Schlimm, keine Freunde mehr zu haben?

10 Antworten

Hallo Seeymaaa,

zunächst einmal: Hier in Deutschland brauchst Du eine psychotherapeutische Behandlung nicht selbst zu bezahlen; die Kosten dafür werden von der Krankenkasse übernommen! Du könntest also folgendes tun: Gehe zu Deinem Hausarzt und erzähle ihm von Deinen Angststörungen und Depressionen, und bitte ihn darum Dich an einen Psychotherapeuten zu überweisen (er kann Dir auch Adressen nennen). Du musst allerdings mit einer längeren Wartezeit rechnen.

Nun zu Deinem anderen Problem bzgl. Freundschaften. Besonders als junger Mensch ist es einem wichtig, Freunde zu haben, von denen man sich ernst genommen und verstanden fühlt. Wenn das bisher mit den Freundschaften bei Dir noch nicht so geklappt hat, dann liegt das sicherlich nicht allein an Dir. Heutzutage denken viele nur an sich und daran, wie sie am besten vorwärts kommen. Daher ist es für Dich wichtig, nicht nur Menschen zu finden, mit denen Du zusammen sein kannst, sondern die auch die Qualitäten eines guten Freundes besitzen. Das bedeutet für Dich, dass Du wählerisch sein solltest, denn nicht jeder angebliche Freund ist auch ein wirklich echter Freund. Worauf könntest Du bei der Auswahl Deiner Freunde achten?

Das, was einen Menschen wirklich wertvoll macht, sind doch seine guten Eigenschaften, oder?Solche Eigenschaften könnten z. B. sein: Ehrlichkeit, Verlässlichkeit, Geduld, Vertrauenswürdigkeit usw. Worauf könntest Du bei einem guten Freund noch Wert legen? Frage Dich, welche Werte Dein künftiger Freund vertritt. Andernfalls könnte es sein, dass Du an Freunde gerätst, die einen schlechten Einfluss auf Dich ausüben. Ich habe hierzu einmal einen interessanten Satz in der Bibel gelesen, der lautet: " Wer mit Weisen wandelt, wird weise werden, wer sich aber mit den Unvernünftigen einläßt, dem wird es schlecht ergehen" (Sprüche, Kapitel 13, Vers 20).

Die in diesem Text als "Unvernünftigen" bezeichneten sind eigentlich Personen, die sich nichts sagen lassen wollen und sich aus moralischen Werten nicht viel machen. Du könntest Dich z. B. fragen: Übt diese Person einen positiven Einfluss auf mich aus, oder würde sie mich zu irgendwelchen schlechten Dingen verleiten? Es kann nämlich leicht passieren, dass man das tut, was andere wollen, nur um dazuzugehören. Freundschaften um jeden Preis zu schließen bringt Dich sicher nicht weiter und diese würden Dich auf Dauer eher unglücklich machen.

Wenn man Freunde finden will, dann reicht es nicht, einfach nur passiv abzuwarten, dass andere auf Dich zukommen. Besser ist es, selbst initiativ zu werden und in die Offensive zu gehen. Bevor sich also andere für Dich interessieren, könntest Du Dich zuerst für die Anderen interessieren. Gehe auf sie zu und erkundige Dich nach Ihnen. Sei ein guter Zuhörer. Nimm Dir für andere Zeit und zeige an dem Interesse, was sie interessiert. Bist Du freundlich und zuvorkommend und zeigst uneigennütziges Interesse an anderen, gewinnst Du ganz sicher an Sympathie und man wird gern mit Dir zusammen sein wollen.

Hier noch ein kleiner Tipp aus der Bibel, der die Sache ein wenig verdeutlicht: "...indem ihr nicht nur die eigenen Dinge in eurem Interesse im Auge behaltet, sondern auch persönlich Interesse zeigt für die der anderen" (Philipper, Kapitel 2, Vers 4). Das zeigt, wie wichtig es für eine Beziehung ist, echtes Interesse am anderen zu haben und dies auch zu zeigen. Es wird Dir außerdem ganz sicher leichter fallen, Freunde zu finden, wenn Du von ihnen keine Vollkommenheit erwartest. Niemand wird wirklich perfekt und besitzt nur gute Eigenschaften. Sei daher nicht zu kritisch , sondern eher nachsichtig. Noch ein Wort zur Vorsicht: Sei nicht fordernd, denn echte Freunde werden für Dich da sein, wenn Du sie brauchst.

LG Philipp

Hei :)

mit Freunden ist das so eine Sache. Es ist wichtig, Menschen zu haben, denen man sich anvertraut, mit denen man reden kann und die einen unterstützen können oder auch mal sagen, wenn man falsch liegt.

Freunde können sich immer finden - in jedem Alter und zu jeder Zeit. Es müssen auch nicht immer gleichaltrige sein. Und man findet Freunde überall, ob man will oder nicht.

Es ist nicht wichtig, einen großen Freundeskreis zu haben, es reicht eigentlich schon, wenn man eine Person hat, mit der man offen reden kann.

Wie mir scheint, verstehst du dich gut mit deinen Schwestern und Cousinen. Das ist doch auch schon mal was. Vielleicht sind sie dir sogar Freunde.

Macht dir deswegen nicht zu viele Sorgen.

Das Problem bei mangelndem sozialen Umfeld ist, dass man schon etwas verkümmert. Der Mensch ist nunmal ein Rudeltier. Das kann sich zum Beispiel in Depressionen niederschlagen.

Aber solange du deine sozialen Interaktionen in Arbeit und sonstwo irgendwo bekommst, dann is das denke ich mal kein größeres Problem.

nun zu deinen Fragen:
1. ich denke nicht.
2. man muss nicht unbedingt Freunde haben, aber man braucht eben sozialen Kontakt für die seelische Gesundheit.
3. Klar doch! Wird nur schwerer, da die Freundeskreise mit der Zeit immer festbetonierter werden.
4. Nö... Zur Not is man nach Aussen der abgebrühte Einzelgänger wenn jemand blöde Kommentare reisst ^^

Was möchtest Du wissen?