Schlägerei in der Schule

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12 Antworten

Liebe Andseh, in der Verwandtschaft mit Jugendamt und Polizei zu kommen bringt einen immer in einen schwierigen Konflikt, das kann ich nachvollziehen. Jedoch steht hier das Kindeswohl im Vordergrund! Versuch es doch erst einmal mit einem Gespräch mit der Schulleitung. Inzwischen sind Mediatorenstunden in deutschen Schulen gängig. Ziel sollte nicht sein ein Kind der Schule zu verweisen oder einen "gut" und einem "schlecht" auf die Stirn zu stempeln sondern den Kindern zeigen wie man Konflikte gut bewältigt oder erst garnicht zustande kommen lässt. Dafür, wie gesagt, beim Rektor Mediatorenstunden ansprechen. Wenn ich dann noch lese wie sich die erwachsenen verhalten, wäre ein sog. Mediatorenkurs auch für die Eltern nicht schlecht... denn "Unsere Kinder sind nur der Spiegel ihrer Umgebung" LG Andrea

Mir ist in der ersten Klasse etwas ähnliches wiederfahren. Erst die Anzeige hat Wirkung getan! Es klingt hart. Doch viele Eltern sind überfordert mit ihren Kindern. Für den Frust der sich anstaut brauchen auch die Kleinen ein Ventil. Solche Probleme müssen frühzeitig erkannt und therapiert werden. Das scheint etwas anderes zu sein, als die Fälle in denen Jungs sich nahe sein wollen und daher kabbeln.

Ich rate dir dringend, nicht auf Hilfe von aussen zu warten. Bis dahin kann längst wer weiss was passiert sein. Ist schliesslich nicht auszuschliessen, dass sich dein Sohn irgendwann heftigst wehrt und ihr nachher die Anzeige am Hals habt. Lehrer informieren, das telefonische, persönliche Gespräch mit den Eltern suchen, wenn auch das nicht hilft, den Anwalt einschalten.

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In einem solchen Fall hilft es, wenn sich alle Beteiligten UND ein neutraler Moderator zusammen setzen. Ihr, die Eltern des anderen Jungen, die Kinder und ein Lehrer. Dann kann jeder - möglichst ohne Ausschmückungen und Emotionen - darstellen, was aus seiner Sicht vorgefallen ist, was ihn stört und was sich ändern soll. Und dann trifft man eine Regelung, wie sich in Zukunft verhalten werden soll und wie kommuniziert wird, wenn das nicht klappt. Ein Moderator ist wichtig, weil das Ganze sonst in gegenseitigen Anschuldigungen endet, die keine Lösung bringen. Und die Kinder müssen dabei sein, weil ansonsten jeder nur wiedergibt, was er vom eigenen Kind jeweils gehört hat.

Problem hierbei ist die Tatsache, dass die Kinder nicht objektiv sind! Dafür sind sie zu jung. Und die Eltern können nur von dem ausgehen, was der eigene Junge behauptet. Es wird auch mit Moderator äusserst schwierig, zumal sich ja der andere Vater ebenfalls gewaltbereit geäussert hat.

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@Pinnirapus

Die Kinder müssen auch nicht objektiv sein, dafür sind ja die Eltern dabei. Wenn man die Sachlage direkt vom anderen Kind hört, stellt sie sich oft ganz anders dar, als wenn sie durch den Filter Eltern/Lehrer gelaufen ist. Wie man die Sache dann beurteilt, liegt im Ermessen der Erwachsenen in der Runde. Der Moderator stellt sicher, dass die Emotionen flach bleiben, denn auch der gröbste Rowdy hält sich eher zurück, wenn Dritte dabei sind, die die Diskussion sachlich halten. Wenn die Parteien den Dialog meiden, weil dieses oder jenes passieren könnte, wird es nur weitere Eskalation (Jugendamt, Polizei, Schulwechsel etc.) geben, aber keine Lösung.

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@Quickfinger

Das mit dem Moderator ist klar ^^ Die Hemmschwelle in Gegenwart Fremder liegt einfach höher. Aber ob das mit den Kindern wirklich so hinhaut kommt auf die Eltern an und ich befürchte in diesem Fall wird der oppositionelle Vater nur sehr schwer zu überzeugen sein...

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