Schlaganfall/Hirninfarkt, welche Hilfen gibt es für Angehörige?

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5 Antworten

die caritas macht auch sozialberatung. es gibt den sozialpsychiatrischen dienst. und es gibt selbsthilfegruppen.

diakonie hat wie die caritas ein breites spektrum an angeboten. frauenhaus ist die falsche adresse.

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Der VdK ist wahrscheinlich nicht die richtige Anlaufstelle. Ich habe für mich die Erfahrung gemacht, daß es ein ziemlich lahmer Verein ist. Entweder man hat keine Zeit für Dich oder es dauert ewig, bis "man geholfen wird".

Ich selbst habe etliche gesundheitliche Einschränkungen (u. a auch eine Hirnblutung, allerdings nicht so schlimm wie bei Deinem Vater) und kämpfe seit einem halben Jahr mit Behörden, Ämtern, Krankenkasse und Versicherungen.

Als erstes würde ich Dir empfehlen, mit der Krankenkasse Kontakt aufzunehmen, die meisten haben inzwischen Pflegeberatungsstellen, die muß man aber extra anfordern, damit die Beratung auch bei Euch zu Hause durchgeführt wird. Da Dein Vater bereits die Pflegestufe hat, dürfte es um einiges einfacher sein.

Was willst Du mit dem Frauenhaus? Deine Mutter will doch sicher Deinen Vater nicht allein lassen, oder? Meistens werden in diesen Häusern Frauen und minderjährige Kinder, die von Männern bzw. Vätern verprügelt werden, untergebracht. Vermutlich würde Deine Muttter dort gar nicht erst aufgenommen.

Bei vielen Städten oder Landkreisen gibt es Seniorenberatung, oftmals auch über die Gesundheitsämter, je nach Bundesland. Da muß man sich einfach durchfragen,, wobei "einfach" nicht das richtige Wort ist. Wie schon gesagt, ich bin seit einem halben Jahr dabei, "einfach" zu fragen, und habe gestern und kommenden Dienstag zum ersten Mal Leute da, die sich damit auskennen.

Deiner Mutter wäre sicher auch mal mit einer Kur geholfen oder mit der Wegnahme des finanziellen Drucks, wobei der letztere Punkt sicher der wichtigere ist, danach kommt alles andere auch. Habt Ihr mal gecheckt, ob es irgendwo Wohngeld geben kann, eine andere Wohnung in Betracht käme oder auch, so hart wie es klingt, ein Pflegeheim für Deinen Vater? Ich weiß von mir, daß das Heim sicher keine Alternative wäre, ich würde entweder die Sation übernehmen oder eine Achterbahn daraus machen, aber Dein Vater hätte Aufsicht und Pfleger um sich, Deiner Mutter dagegen wird es von Monat zu Monat schwerer fallen, ihn zu versorgen. Habt Ihr schon das Versorgungsamt eingeschaltet? Da geht es um Schwerbehinderung.

Ich weiß, das sind alles keine wirklichen Hilfen, auch ziemlich durcheinander aber das war das, was mir jetzt auf die Schnelle einfiel. Wenn Du noch eine Frage hast, sag einfach Bescheid, es gibt ja im Sozialgesetzbuch viele Paragraphen, die man zu Rate ziehen kann, dazu sind aber Deine Infos nicht ausführlich genug. Bis dahin alles Gute für Deinen Vater und meld Dich einfach wieder. LG

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lieblingsmam 05.12.2015, 18:20

Ich kann Deine Erfahrung bei der VDK nicht bestätigen, ganz im Gegenteil!

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Negreira 05.12.2015, 20:04
@lieblingsmam

Ich habe auch immer nur Gutes vom VdK gehört, eine Freundin schwört drauf. Aber ich habe in 2 verschiedenen Orten gewohnt, wo ich beidesmal tätig werden mußte und der VdK in der Ecke gesessen hat, so wie jetzt auch. Ich ärgere mich 3 mal täglich. Wenn Du ja jemanden da hast, der ok ist, umso besser.

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Kaoma 06.12.2015, 13:59

Dankeschön für deine Antwort. Du hast es genau auf dem Punkt gebracht.

Meine Mutter braucht quasi jemanden der sie an die Hand nimmt und den richtigen Weg weißt. Ich werde ihr gleich morgen vorschlagen bei der Caritas anzurufen und einen Termin zu vereinbaren. Sie tut sich so unglaublich schwer mit Behördengängen/Ärztebesuche etc. genauso wie mit dem telefonieren. Und jeder legt einem Steine in den weg. Der Hausarzt möchte die notwendigen Tabletten am liebsten gar nicht verschreiben, nur mit ganz viel murren, laut Aussage meiner Mutter und der Neurologe war derart herabwürdigend zu ihr, dass sie dort eigentlich nicht mehr hingehen möchte. Von allen Seiten kommt einem keine Hilfe sondern nur Unmut und Inkompetenz entgegen. So empfindet meine Mutter es zumindest. Ich glaube sie lässt sich da auch leider viel zu schnell abwimmeln.

Ein weiteres Problem was sie hat wenn es zu Ärzten geht ist dass mein Vater sich vorbildlich benimmt, zu Hause sich aber fürchterlich aufführt. Genauer möchte ich da nicht ins Detail gehen, dass ist zu ekelhaft. Auf jeden fall ist er ziemlich agressiv und zornig geworden was immer schlimmer wird. Er ist auch furchtbar eifersüchtig auf meinen Sohn, seinen Enkel! Dann bekommt natürlich mein Sohn die meiste Aufmerksamkeit meiner Mutter und nicht mein Vater. Mein Sohn ist 1 1/2 Jahre alt und es klingt sehr gemein, aber mein Vater ist auf dem selben Stand wie mein Sohn. Also durch und durch "Ich-Bezogen". Er hat kein Sozialvethalten mehr. Meine Mutter hat einmal versucht ihn in ein Tagespflegeheim zu bringen. Er wollte ihr auf dem Weg dort hin ins Lenkrad greifen...! 

