Schlechtes Gefühl vo einer Autofahrt?

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6 Antworten

Mir geht's da leider genau so :D Ich schiebe auch regelmäßig Panik und male mir im Kopf die unterschiedlichsten Szenarien aus, was passieren könnte. Bei jedem Schulausflug mit dem Bus, jeden Tag wenn ich mit dem Auto fahre, wenn ich einen Spaziergang mache, usw. Was ist, wenn ich in einem Autounfall sterbe? Wenn jemand riskant überholt und ich frontal mit ihm zusammenkrache? Überlebe ich, wenn ich das Lenkrad verreiße und von der Fahrbahn abkomme? Oder ist da die Wahrscheinlichkeit zu sterben noch größer? Was tue ich, wenn mich jemand auf dem Weg zum Briefkasten entführt und mich umbringen will?

Mein Zimmer habe ich vor kurzem erst komplett ausgemistet, dass meine Eltern, im Falle meines Ablebens, nicht das allergrößte Chaos vorfinden und ich habe ein unglaublich schlechtes Gewissen, da ich morgen insgesamt 5 Stunden mit dem Auto fahren muss und es hier aussieht wie im Schweinestall. Also kurz: ich verstehe dich völlig und habe selbst damit zu kämpfen.

Was auf keinen Fall hilft ist Verstecken und solche Situationen zu vermeiden. Das macht es nur noch schlimmer. Konfrontation ist angesagt. Wie viele Autos sind denn täglich unterwegs und wie viele Unfälle passieren? Die Wahrscheinlichkeit, dass ausgerechnet du dabei bist, ist relativ gering. Und selbst wenn: Dann kannst du es nicht ändern und dich wird es am wenigsten interessieren. Damit das ganze nicht so willkürlich erscheint, sage ich mir immer, dass es wohl so etwas wie Schicksal gibt und es hinter allem einen Sinn gibt. Wenn ein Kind bei einem Unfall stirbt, dann soll es wohl so sein, eine höhere Macht wird sich "schon was dabei gedacht haben". Ist zwar vielleicht Quatsch, aber mir hilft es zumindest, da so nicht ich die Verantwortung habe, sondern ich nichts tun kann und alles so kommt, wie es kommen muss oder soll.

Wir leben immer noch, also waren die bisherigen Ängste mehr als unbegründet. Ich habe jede Klassenfahrt überlebt, jeden Urlaub, jede Achterbahnfahrt, wurde noch nie nachts auf dem Weg zur Haustür ermordet, noch nie habe ich mir beim Treppensteigen das Genick gebrochen, wurde auch noch nicht von ominösen Monstern unters Bett gezogen oder bin an Salmonellen durch eventuell nicht durch gebratenes Fleisch gestorben. Bis jetzt war also all die Panik komplett unbegründet. Und deine vermutlich auch. Und vermutlich wird auch die nächste Angst unbegründet sein.

Angst ist eigentlich nichts schlechtes. Sie warnt uns vor bestimmen Dingen und Situationen. Ohne Angst hätten wir wahrscheinlich ein ziemlich großes Problem. Aber leider kann Angst auch extrem werden. Das kann die unterschiedlichsten Gründe haben und Menschen in ihrem Alltag schwer beeinflussen und behindern. Wenn du diese Angst bekämpfen kannst und trotzdem mit in den Urlaub fährst, ist alles noch halbwegs in Ordnung. Problematisch wird es, wenn du wirklich beginnst, deshalb nicht mehr aus dem Haus zu gehen, den Urlaub absagst, nicht mehr ins Auto steigst, usw. Wenn du deinen Alltag nicht mehr meistern kannst. Dann solltest du dir wirklich Hilfe suchen, mit deinem Hausarzt darüber sprechen und eine Therapie machen, damit dir geholfen wird und wieder eine neue Lebensqualität erlangst.

