Schlaganfall im Sprachzentrum - Wird das wieder?

5 Antworten

Das kommt vor allem darauf an, ob jetzt schnell genug behandelt worden ist und wie schwer der Schlaganfall war/ist. Also kann Dir hier diese Frage niemand wirklich beantworten. Es kann sein, dass er bald wieder normal sprechen kann, es kann aber auch anders laufen. Verstehen wird er Euch aber in aller Regel trotzdem, wenn nicht gerade weitere Hirnareale sehr geschädigt sind. Aber - wie gesagt - das ist alles sehr spekulativ!

Kann alles sein. Wenn er noch zu Hause ist, dann könnten ihr ihn fragen, ob er ihr verstehen kann, oder könnt ihre etwas schreiben lassen, oder einfache Bewegungen mit dem Mund machen lassen. Wenn er im Krankenhaus ist, dann machen diese Proben die Ärtzte mit. Dann können sie sagen, ob er mir der Sprache oder mit der Koordination Probleme hat.

Wenn man beim Schlaganfall vom betroffenen Sprachzentrum ausgeht, also eineAphasie besteht, so bedeutet das immer, dass die Sprechfähigkeit eingeschränkt ist, das Bilden der Wörter mit Hilfe der Mundmuskulatur, der Zunge und des Rachens.

Es hat keinen Einfluß auf die Fähigkeit in 2 Sprachen zu denken!

Die Bilingualität betrifft in dem Fall die kognitive Leistung, und dieses Zentrum ist wiederum wo anders angesiedelt.

Ob sich die Aphasie wieder gibt, hängt im Wesentlichen von der Reha ab und inwieweit Dein Großvater gewillt ist mitzuarbeiten.

Jehr mehr er sich hängen läßt, umso weniger gibt es Fortschritte im Sprachbereich.

Ich hatte während meiner Reha nach meinem Schlaganfall einen Mitpatienten, der auch eine Aphasie hatte. Das Tragische in dem Fall, er war von Beruf Synchronsprecher beim Film und beim Fernsehen. Er war also von Jetzt auf Gleich berufslos geworden.

Er hatte jedoch so einen Ehrgeiz, sein Sprechvermögen wieder zurückzugewinnen, dass er mit jedem Tag mehr Fortschritte machte. Als er von de Reha entlassen wurde, merkte man ihm kaum mehr was an. Er machte dann lediglich noch ein bißchen Logopädie, um an ein paar Unreinheiten weiter hinzuarbeiten, um auch die noch wegzubekommen.

In einem anderen Fall war es genau umgekehrt. Das war ein Mann, der einen hohen Posten in der Wirtschaft hatte. Sein Schlaganfall war ebenfalls mit einer Aphasie verbunden neben einer linksseitigen Lähmung.

Er ließ sich total hängen, war auch mutlos geworden, so dass während der Reha keine Besserung eintrat. Nach seiner Entlassung arbeitete er weiter mit einer Logopädin, doch da war im Grunde der Einsatz schon viel zu spät.

Mit ein Hindernis war, dass seine Tochter ihm immer zur Seite stand und ihm im wahrsten Sinne des Wortes die Worte aus dem Munde nahm. Er brauchte nicht zu sprechen, weil das alles seine Tochter für ihn tat. So ging natürlich nie war vorwärts.

Unterstützte Deinen Großvater und mache ihm Mut, gewöhne Dir aber nie an, dass Du Sätze für ihn fertigsprichst, damit es schneller geht. Er muß sich anstrengen und alles alleine regeln.

Ich wünsche Deinem Großvater alles erdenklich Gute!!!!!!

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