Schlimm, wenn Bösewicht gut wird?

6 Antworten

Ich bin generell kein Fan von "schwarz und weiß" Unterteilungen in Geschichten.

Die besten Charaktere sind generell so geschrieben, dass man sich mit ihnen identifizieren kann. Dazu gehören immer auch negative Charaktereigenschaften. Umgekehrt braucht ein Antagonist auch ein nachvollziehbares Motiv.

Es ist meiner Meinung nach immer besser, wenn man in verschiedene Grautöne unterscheidet, wie es in der richtigen Welt nunmal so ist.

Natürlich kann ein Bösewicht zu den guten Wechseln - wichtig ist, dass er einen guten Grund hat. Kein "der Held hat mir gezeigt, dass mein Verhalten falsch war und jetzt bin ich auf einmal bekehrt". Charakterentwicklung ist hier das Zauberwort

Bei Vegeta (Dragonball) oder beim Charakter von Falling Skies (mir fällt der Name nicht mehr ein) wurde es sehr gut umgesetzt finde ich. Bei Stargate ist es bei Tealc auch der Fall, obwohl das bei Tealc bereits schon am Anfang geschieht. Tealc zählt auch zu meinen Lieblingscharakteren von Stargate. Ich schreibe übrigens auch selber ein Buch wo ein Fiesling sprich ein Mobber dann mit dem gemobbten am Ende Freunde werden. ;)

Es gibt aber auch umgekehrte Fälle. Bei Alarm für Cobra 11 kann ich mich noch erinnern, dass der Hauptcharakter, der jahrelang bei den Guten sprich der Polizei war, plötzlich zu bösen sprich Verbrechern wechselte. Das gefiel mir eher weniger, da man ihm immer auf der guten Seite gewohnt war. Ich denke umgekehrt ist es schlimmer sprich von gut auf böse als von böse auf gut. ;)

Woher ich das weiß:eigene Erfahrung

Ein guter "Schurke" ist der, dessen Beweggründe man nachvollziehen kann und auch seine guten Seiten hat. Wo man nicht erkennt und lange darüber debattieren kann, ob dieser nun gut oder schlecht ist. Das hat z.B. das Drama Breaking Bad sehr gut verdeutlicht mit der Entwicklung des Charakters vom Hauptprotagonisten Walter White.

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