schlechtes Arbeitszeugnis?

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11 Antworten

Der Rest ist das wichtigste am Zeugnis... daran kann man ablesen, ob sie es wirklich bedauern, jetzt jem anderen einstellen zu müssen oder ob sie froh sind, dich endlich los zu sein. Aber mal ehrlich: nicht gut. Gar nicht gut. In bestem Fall eine 3, eher 4. Warum wurdest du entlassen? Warst du ständig krank? Zu spät? Hast du geklaut? Ständig nur rumgemeckert? Zu langsam? Zu viele Fehler? Hast du vll ein Zwischenzeugnis, mit dem du das vergleichen kannst?

Die Reihenfolge stimmt schon mal nicht. Erst kommt der Arbeitszeitraum ("Fr. Pöhlmann war von dann bis dann als X bei uns tätig..."), dann dein Aufgabengebiet, dann die Beurteilung deiner Arbeitsweise, dein Verhältnis zu Kollegen, Kunden/Auftraggebern/Gästen..(was auch immer zutrifft in deinem Job) und Vorgesetzten.

Zudem findet sich kein einzige "stets" oder "jederzeit". Im Gegenteil, das "in der üblichen Zeit" und die "überwiegend guten Leistungen" deuten darauf hin, dass du lange gebraucht hast, bis du mal selbstständig arbeiten konntest und auch dann noch nicht besonders gut warst.

Sry, aber wenn du nicht länger als ein halbes Jahr da warst, würde ich das Zeugnis gar nicht erst den nächsten Bewerbungen beilegen.

Schreib evtl ein eigenes Zeugnis (kannst im Internet lernen) und leg es dem Chef vor. Nicht übertreiben, aber du kannst dir ja eine 2-3 geben. (Eine 1 bekommst du garantiert nicht unterschrieben.) Wenn du der Meinung bist, dass du im Grunde gut gearbeitet hast, kannst du auch vor's Arbeitsgericht ziehen.

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Kommentar von AmBiTiOuSs
07.10.2011, 15:34

Der rest:

Fr. Pöhlmann verlässt unser Unternehmen auf eigenen Wunsch. Wir bedauern ihr Ausscheiden und danken ihr für die stets guten Leistungen. Wir bedanken uns für die bei uns geleistete Arbeit und wünschen ihr auf ihrem zukünftigen Berufs- und Lebensweg in einem anderen Unternehmen viel Erfolg....

Ich hatte es deshalb nicht reingeschrieben weil ich weiß das "bedauern" gut is ... und naja der satz "uns geleistete Arbeit" eher nicht ...

und nein ich hab selbst gekündigt (war unterfordert) --> Kundenservice (hauptsächlich) .... der chef war sauer und hat mich sofort rausgeschmissen (freigestellt) ... er hatte ja auch gemeint ich bekomme GAR KEIN Zeugnis, habe dann ewig mit ihm diskutiert und ihn aufgeklärt das er verpflichtet ist mir eins auszustellen und dann meinte er: Naja dann wart ma ab was du bekommst

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Das Zeugnis wäre zunächst so im Bereich einer Vier anzusiedeln gewesen,aber mit dem von dir nachgereichten Schlusssatz dürfte es einer drei entsprechen.

Ein Zeugnis muss zwar der Wahrheit entsprechen,aber auch von verständigem Wohlwollen gegenüber dem Arbeitnehmer getragen sein..

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Hallo Fragestellerin,

als Personalerin übersetze ich es dir gern einmal:

"Frau Pöhlmann hat sich in der "üblichen Zeit in ihr Aufgabengebiet eingearbeitet" und hat ihre Tätigkeiten mit zunehmender Selbstständigkeit gewissenhaft erledigt."

Übersetzt: Es hat ewig gedauert, bis wir Frau P. endlich mal alleine arbeiten lassen konnten, ohne dass ihr ständig jemand auf die Finger schauen musste. Sie war zwar langsam, hat aber immerhin keine silbernen Löffel geklaut.

