Schlafwandeln. Wie passiert genau und warum merken wir das nicht?

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4 Antworten

Also habe folgende Mögliche erklärungne gefunden: Über die Häufigkeit des Phänomens liegen nur Schätzungen vor. Bei Erwachsenen geht man von ein bis zwei Prozent chronischen Schlafwandlern aus, bei Kindern sind dagegen zwischen 10 und 30 Prozent betroffen (das entspricht etwa 15 Prozent der Fünf- bis Zwölfjährigen). Jedoch wandeln nur 3 bis 4 Prozent der Kinder häufiger im Schlaf umher.[1] In etwa 70 bis 80 Prozent der Fälle verschwindet die Neigung bis zur Pubertät. Auch bei Erwachsenen handelt es sich nicht immer um eine andauernde Erscheinung, mitunter tritt sie nur einmalig oder wenige Male auf.

In früheren Zeiten nahm man an, dass der Vollmond oder eine andere Lichtquelle das Schlafwandeln auslöst, weshalb das Phänomen auch Mondsucht (Lunatismus) genannt wurde. Dies wurde wissenschaftlich widerlegt. Körperliche Reize wie eine gefüllte Blase oder äußere Reize wie laute Geräusche können das Phänomen begünstigen. Da kindliches Schlafwandeln in der Regel mit der Pubertät verschwindet, gilt als wesentliche Ursache ein noch nicht voll ausgereiftes zentrales Nervensystem.

Als erwiesen gilt eine genetische Disposition für Somnambulie, denn das Phänomen tritt in bestimmten Familien gehäuft auf. Sind beide Elternteile Schlafwandler, liegt die Wahrscheinlichkeit, dass die Kinder ebenfalls betroffen sind, statistisch bei 60 Prozent. Bei 80 Prozent der befragten Schlafwandler sind nahe Angehörige ebenfalls somnambul. (Quelle Wiki)

gehen wir heute in unserer Serie "Nachgefragt" auf den Grund. Von Lisa Gatow für WEB.DE

Warum das Schlafwandeln, medizinisch Somnambulismus genannt, den einen betrifft und den anderen nicht, gibt den Wissenschaftlern nach wie vor Rätsel auf. Für Schlafforscher zählt es zu den sogenannten Parasomnien, den ungewöhnlichen körperlichen Verhaltensweisen, die den Schlaf unterbrechen. Wer schlafwandelt, ist nur halb wach. Als Ursache nimmt man an, dass der für Bewegungsabläufe verantwortliche Teil des Gehirns durch irgendwelche Störungen aufwacht, während andere Gehirnareale weiterhin ausgeschaltet bleiben. Offenbar können Faktoren wie Schlafmangel, Stress, Schichtarbeit, Fieber, Depressionen, Drogen und bestimmte Medikamente oder laute Geräusche das Umherwandeln in der Nacht begünstigen. Der Schlafwandler ist gewissermaßen im Schlaf "hängen geblieben" - während die Muskulatur bereits wach ist und funktioniert, schläft "der Kopf" noch.

Möglicherweise gibt es einen Zusammenhang mit unvollständigen Reifungsprozessen im zentralen Nervensystem. Dadurch wäre auch zu erklären, dass Kinder sehr viel häufiger schlafwandeln als Erwachsene. Auch eine genetische Veranlagung ist nachweisbar. Schlafwandeln kann von den Eltern auf die Kinder vererbt werden. Bei Kindern von Betroffenen ist die Wahrscheinlichkeit zehnmal höher, dass es auch sie erwischt, als bei Kindern von Nicht-Schlafwandlern. Daneben kann aber auch das Persönlichkeitsprofil auf die potentielle Somnambulismus-Neigung hindeuten. Schlafforscher haben festgestellt, dass introvertierte und aggressionsgehemmte Menschen eher zu den Patienten zählen.

