Schlecht bezahlte Akademiker

4 Antworten

Finanziell lohnt sich meiner Meinung nach heute immer noch jedes Studium - aber Informatik ist nach meiner Meinung die finanzkräfigste Richtung in der Zukunft.

Schau doch mal in die Statistiken für Akademiker bei der Agentur für Arbeit (online).

Beispiel: S. 22 http://statistik.arbeitsagentur.de/Statischer-Content/Arbeitsmarktberichte/Akademiker/generische-Publikationen/Broschuere-Akademiker-2012.pdf

Auf manchen (wenigen) Seiten von Universitäten steht auch beim Studiengang dabei, wie die Berufschancen aussehen.

Ingenieurwissenschaften, vor allem Maschinenbau, und Medizin (-> Radiologie) bringen wohl das meiste Geld und die Chancen auf dem Arbeitsmarkt sind höher als bei vielen anderen Fächern. Ich würde persönlich von reiner BWL, Geschichte, Soziologie, Kunst, Philosophie, Japanologie und ähnlichem abraten. Ich kenne Leute, die mit diesen Fächern nicht mal Prakitkumsplätze finden. Lehramt Deutsch, Englisch, Biologie gibt es scheinbar auch zu oft. Das kannst du auf der Seite vom Bundesministerium für Bildung un Forschung herausfinden.

was sagts du denn zu Architektur??

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@Lia933

Das studieren meiner Meinung nach auch viel zu viele.

Auch, weil viele ein falsches Bild vom Architekturstudium haben. Das ist eben nicht nur zeichnen und reich wird man in Deutschland wahrscheinlich auch nicht mehr damit.

Vor 2 Jahren, als ich mich über Studium und den dazugehörigen Arbeitsmarkt informiert habe, habe ich unzählige Artikel über Arbeitslosigkeit unter Architekten gelesen. Allerdings findest du, wenn du "Architektur", "Studium", "Arbeitsmarkt" usw. googelst, genügend Artikel, die beschreiben, wie die Arbeitslosigkeit unter Architekten sinkt. Wie seriös diese Artikel sind ist eine andere Frage... Wenn du dir beispielsweise mal die Zahlen für Arbeitslosigkeit im Bereich Architektur/Bauingenieurwesen in der oben verlinkten Statistik ansiehst, wirst du lesen, dass 8,7% der Arbeitslosen in diesem Bereich 400 Personen entspricht. Das heißt 2011 gab es in Deutschland 8046 und 2012 dann 7346 Arbeitslose in diesem Bereich. Diese Zahlen sind aber auch nicht allzu ernst zu nehmen, da auch in der Statistik gerundet wurde. Außerdem weiß man ja nicht, ob all diese Personen nur arbeitslos sind, weil die Nachfrage zu gering ist.

Wenn es dir aber gefällt, dann studier es! Du wirst kein Studium durchziehen können, dass dich kein Bisschen interessiert. Sein "Lieblingsfach" zu studieren und darin so gut zu sein, dass man Chancen auf gute Jobs hat, ist schon anstrengend genug. Mangelndes Interesse erschwert das Ganze erheblich.

15 Punkte im Kunstkurs sind allerdings kein Grund Architektur zu studieren, wie ich finde. Egal was du studieren wirst, als Akademiker hast du im Allgemeinen die besten Chancen auf gut bezahlte Arbeit. Die besten Chancen hast du, meiner Meinung nach (!), wenn du ein Fach studierst, in dem du "Arbeiten" lernst. Ein Informatikstudent lernt ab der ersten Vorlesung schon zu programmieren und ist nach dem Studium theoretisch direkt im Beruf einsetzbar. Gleiches gilt für Medizinstudenten, Chemiker, Biologen etc. In Fächern wie Geschichte, Soziologie usw. erlernt man wissenschaftliche Arbeitsweisen (viel Textarbeit), die in der Berufswelt nicht mehr gefragt sind. Ich kann mir keine Firma vorstellen, die einen Soziologen oder Historiker für Analysen beschätigt. Absolventen solcher Studiengänge sind dann in anderen Bereichen tätig. Ein ehemaliger Kommilitone (Bachelor in Soziologie), ist Journalist und testet Computerspiele ein anderer (B. in Japanologie) arbeitet jetzt bei einem Buchverlag.

Wirklich verbindliche Antworten kriegst du bei Studentenberatungsstellen (z.B. die von der Agentur für Arbeit). Da kannst du einfach mal eine Mail schreiben, dass du Hilfe bei der Entscheidung für ein Studium brauchst und dazu Informationen über den Arbeitsmarkt benötigst. Manche Versicherungen bieten so etwas auch an. Ich wurde damals von einem Sachbearbeiter meiner Versicherung besucht und er hat mir auch gleich mal Arbeitsmarkt-Statistiken, Informationen über Einstiegs- und Durchschnittsgehalt etc. vorbeigebracht.

Verlass dich aber nicht auf die Meinung Fremder im Internet. Such dir verlässliche Quellen zum Arbeitsmarkt, Durchschnittgehälter usw. Um dir dann einen genaueren Überblick über das Studium zu verschaffen, gehe auf die Seite einer Universität, lade dir dort das "Modulhandbuch" oder den "Studienplan" / "Prüfungsplan" herunter und sieh dir an welche Fächer (=Module) du belegen musst und was du in diesen lernst.

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@Soleima

Viel Dank für eure Antworten! habt mir wirklich sehr geholfen :)

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Alles mit Sprachen, Archäologie und Geschichte. Zumindest, solange es sich dabei um Brot und Butter-Sprachen wie Englisch, Französisch u.ä. handelt.

Wer mit Sprachen gutes Geld verdienen will, der sollte lieber Chinesisch lernen (kein Witz!).

Aber generell sind die meisten Geisteswissenschaften ein Fall für den "teuersten Taxischein der Welt."

Und wer dann auf die Idee kommen sollte, dann macht man eben "Deutsch/Englisch auf Lehramt"; der sollte sich mal genau anschauen, welchen Examensschnitt man momentan in den meisten Bundesländern für eine Verbeamtung benötigt, wieviele Lehrer da noch gebraucht werden und wieviele danach arbeitslos auf der Straße rumstehen.

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ich freue mich über eure Antworten!

Viele Grüße Pascal

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