Und ganz ehrlich, wenn ich als 18-jähriges Wesen, dass noch nicht mal 2 Jahre lang Auto fährt, morgen die 5 Stunden überlebe, dann werden die Eltern deiner Freundin, die wahrscheinlich schon Jahrzehnte ihren Führerschein haben, das erst recht schaffen.

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Kommentar von watsonemma
03.08.2016, 20:02

Danke für den Stern und kleines Update: Ich habe die Autofahrt überlebt :D

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Kommentar von Krabapell
04.08.2016, 22:42

Ich kann euch ja mal mit auf mein Motorrad nehmen und dann auf der Autobahn Vollgas geben, haha.. Schön, dass du noch lebst...^^

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Hey,

vor weg: Ich verstehe deine Sorge, und verstehe wie du dich fühlst. Mein Vorschlag: Sag die fahrt vielleicht ab. Klar, vielleicht fängt deine Freundin dann an zu labern, von wegen "Äh, hast dich verändert", aber das ist glaube ich immer noch besser, als wenn du die ganze Fahrt über Panik schiebst und dich in an den Angstgriff kettest (sorry, Spaß muss trotzdem sein). Außerdem würde ich vorschlagen (ja, ich weiß, das ziehst du eher weniger in Erwehgung) doch mal mit deinen Eltern darüber zu reden. Das kann helfen. Oder du redest vielleicht mal mit deinem Hausarzt/Hausärztin, die können da auch schon ganz gut helfen (mir haben sie jedenfalls).

Lange Rede, kurzer Sinn: Du solltest auf jeden Fall mit jemandem darüber reden. Mir ging es früher mal genauso, deshalb weiß ich wovon ich rede. Wenn du dir denkst, du willst damit niemanden belasten, frisst du es nur in dich rein, und das kann auf Dauer nur zu Depressionen führen, und das willst du glaube ich wirklich nicht. Wenn deine Eltern wirklich keine Option darstellen, dann vielleicht wirklcih der Hausarzt (ja, die können dir helfen).

Ich hoffe es hilft dir ein wenig, und wünsche dir noch viel Erfolg.

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Das das nicht mehr normal ist dürfe Dur klar sein.
Zumal es völlig sinnfrei und unrealistisch ist.
Du solltest wirklich psychologische Hilfe in Betracht ziehen, solltest du das Problem nicht alleine aus der Welt schaffen können.
Und dazu brauchst du nun mal deine letern, die aber dafür da sind, dir zu helfen.
Zeig ihnen einfach, dass es dir ernst ist.

LG imakeyourday

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Hallo,
Also so an für sich würde ich auch sagen, das du dringend mal zum Pychatra gehen solltest aber nachdem das für dich momentan nicht in Frage kommt würde ich sagen, du MUSST lernen mit dem Tod umzugehen. Du solltest immer so überlegen: Du kannst bei allem Sterben. Also nicht das ich dir damit Angst machen möchte aber das ist so. Du kannst doof fallen und sterben. Es ist jetzt einfacher gesagt als getan aber es gibt nur eine Möglichkeit : DU MUSST LERNEN, DICH MIT DEM TOD AUSEINANDERZUSETZEN !

Ich bin kein Arzt oder so aber leider ist es so :-). Nun mach dich nicht kirre und genieß den Urlaub !!
Viel Spaß und liebe grüße ;-).

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nach dem langen text halte ich es für möglich, dass du nicht trollst, sondern alles dein blanker ernst ist.

ich bin der auffassung, dass du einen fetten psychischen schuss hast, der dringend einer therapie bedarf. jedenfalls ist das nicht normal.

annokrat

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Also, diese Angst kenne ich. Seitdem ich meinen Führerschein habe und das ist jetzt 7 Jahre her mag ich mit niemand anderem fahren. Das hat wohl mit dem Kontrollverlust zu tun den man hat wenn man andere fahren lässt. Man hat ja schließlich noch was vor im Leben.

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