"Sie erbrachte "überwiegend" gute Leistungen. Ihr Erfolg war begründet durch ihr persönliches Engagement und ihre Flexibilität, sich auf neue Aufgaben einstellen zu können."

Übersetzung: Man musste ihr ständig in den Hintern treten, damit sie mal in die Puschen kommt. Wenn Sie erstmal Ingange war, ging es aber einigermaßen.

"Bei der Aufgabenerledigung zeigte Frau Pöhlmann guten Einsatz und verfolgte die ihr gesteckten Ziele und hatte einen Blick für das "Wesentliche" und arbeitet gründlich. Dabei war sie den Anforderungen und Belastungen ihrer Position durchaus gewachsen Ihre Zusammenarbeit mit Vorgesetzten und Kollegen war einwandfrei."

Ü: Nachdem Sie nur noch mit einfachsten Aufgaben betraut war, konnte sie dort immerhin nicht viel falsch machen. Sie mit darüberhinausgehenden Arbeiten zu betrauen war nicht möglich.Immerhin hat sie sich von Vorgestzten und Kunden was sagen lassen, wenn auch längst nicht immer.

Solltest du in einem Job mit halbwegs oder zumindest theoretisch möglichem Kundenkonakt gearbeitet haben, dann deutet es darauf hin, dass man diesen dir nur äußert ungern überlassen hat und es daher lieber gleich unter den Tisch fallen lässt.

Fazit: Mit diesem Zeugnis bräuchtest du dich bei mir nicht mal als Putzfrau bewerben, da könnte dein Foto noch so hübsch sein...

Nicht böse sein, aber du wolltest es wissen.

Gruß, Zillo

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Kommentar von AmBiTiOuSs
07.10.2011, 15:31

Ich war im Kundenservice tätig von daher kann es nicht sein das man mir das ungern aufgetragen hat ;) ... hatte auch die Probezeit bestanden und eben selbst gekündigt weils zu anspruchslos war (bin eig. gelernte Industriekauffrau) ...

Dank dir jedenfalls für die Antwort ... kann man damit zum Arbeitsgericht? Weißt du da was?

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in der "üblichen Zeit in ihr Aufgabengebiet eingearbeitet" = durchschnitt, nichts aussergewöhnliches - 2-3

Tätigkeiten mit zunehmender Selbstständigkeit gewissenhaft erledigt = anfangs planlos, positive entwicklung, jedoch meist nicht sooo genau - 2-3

"überwiegend" gute Leistungen - oftmals nicht schlecht gearbeitet, jedoch auch sehr viel nicht zufriedenstellendes abgeliefert - 3 -4

Ihr Erfolg war begründet durch ihr persönliches Engagement und ihre Flexibilität, sich auf neue Aufgaben einstellen zu können = zeigt sich begeistert und stellt sich auf neue situationen ein - 2

guten Einsatz und verfolgte die ihr gesteckten Ziele und hatte einen Blick für das "Wesentliche" und arbeitet gründlich = durchschnittlicher arbeitsaufwand, die ziele wurden vorgegeben, keine eigenen ideen, arbeitet zufriedenstellend - 3 -4

Anforderungen und Belastungen ihrer Position durchaus gewachsen - potential zwar vorhanden, jedoch erwartungen nicht vollständig erfüllt - 3

Ihre Zusammenarbeit mit Vorgesetzten und Kollegen war einwandfrei = das wort "stets" fehlt, deshalb kann man davon ausgehen, dass du schon mal angeeckt bist - 2 - 3

das abschliessende "Blabal" ist insofern wichtig, dass man hier ersehen kann, dass du gemocht wurdest

insgesamt ist das ein zeugnis, dass mir zeigt, dass du noch jede menge entwicklungspotential aufzuweisen hast. allerdings scheint dir der aufwand für den erfolg und die selbständigkeit zu hoch zu sein oder du bist noch nicht bereit dazu. man hatte zwar große erwartungen und hoffnungen, die du jedoch nicht zur allgemeinen zufriedenheit erfüllen konntest. du konntest rationell arbeiten, dich auch einbringen, jedoch schien die luft relativ schnell raus gewesen zu sein.

