Schlimme Kindheit = schwere Erkrankungen?

9 Antworten

Hallo,

wenn es nicht ein Bericht aus dem gegenwärtigen Leben wäre, könnte man meinen, es ist die Geschichte eines Menschen, der durch den Hades ging, um ans Licht zu kommen. Noch bist du im Hades, doch das Licht am Ende des Tunnels ist bereits sichtbar. Du bist in dem Prozess des "Stirb und Werde" und nun beginnt das Werden.

Goethe sagte mal: Wer das nicht hat, das Stirb und Werde, ist ein trüber Gast auf dieser Erde...

Bei diesem Werden bist und wirst du bis an die Grenzen deiner individuellen Zumutbarkeit gefordert, denn es gilt zunächst, allen Widerstand aufzugeben und deinem Leben mit allem, was geschehen ist und noch kommen wird, zuzustimmen.

Es wäre gut, wenn du dir nicht nur ärztliche, sondern auch therapeutische Hilfe suchst und auch spirituelle Elemente akzeptierst, um dein Energiesystem nicht nur körperlich, sondern auch geistig-seelisch zu renovieren.

Ich mag dir bei dem Prozess unterstützen. Du kannst mich bei Bedarf gerne fragen.

Alles Gute...

Es gibt schon lange Studien, die bestätigen, dass durch frühkindliche Traumatisierungen, Misshandlungen oder Vernachlässigung im späteren Leben das Risiko für körperliche und psychische Erkrankungen deutlich ansteigt.

Insofern ist Deine Schilderung zwar extrem, aber durchaus plausibel. Anders ausgedrückt: Deine "katastrophale Kindheit" war mit hoher Wahrscheinlichkeit ein wesentlicher Faktor für Deinen jetztigen Gesundheitszustand.

Das wird wahrscheinlich nicht wieder ganz zu heilen sein, aber die Psyche und der Körper haben auch erstaunliche Fähigkeiten, sich zu regenerieren, wenn man ihnen dabei hilft.

In einer Langzeit-Psychotherapie kann manches wieder verändert werden, Du kannst lernen, gut für Dich selbst zu sorgen, vielleicht ein Stück weit Deine Kindheit aufarbeiten. Vielleicht wäre das ein Weg für Dich. Es ist allerdings kein leichter Weg, aber den hast Du ohnehin nicht.

Ich wünsche Dir dafür alles Gute!

Woher ich das weiß:Beruf – Seit 30 Jahren Psychol. Psychotherapeut in eigener Praxis

Ja, Traumata können psychosomatische Folgen haben. Versuch mit deiner Vergangenheit abzuschließen und finde deine Identität neu. Mit professionellen Hilfe ist es zu schaffen. Du bleibst ein wertvolle Mensch, ganz egal was andere darüber denken und dich angetan haben, sei zuversichtlich, konzentriere dich auf dein Leben und mach das beste daraus. Alles Gute.

Mir erging es ähnlich wenn auch nicht ganz so schlimm. Meine Rettung war die Trennug von allem "Heimischen" und Neuanfang weit weg von ganz unten. Aller Anfang ist nun mal schwer, eine Herausforderung bei der es ein "schaffe ich nicht" nicht gibt. Nach 3 Jahren war der Tunnel zu Ende, und von da ab ging es nur noch bergauf.

Grade beim Thema Immunsystem würde ich schon sagen, dass psychische Faktoren bzw. Stress einen gewichtigen Einfluss auf den Körper haben, aber eine eindeutige Antwort wirst du wohl nicht finden, denn die Psyche lässt sich nicht per Blutbild vermessen.

Dazu stellt Obdachlosigkeit auch eine massive physische Belastung für den Menschen dar: schlechte/mangelhafte Ernährung, den Elementen ausgeliefert (Kälte/Nässe/Hitze), Hygiene wird zum Problem, medizinische Versorgung und regelmäßige Check-Ups entfallen und häufig kommen noch Suchtprobleme oben drauf ☹

Bist du denn aktuell einigermaßen safe und versorgt? Hast du jemanden zum Reden, einen Therapeuten? Kann man dir irgendwie helfen? Ich wünsch dir nur das Beste! ❤

Edit: wenn deine Mutter schizophren war, dann warst du höchstwahrscheinlich schon als Kind nicht gut versorgt - Ernährung, medizinische Versorgung... dein Körper und deine Seele mussten schon viel zu viel aushalten

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