn auch hier wird Deine volle Aufmerksamkeit verlangt. Bei einem Studium kannst Du Dir die Lernzeiten selbst aussuchen. Bei einer Ausbildung musst Du dann arbeiten, wenn Deine Arbeitgeber das verlangen.

Überlege also vielleicht auch ob es nicht klüger wäre, Dich auf das Lernen von Selbstdisziplin zu konzentrieren. Selbstkontrolle ist das Um und Auf im Leben. Und wenn Du die gelernt hast, dann kannst Du Dich auch auf ein Studium konzentrieren UND es bleibt genug Zeit Dich dazwischen auch noch mit anderem zu beschäftigen. LG Silvie

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Es ist sehr gut, dass du diese Bilanz bereits im ersten Semester ziehen kannst.

Also auf in ein "neues" Leben und viel Erfolg.

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