Schlechtes Verhältnis zu Mutter?

...komplette Frage anzeigen

3 Antworten

Hi,

Familie kann man sich nicht aussuchen. Du kannst nur über den Ganzen stehen. Sie reden von dir als schwarzes Schaf? Du weißt es besser, also ignoriere es. Deine Mutter kommt mit ihren Problemen zu dir? Sag ihr, dass du ihr nur zuhörst wenn es auch ein Geben und Nehmen ist. Bei Freunden würdest du es genauso machen.

Ich würde mit meinen Eltern ständig aneinander geraten, wenn ich es zulassen würde. Themen wie Politik, Religion, Lebenseinstellungen oder ähnliches lass ich es raus. Wenn das Thema aufkommt, lasse ich mich nicht darauf ein oder entziehe mich der Situation. Mit 16-18 habe ich es immer darauf ankommen lassen. Heute bin ich klüger und entziehe mich und versuche sie erst gar nicht zu überzeugen, dass ihre Ansichten verletztend sind.

Ich denke das Verhältnis wird nach dem Auszug anders. Ob besser oder schlechter wird sich zeigen. Bei mir wurde es besser.

Für Familie und Familengefühl muss jeder mitmachen. Wenn das nicht passiert, dann ist es eben so. Dass Eltern Lieblingskinder wollen viele nicht wahrhaben, aber natürlich kann das so sein. Da kannst du dann auch wenig machen.

Akzeptiere es so wie es ist. Wenn du nicht schon längst mal mit ihr geredet hast, dann sprich es jetzt aus. Erwarte aber nichts.

Vielleicht ändert sich deine Mutter noch, vielleicht nicht.

Antwort bewerten Vielen Dank für Deine Bewertung

Oft ist das vermeintliche Lieblingskind auch einfach nur dasjenige, das dem Elternteil, der es scheinbar als Lieblingskind bevorzugt am ähnlichsten ist (charakterlich) oder, das, welches dem Elternteil am meinsten nach dem Mund redet oder dieselben Ansichten übernimmt bzw. teilt. Und im Gegensatz dazu ist das kritisierte, vermeintliche "schwarze Schaf" der Familie das Kind, das man am meisten als Konkurrenz sieht, etwa, weil es zu "neuen Ufern" aufbricht, die den Erfahrungshorizont des Elternteils übersteigen, Dinge tun kann/sich leisten kann, um die das Elternteil das Kind innerlich beneidet, da das Elternteil selbst nicht die Möglichkeiten oder den Mut dazu hatte, im Alter des "Schwarzen-Schaf-Kindes"  ähnliches zu tun bzw. zu erleben. 

Außerdem könnte es auch sein, dass Deine kleine Schwester vielleicht noch nicht in der Pubertät und daher (noch) lieb und brav ist, ein Quell der Freude, während Du eben "Dich verselbständigend" aneckst.

Oder Deine kleine Schwester hat einfach den Nesthäkchen-Bonus.

Antwort bewerten Vielen Dank für Deine Bewertung

ich habe da eher das Gegenteil beobachtet.

wenn du ausgezogen bist geht ihr euch nicht mehr jeden Tag auf den Sack und euer Verhältnis kann sich entspannen und wieder besser werden.

Antwort bewerten Vielen Dank für Deine Bewertung
Kommentar von Tremswaldi
29.05.2016, 17:13

Jepp, habe ich auch festgestellt.

                       "Distanz schafft Nähe"

0

Was möchtest Du wissen?