Schlaufzügel beim reiten? :(

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Das Ergebnis basiert auf 3 Abstimmungen

Einmal probiert, danach hatte mein Pferd keinen Spaß an der Arbeit mehr 33%
Mein Pferd läuft dadurch besser 33%
Ja, warum nicht 33%
Ich nehme lieber normale Ausbinder 0%
Ein- zwei Mal ist okay 0%
Auf keinen Fall, das ist reine Tierquälerei 0%

8 Antworten

Also erstmal sind Schlaufzügel für richtige WAHRE Reiter absolutes TABU-THEMA. Habt ihr es mal versucht, dass Pferd zu beruhigen, viel Boden arbeit und dann mit zügel am Longiergurt probiert (natürlich nach und nach erst laaaangsam daran angewöhnen)? Und so etwas dauert - dauert sehr lange. Oder hat das Pferd irgendetwas mit den Wangen-Muskel? Das er den Kopf von alleine nicht mehr runter kriegen möchte bzw. kann?

Aber schlaufzügel sind und bleibt tabu. Schlaufzügel können mehr kaputt machen als alles andere. Sie können das Pferd/Pony so hart im nacken & maul machen das es später gar nicht mehr darauf reagiert. Unter lass es mit SLZ zu reiten. Und eure großen Tunier reiter ala S & Grand Prix, haben sie nur eine gewisse weile hinbekommen? Jeder reiter schafft das auch ein A/L Reiter! Und A/L reiter wenn sie richtig qualifiziert sind, sind fast genauso gut wie S reiter - nur das sie noch diese bestimmten Lektionen nicht reiten.

Wenn ich es lese Schlaufzügel, kriege ich absolute Hassanfälle! Wieso reden alle davon mit HILFSZÜGEL? Egal ob Schlauf oder oder oder! Nur bei Longieren sollte sowas existieren, aber reiten könnt ihr doch hoffentlich alle selbst?! Ich sehe Gerte ein als Hilfsmittel..... aber keine unter-druck-setz mittel. grh.

Sorry. Aber.. Übung macht den meister, viel Boden arbeit, viel vertrauen zu dem pferd UND KEINE TAUSENDE PERSONEN an einem tier. Ruhe bewahren, dass pferd spielerisch lehren und etwas beibringen usw.

Einmal probiert, danach hatte mein Pferd keinen Spaß an der Arbeit mehr

Ich kann dich gut verstehen... wenn es alle machen, hat man fast sowas wie Gruppenzwang und wird als Komiker oder "Alternativler" abgestempelt, wenn man es ohne versucht. Ich würd es aber an deiner Stelle trotzdem nicht probieren, da du dem ganzen ja sowieso schon sehr kritisch gegenüberstehst. Außerdem sind Schlaufzügel meiner Meinung nach sowas von unnötig...

Ich gebe zu, ich hab sie selber schon verwendet.... Ein (selbst verschuldet) total verrittenes Pferd, null Geduld und eine Kollegin, bei der das mit dem Rundreiten viel schneller funktioniert, da greift man aus Frust und Unwissen zu dämlichen Methoden. Nachdem meine ansonsten zuverlässige und immer freundliche Rennsemmel dann aber plötzlich mit so Spielereien wie unterm-Sattel-davonrennen, Steigen und Buckeln angefangen hat, hab ich die Schlaufis als Trockenleine für die Satteldecken umfunktioniert und es auf herkömmliche Weise versucht. Siehe da, es geht ja doch...

Nachdem du aber sagst, dass sogar Grand-Prix-Reiter sie nicht durchgängig durchs Genick bekommen, drängt sich mir die Frage auf ob sie physiologisch durchgecheckt wurde? eine Ohrspeicheldrüsenentzündung tut nämlich besonders dann weh, wenn Druck drauf kommt (beim "Kopf-schön-halten" zB). Wenn Halswirbel verschoben sind, kann sie sich auch nicht aufrichten. Läuft sie sonst auch eher mit geradem Hals rum oder rollt sie sich schon auf, zB wenn sie fremde Pferde begrüßt?

Dass sich ein Pferd so ganz und gar ungern durchstellen lässt, weist auf ein körperliches Problem hin, und das kriegt man mit Schlaufzügeln nicht wieder gesund.

Wirklich schwierig zu beantworten...Ich selbst kenne leider viele Reiter, die sich damit selbst täuschen. Schlaufen drauf, das Pferd hat die Birne unten und alle denken, die könnten toll reiten. Aber wenn man mal genauerhinschaut, dann sieht man, dass es nur zusammengezerrt ist. Also die Schlaufzügel sind wirklich unter Dauerspannung.