ich gehe davon aus, dass ich es mit einer kollegin zu tun haben könnte, die zwar sehr begeisterungsfähig ist, aber nicht ausdauernd und zielstrebig an den prozessen arbeitet, um die ergebnisse bestmöglich zu optimieren.

allerdings bezweifle ich, dass dieses zeugnis durchgehend codiert ist. einige beschreibungen bestätigen meine zweifel. oftmals wird so bei praktikabewertungen vorgegangen.

du kannst das zeugnis ändern lassen. es sollte klar und verständlich sein und keine möglichkeit der mehrdeutigen auslegung bieten.

lg :)

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deutsche wundert sich warum sie haben so viele arbeitslosen die wollen nicht arbeiten. wenn man in einer Arbeit schlimm war, das heisst nicht dass in anderer Arbeit auch schlimm wird. Mit solche Arbeitszeugnis Menschen haben keine Möglichkeiten weiter gehen. Und dann bekommen Hartz IV, sitz zu Hause zufrieden, und das arbeitende Volk muss diese “Schmarotzer” durchfüttern.

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Naja der Renner ist das nicht und das würde ich auch so nicht hinnehmen.Du kannst sogar ein eignes Zeugnis schreiben und es von deinem Chef unterschreiben lassen.

Unterstützend würde ich mir aber jetzt einen Rechtsanwalt an deine Seite holen der für dich in Widerspruch geht und auch das Zeugnis gemeinsam mit dir aufsetzt. Ich hoffe du hast nicht solange gewartet, denn der Widerspruch muss zügig revidiert werden.

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Kommentar von AmBiTiOuSs
07.10.2011, 15:13

Ja ich war eig eine super mitarbeiterin so ist das nicht, allerdings hat es dem chef nicht gefallen das ich gekündigt hab und naja lange geschichte jedenfalls hatte er mir mit schlechtem zeugnis gedroht, daher dacht ich mir das fast ... kann man dagegen nicht was machen? (Arbeitsgericht oder so)? Anwalt wäre etwas teuer :( ...

Habe das Zeugnis heute erst bekommen (obwohl ich seid Juli nicht mehr dort bin) auch das hatte er mir angekündigt, er wollte gar keins schrieben ...

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Entspricht einem Befriedigend,denn einige Abstriche sind im Text enthalten.Überwiegend heisst,die Leistungen waren nicht immer optimal.Deine Aufgaben hast du "im wesentlichen"erledigt,aber auch nicht 100%.Im Ganzen liest es sich,das du etwas "langsam"warst.Und es fehlt der Begriff Eigeninitiative.

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Autsch... das ist kein gutes Arbeitszeugnis. würde es so bei Schulnote 4 ansiedeln.

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Naja könnte besser sein. Wir haben mal so Formulierungen in Arbeitszeugnissen in meiner Wirtschaftsschule durchgenommen und da ist man dann schon überrascht, wenn da was drin steht - was sich zwar gut anhört - es aber in Wirklichkeit schlechter als man denkt, ist.

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Kommentar von AmBiTiOuSs
07.10.2011, 15:18

Ich dachte mir eben das es schlecht ist ;)

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"... erbrachte ÜBERWIEGEND gute..." sowie "... auf neue Aufgaben einstellen zu KÖNNEN" besagt ganz einfach - wenn sie WOLLTE, dann KONNTE sie! Aber eben nicht immer!

"... Zusammenarbeit ... war einwandfrei." In der meisten Zeit jedenfalls ... Denn besser wäre "stets einwandfrei".

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Eher mittelmäßig bis schlecht.

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