Sehr viel Text, ich hoffe es ist einigermaßen Verständlich was ich geschrieben habe.

Ich wünsche dir auf jeden Fall alles erdenklich Gute! 

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Negreira 06.12.2015, 15:55
@Kaoma

Ich schicke Dir eine PN, dann brauchst Du hier nicht alles auszubreiten, vielleicht kann ich Dir noch ein paar Tipps geben, ok?

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Negreira 06.12.2015, 20:53
@Negreira

Mir ist gerade noch ein Faltblatt in die Hände gefallen, vielleicht kannst Du da mit Deiner Mutter Hilfe holen, die stehen auch im Internet: "Selbstbestimmt ins Leben". Ansonsten mußt Du sie wirklich an die Hand nehmen, wenn ich Dir helfen kann, laß es mich wissen.

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ich bin in so einer ähnlichen situation..mein großvater hatte vor 15 die diagnose parkinson bekommen..anfangs wars nur leichtes zittern, jetzt ist es so weit,dass er nicht mehr laufen kann ohne seine tabletten und dement ist
meine oma war auch total gestresst mit der situation aber auch wir enkel und kinder. wir haben uns dann für eine pflegerin entschieden.. dadurch wurde uns das um einiges erleichtert. ich selbst habe mir vorgenommen, dass ich mich mindestens einmal am tag mit ihm unterhalte und über einfache sachen wie das wetter usw. rede...manchmal rede auch nur ich..ich erzähle ihm dann wie mein tag war
was ihr auf keinen fall machen dürft ist, dass ihr euch zurück zieht.. er muss wissen, dass ihr ihn immer noch liebt! 
ich hoffe ich konnte dir damit ein bisschen helfen! viel glück weiterhin! gruß

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Kaoma 04.12.2015, 18:59

Danke Dir für die schnelle Antwort. Ich wünsche euch auch alles Gute.

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um wen geht es? um deinen vater oder um diene mutter?

ja es ist schlimm wenn man verwande hat in pflegestufe 3. auf jeden fall auch einen behinderten ausweis beantragen das macht in der steuer was aus.

es kommt einen punkt wo man als angehörige überfordert sein muss? das könnten dann die provies besser? aber man möchte oft dieses nicht weil es verwante sind oder man in liebe nicht weggeben möchte?

aber die frage ist nicht was man möchte sondern die frage sollte sein wie sorge ich am besten für den betroffenen?

natürlich kostet fachliche hilfe sehr viel geld? und da könnte das vermögen schnell aufgebraucht sein? auch eine selbständigkeit kann schnell weg sein?

die spielregeln der hilfe machten unser rente ist sicher politiker? da hilft jammern nicht nicht viel.

es gibt beratungstellen die ihr denke ich kennt ( bei pf. stufe 3) es wird wohl eher eine entscheidung anstehen.

die ehe frau oder mutter wird das problem sein, da könnt ihr euch nur hilfe holen um mal ein klärendes gespräch führen (vieleicht mit fachleuten) wo die grenze ist selbst pfelge in die hand nehmen?

auch das geld? ja im zweifel das sozialmat? dort möchte viel nicht hin?

aber es ist ein stück realität?

vermutlich hat man keine zeit in eine sebsthilfegruppe pfegende zu gehen?

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Kaoma 06.12.2015, 13:38

Vielen Dank für deine Antwort. 

Den Hirninfarkt hat mein Vater erlitten und meine Mutter pflegt ihn. 

Ja der Gang zur Behörde wird wohl der richtige Weg sein, meine Mutter davon zu überzeugen ist aber sehr nervenaufreibend. Leider. Viele Anregungen die ich ihr gebe werden gar nicht angenommen. Sie ist völlig überfordert. Aber sie ist diejenige mit der eingeschränkten Betreuung. Sie muss dort anrufen, Termine vereinbaren und sich durchfragen. Und dort liegt ihr Problem, sie kann es nicht. Sie ist an dem Punkt wo nichts mehr geht. Sie wird sofort abgewimmelt von der Krankenkasse, der Neurologe von meinem Vater putzt sie regelrecht runter und der Hausarzt will ihr am liebsten die Tabletten von meinem Vater nicht verschreiben. Kostet ja schließlich Geld und das Jahr ist so gut wie zu ende.

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robi187 06.12.2015, 16:23
@Kaoma

also wenn du der meinung bist das eine mutter die betreuung nicht gut mache kannst das dem gericht mitteilen. ich würde aber vorsichtig sein wenn kein ersatz bekannt sind. die berufsbetreuer sind meist sehr kurz angebunden.

rufe am besten mal die telefonseelorge an die kennen meist die örtliche bertungstellen?

auch deine mutter wird ja nicht die jüngste sein und es gibt ja auch was wie alterstarrsind? und perfekte altenbetreuung gibt es nicht.

meist sollte man mit viel genzen und grenzüberschreitungen rechen?

es ist sehr schwer was zu sagen wenn man ausenstehnder ist. wir hatten das glück dass eine krankenschwester war (von 2 angeheirate und deiner die dummen fragen stellte) und die kinder mit opa die tenscheidungen trafen. und das ging sehr gut.

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Wende Dich an die VDK. Wenn Du dort Mitglied wirst ( zu kleinen Beiträgen ) wird Dir dort geholfen. http://www.vdk.de/deutschland/

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Kaoma 04.12.2015, 19:00

Da werde ich mich gleich mit meiner Mama reinlesen und anmelden. Vielen lieben Dank

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