Einer hatte sogar mal ne Stute, da ist ein Paar Schlaufzügel geplatzt, so hatte der sie zusammengerupft....da konnte ich mir natürlich einen Kommentar "Der Klügere gibt am Ende immer nach" natürlich nicht verkneifen...

Ich hab selbst auch schonmal ein Pferd regelmäßig mit Schlaufzügeln geritten. Der kannte das von seiner Besitzerin nicht anders und ich hab ihn dann im Unterricht auch so geritten. Allerdings hingen die die meiste Zeit durch und nach ner Zeit brauchte ich sie dann zum Glück auch nicht mehr, weil ich ein viel besseres Gefühl für das Pferd bekommen hatte und es auch ohne Schlaufzügel geschafft hab das Pferd ordentlich zu gymnastizieren.

Bei meinem eigenen Pferd stellte sich die Frage erst gar nicht, da er von Natur aus immer einer war, der sich eher aufgerollt hatte statt sich gegen die Hand zu wehren.

Ob du es ausprobieren solltest oder nicht kann ich dir wirklich nicht raten. Grundsätzlich denke ich, dass Plattschnackers Vorschlag vorzuziehen wäre. Falls das nicht geht, probier es aus, achte aber darauf, dass es keine Dauerlösung wird und versuche, so wenig Druck wie möglich auf den Schlaufen zu haben.

Ja, warum nicht

Hallo :)

Probieren geht über Studieren :))

Versuch es, wenns klappt ist es toll, wenn nicht weiter versuchen ...

Ich würde dir raten, vorwärts ab wärts zu longieren. Es gibt so Longierhilfen, wir nennen den Faulenzerzügel, das ist ein Strick der an den Enden jeweils ein Karabiener hat. Die Karabiener kommen ans Gebiss und das Seil zwischen den Beinen auf den Rücken vom Pferd :) Seit ihr sicher das alles oke mit ihrem Rücken, Zähnen,Wirbel, Sattel, ect ?? Lasst das prüfen :)) Bei uns haben Physiotherapeutin und Heilpraktikerin Wunder gewirkt :) Bei mir war das so : Wir sind gestürtzt und ab da ist er nicht mehr am Zügel gegeangen... Dann riet uns ne Bekannten zur Physio und die hat rausgefunden, dass jeder zweite Halswirbel rausgesprungen war.... Jetzt geht alles wieder wunderbar :))

Liebe GRüße und ich hoffe ich konnte dir helfen ;)

P.S. und wenn man das richtig macht, ist das auf kein Fall Tierquälerei! Versuchs am besten mit nem Reitlehrer :))

Oh bitte, Schlaufzügel gehören in die Hände von Profis, und das scheinst du nicht zu wissen! Wie man ihre Frage so ließt, ist sie vill mittelfortgeschritten, und solche Leute dürfen keine Schlaufzügel in die Hand nehmen, sogar machne guten richten Schaden damit an.

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@charli97

Deswegen, sag ich ja mit einem RL ... Der sagt ihr dann schon, ob das gut ist oder nicht ...

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Für dein Problem sind weder Schlaufzügel noch Ausbinder geeignet!

Wie weit ist das Pferd denn ausgebildet? Ist das schon länger/immer so?

Mal grundsätzlich:

Das Pferd geht immer so, wie es geritten wird!

Um durchs Genick zu kommen muss das Pferd zunächst mal locker und taktrein gehen. Das muss der Reiter erreichen um überhaupt weiter zu kommen. Fang mit dem Pferd nochmal ganz unten an. Überprüfe zunächst mal alle Ausrüstung auf Passgenauigkeit. Dazu gehört auch das Gebiss!

Überprüfe deinen Sitz. Sitzt du vielleicht schief oder zu wenig ausbalanciert? Passt deine Haltung auf dem Pferd oder hat sich irgendwo ein Fehler eingeschlichen? Sind deine Hände weich genug? Wie sensibel bist du bei der Hilfengebung?

Am besten befragst du hierzu einen guten (!!) Reitlehrer, der auch kleinere Fehler erkennt.

Erst wenn du hier alle Fehler ausschließen kannst, fängst du beim Pferd an. Mach es wieder sensibel für deine Hilfengebung, arbeite zunächt mal an der losgelassenheit, sieh zu dass es gerade gerichtet ist, reite vorwärts-abwärts, alles NICHT mit dem Ziel es durchs Genick zu reiten, das kommt später.

Insgesamt würde ich dir raten, hier ebenfalls einen Reitlehrer hinzuzuziehen, der die Prozedur anleitet. Leider haben viele Reitlehrer ihr "Schema F" im Kopf, deswegen schau, dass es jemand ist, der wirklich auf das Problem eingehen kann und die Geduld mitbringt.

Mein Pferd läuft dadurch besser

ich habe sie allerdings trotzdem nur extrem selten genutzt.