Häufig kommt es im ersten Drittel der Nacht zum Schlafwandeln - während der traumlosen Tiefschlafphase. Zu diesem Zeitpunkt sind alle Vitalfunktionen reduziert auf den Schlaf-Modus, Blutdruck und Muskelspannung sind abgesenkt, Atmung und Herzschlag verlangsamt. Es können zwar Bewegungen ausgeführt werden, aber gewissermaßen nur ohne Kontrolle des Gehirns. Eine entsprechende Aktion ist meist nach wenigen Minuten vorbei, ganz selten dauert sie bis zu einer Stunde an. Was Schlafwandler tun, ist völlig unterschiedlich: Sie stehen etwa auf, murmeln unverständlich vor sich hin, schauen sich unstet um, geistern durch die Wohnung und verlassen teilweise sogar das Haus. Manche setzen sich nur auf und wirken verwirrt, andere öffnen Fenster und Türen, gehen Treppen rauf und runter, wühlen in Schränken und Schubladen.

chlafmediziner haben herausgefunden, dass die Betroffenen sich bemühen, auf eine offenbar als Orientierung empfundene Lichtquelle zuzugehen. Aber das muss heutzutage längst nicht mehr der Mond sein - eine dominante Leuchtreklame ist ebenso denkbar. Allen Schlafwandlern gemeinsam ist: Sie können sich hinterher an nichts erinnern. Und leider existiert so etwas wie "schlafwandlerische Sicherheit" nicht. Dadurch wird das Phänomen zur ernsten Gefahr für die Betroffenen, zumal sie das Bestreben haben, stur geradeaus zu gehen, egal, in welcher Umgebung sie sich befinden. Für Angehörige von Betroffenen wie für Betroffene selbst ist es deshalb ratsam, vorsorglich Türen und Fenster zu verschließen. Und den Schlafwandler bitte nicht wecken! Besser unter beruhigendem Reden wieder ins Bett bringen und zum Weiterschlafen bewegen.

weiter lesen: http://web.de/magazine/wissen/nachgefragt/14646828-nachgefragt-ursache-schlafwandeln.html#.A1000145

Kann es gefährlich werden: Man kann stolpern und sich dadruch Verletzungen zuziehen.

Liebe Grüße

Zawahira

Beim erblich bedingten Schlafwandeln ist die Entstehung wohl auf komplexe Hirnmissfunktionen zurückzuführen. Nerven bekommen Signale und handeln danach meist unkontrolliert. Unser Unterbewusstsein steuert unsere Handlungen und führt dazu, dass wir über Hindernisse hinwegkommen und Treppen sowie Türen unbeschadet passieren können. Ich selbst bin des öfteren Geschlafwandelt und bin nicht chronisch daran erkrankt. Wenn ich darüber nachdenke, waren Übermüdung und Stress die Auslöser dafür. Außerdem war es wohl ebenfalls eine mischung aus Unwohlsein und Angespanntheit. Diesen Symptomen ist leicht entgegen zu wirken und kann innerhalb von Tagen behoben werden. Sollten die nächtlichen Ausflüge dann doch Oberhand gewinnen, hilft es Schlüssel für Türen verstecken zu lassen und alle möglichen Stolpersteine aus dem Weg zu räumen. Bewusst verweise ich auf das verstecken lassen. Der Wandler sollte nicht wissen, wo sich Schlüssel befinden, denn so weiß es auch das nächtlich aktivierte Unterbewusstsein. Ich hoffe du erholst dich.

kurz gesagt :wenn man schläft ist nur das stammhirn aktiv (um lebenswichtige organe zu steuern) doch manchmal passiert es das der teil des gehirns der für die bewegung zuständig ist ´´wach wird´´ und dan falsche signale an das stammhirn leitet so das dise signale (bewegungen) dann ausgeführt werden. das sind meist dinge die man oft im alltag macht wie lesen, spazieren gehen, kaffe kochen usw. (also dinge wo man nicht drüber nachdenken muss im alltag)

Dazu gibt es jede menge material, gib einfach schlafwandeln ein und du bekommst alles :)

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