Schliesst Wissenschaft Religion aus?

34 Antworten



Wissenschaft schließt Religion nicht aus.

Wissenschaft falsifiziert Aussagen, die von Religionen getroffen werden. Z.B: Jesus läuft über Wasser, macht Wasser zu Wein, oder kehrt von den Toten zurück, Muhammed spaltet den Mond in 2 Teile oder Moses teilt das Meer. 

Das sind Dinge die definitiv nicht möglich sind, aufgrund der Gesetze der Physik etc.

Aber die Wissenschaft tut dies nicht explizit um Religion abzuschaffen. Die Wissenschaft tut was sie tut um logisches Denken, Ursache und Wirkung und ein generelles Verständnis der Welt zu fördern.

Die Wissenschaft würde der Religion andere Dinge niemals streitig machen. ZB, dass Religion Menschen Halt geben kann oder dass Menschen Komfort in ihrem Glauben finden können. Wichtig hierbei ist das Wort KÖNNEN, weil Religion niemals den Anspruch geltend machen kann die einzige Quelle für Komfort und Wohlgefühl oder Moral sein kann.

Man muss nicht religiös sein, um moralisch zu handeln. Man muss an keinen Gott glauben um sich von der Welt faszinieren zu lassen.

Es gibt Astrophysiker die mit der Tatsache arbeiten, dass das Universum viele Billionen Jahre alt ist und privat trotzdem Kreationisten sind und glauben, dass es nur ~5000 Jahre alt ist.

Es muss unsere Aufgabe als Menschheit sein, das veraltete Konzept der Religion loszuwerden und diese zu reformieren. Ob das in ihrer Abschaffung resultiert oder nur in dem ablegen der lächerlichen Behauptungen die schon längst widerlegt wurden.

Niemand beschwert sich über eine Form von Deismus. Also eine Art "Schöpferfigur" die das Universum gestartet hat und sich dann aber nicht weiter eingemischt hat, oder über einen "Gott der Lücken". Das wären nicht falsifizierbare Glaubensmodelle, die niemandem wirklich schaden, solange sie neue Erkenntnisse akzeptieren und sich den Tatsachen anpassen.

Aber weder das Juden-, noch das Christentum und schon gar nicht der Islam tun dies (um die 3 in der Westlichen Welt verbreiteten zu nennen). Das sind veraltete Glauben, die seit mehreren hundert, bzw tausend, Jahren nicht mehr in die aktuelle Form unserer Gesellschaft passen. Das liegt ganz einfach daran, dass diejenigen welche die jeweiligen Glauben ins Leben gerufen haben weniger über die Welt in der sie lebten gewusst haben als ein heutiger Erstklässler.


Hallo EveRolls,

grundsätzlich sind Glaube und Wissenschaft aus meiner Sicht miteinander zu vereinbaren, sofern sich jede der beiden Richtungen ihrer Grenzen bewusst ist.

Unglaubwürdig werden Vertreter des Glaubens , wenn sie eindeutige wissenschaftliche Erkenntnisse, die unwiderlegbar bewiesen sind, einfach ignorieren und sogar glauben, "wissenschaftliche Beweise" für ihren irrigen Standpunkt gefunden zu haben. Das beraubt sie nur jeder Glaubwürdigkeit und spielt eher denen in die Hände, die gegen die Existenz Gottes argumentieren. Leider haben das einige fundamentalistische Gruppen, wie z.B. die Kreationisten, getan, und haben dadurch der Glaubwürdigkeit der Bibel einen schlechten Dienst erwiesen.

Wissenschaftler bewegen sich grundsätzlich auf einem anderen Terrain als ein Verfechter des Glaubens. Ein Wissenschaftler hält sich bei seinen Forschungen an empirisch belegbare Tatsachen. Da jedoch die Existenz Gottes in diesem Sinn nicht belegbar ist, ziehen viele Wissenschaftler daraus den Schluss, dass es keinen Gott gibt. Hierbei sollte jedoch der Wissenschaftler wieder an seine Grenzen denken. Wenn er glaubt, dass nur das existieren kann, was wissenschaftlich belegbar ist, überschreitet er eindeutig seine Grenzen. Wissenschaft kann nicht die gesamte Welt erklären, sondern immer nur einen Teil daraus. Die Frage nach Gott liegt eindeutig jenseits dessen, was ein Wissenschaftler erforschen kann. Aus diesem Grund kann auch niemals der Glaube an einen Gott widerlegt werden.

Andererseits kann gerade das naturwissenschaftliche Forschen dazu führen, dass auch ein Wissenschaftler an Gott glaubt. Zum Beispiel zeigt das immer weitere Vordringen in den molekularen Aufbau der Strukturen des Lebens, dass überragende Intelligenz mit im Spiel ist. Dabei geht es nicht darum, in einem Schöpfer eine Erklärung für das Unerklärbare zu suchen. Es geht einfach darum, anzuerkennen, dass der Zufall keine zufriedenstellende Antwort auf die Frage ist, wie das Leben in all seinen vielfältigen Formen entstehen konnte. Auch können die Gesetzmäßigkeiten in der Natur allein nicht erklären, wie die komplexen Strukturen von lebenden Organismen mitsamt ihren komplizierten Bauplänen entstanden sein könnten.

Daher gab und gibt es viele Wissenschaftler, die ihre Überzeugung zum Ausdruck gebracht haben, dass es einen Gott gibt. Sie sehen also in der Wissenschaft einerseits und dem Glauben an Gott andererseits keinen Widerspruch.

LG Philipp

Im Allgemeinen nicht explizit, jedoch wird eine bestimmte "Art" von Gottesbild ausgeschlossen.

Die empirischen Wissenschaften müssen ausschließen, dass es eine höhere Entität gibt, welche willkürlich oder unwillkürlich Einfluss nehmen kann. Denn wenn messbare Prozesse beliebig durch eine höhere Macht beeinflussbar wären, so würde z.B. die grundlegende Forderung der Wiederholbarkeit in den empirischen Wissenschaften nicht mehr gegeben.

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