Seitdem ich auf Western umgestiegen bin, nutze ich die Schlaufzügel nur noch beim longieren und auch dort nur ganz selten. Es soll nur unterstützend für das Pferd sein, damit es sich leichter tut den Kopf runter zu nehmen. Teste es doch einfach mal, vielleicht hilft es deinem Pferd, vielleicht auch nicht...

Ich finde es schon echt traurig, dass ein "Turnierstall" nicht ohne derartige Hilfen reiten kann.

An Schlaufzügeln scheiden sich ja die Geister - ich selber benutze keine, denn ich bekomme alle Pferde über den Rücken an das Gebiss durch aktives Vorwärtsreiten und häufiges Geländereiten mit Klettern und auch dem Überwinden kleinerer Hindernisse - da kommt das fast von alleine. Bei den Pferden, die dauerschlaufzügelgeritten sind, da dauert das aber länger, wirklich.

Wenn ich im Unterricht reite heißt es immer "nimm den mehr auf, das ist keine Remonte" oder "Du reitest wieder mit Fahrleinen", d. h. ich reite eben mehr über den Sitz als über den Zügel.

Also, raus aus der Halle und ab ins Gelände - frisches, aktives Reiten von hinten nach vorne, so dass das Tier untertreten und vorwärts-abwärts laufen LERNT, das wäre mein Rat.

Viele, zu viele Pferde werden nur noch dressurmäßig geschrubbt, sehen nur noch Halle und Platz - das bringt auch nichts. Abwechslung und das jeden Tag - das führt zu einem motivierten Pferd, welches trittsicher wird, welches den Rücken aufwölbt, Bauchmuskeln bildet.

Mach doch auch Cavaletti-Stunden mit, das Traben mit vorgegebener Hand über Stangen fördert das Nasesenken und das Aufwölben des Rückens.

Ich habe schon viele reine Dressurreiter mit ins Gelände genommen, ALLE haben danach bemerkt, dass ihre Pferde auch in der Dressur deutlich besser liefen! Und sie haben begriffen, dass V/A-reiten IMMER VOR DER AUFRICHTUNG KOMMT !!

Schlaufis braucht es also nicht - ist eine reine Bequemlich der Reiter, die sich nicht anstrengen wollen - das wird IMMER ein Eigentor, denn wenn sie die Dinger wieder ablegen, z. B. beim Turnier ist alles noch viel, viel schlechter.

Selbst 100 DH´s wären zu wenig für diese wirklich perfekte Antwort! Genau meine Meinung!

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Am zu- wenig- ausreiten kann es leider nicht liegen, wie reiten mit unseren Pferden mind. (!) einmal in der Woche raus, wir sind in der Frühlings und Herbstzeit aktive Schleppjagdreiter. Hinzu kommt noch die wöchentliche Springstunde... Das mit der Cavalettiarbeit hat aber leider auch nicht wirklich geklappt, als wir es mehr- und regelmäßig gemacht haben.

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Sehr schön ;-)

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@little0cookie

wie reiten mit unseren Pferden mind. (!) einmal in der Woche raus,

Auf das WIE kommt es an - aktives reiten oder sich tragen lassen sind ja zwei paar Schuhe.

Und auf Schleppjagden muss man ja wenig tun... Ich reite selber Jagden und da sind viele Reiter bei, deren Pferde einfach mitlaufen und sogar mitspringen - manchmal hat man den Eindruck "das Pferd sprang TROTZ Einwirkung des Reiters". :))

Hinzu kommt noch die wöchentliche Springstunde... Das mit der Cavalettiarbeit hat aber leider auch nicht wirklich geklappt, als wir es mehr- und regelmäßig gemacht haben.

Springstunde klappt, Caveletti-Training nicht? Das würde mir zu denken geben, denn dann sollte man erst einmal an der Basis arbeitet und ein wenig mehr Geduld haben, mehr Longieren.

Sei nicht böse, aber je mehr ich dazu lese, desto mehr bezweifle ich A-L-Kenntnisse und dass die Schlaufzügelreiter dieses Pferd aufgegeben haben, das liegt mehr an deren Faulheit und mangelnden Kenntnissen i. S. Pferdeausbildung. Denn Takt und Losgelassenheit sind einfach nicht da und dann kann man noch nicht weitergehen...

Du wirst Di einen sehr, sehr erfahrenen RL suchen müssen!

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Für mich ist ein Widerspruch in deinen Text. Erwähnst was von sinnloser Trend aber ob du das doch mal ausprobieren solltest. Ich weiß nicht, ob ich das richtig gesehen habe, sonst entschuldige!

Ich persönlich empfinde es als Trend, auch wenn >>sinnlos<< nicht das richtige Wort war... Ich meinte es so gesehen als "letzte Rettung"

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