Schizophrenie ohne Medikamente behandeln?

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7 Antworten

Schlimm, wenn ich sowas lese. Dir zu raten ist echt schwierig.

WEil Du hast zumindest mittlerweile ein psychisches Problem und eigentlich müßte man zu einer Therapie raten. Aber u.U. wird damit nur alles schlimmer.

Ich würde im Moment raten, einen vernünftigen Hausarzt zu suchen- laß Dir dabei Zeit und wenn Du merkst, Dir wird nicht zugehört oder Du zweifelst sehr bald am Verstand des Arztes: Wechsel.Es gibt auch gute Ärzte.

Spontan würde ich im Moment zu einer Therapie mit Trimipramin raten, muß aber mit dem Arzt besprochen werden und das ist auch verschreibungspflichtig (zu Recht). Dieses Medi wirkt gut angstlösend, erleichtert abends das Einschlafen und wirkt auch etwas stimmungsaufhellend.

Wenn es Dir damit aber wieder Erwarten schlechter gehen sollte, bleibst Du natürlich nicht dabei.

Ich sehe dieses Medikament auch NICHT! als Dauerlösung. Aber es kann dabei helfen, diesen Teufelskreis, in dem Du Dich gerade befindest, zu unterbrechen. Abhängig wirst Du bei dem nicht, ich würde es auch erstmal nur in niedriger Dosis probieren. Sollte eine höhere Dosis erforderlich sein, solltest Du aber am Ende der Therapie ausschleichen, also das Medi nicht abrupt absetzen. Sonst kann es bes- muß aber nicht, beim Absetzen wieder zu vermehrter Angst... kommen.

Ich bin einer der Verfechter, daß gar nicht so selten man mit Medis in solchen Fällen bessere Erfolge hat als mit einer Psychotherapie, wenn es gelingt, damit einfach einen Teufelkreis, der sich entwickelt hat, zu unterbrechen. Wenn das gelingt, ist dann die Psychotherapie überflüssig.

Im Moment hast Du echt ein Problem. Daß dir damals Seroquel erordnet wurde, halte ich hingegen für total daneben. Ja, ich glaube Dir. Ich kenne auch andere Fälle mit vermeintlicher Schizophrenie, die echt keine Anzeichen davon hatten.

Ich VERMUTE, weiß es aber nicht, daß Du u.U. noch durch ein wenig mehr als Schüchternheit aufgefallen bist, aber halte sowas trotzdem leider!  für möglich.

Meiner Erfahrung nach werden besonders Menschen in die Schublade Schizophrenie gesteckt, die noch kein ausgeprägtes Selbstgefühl haben, sich nicht durchsetzen können, leicht beeinflußbar sind, allgemein im Auftreten eher unsicher wirken. Ist das vielleicht bei Dir der Fall? Falls ja, arbeite daran. Gewönne Dir an zu sagen : Ich will, ich bin der Meinung......und entwickle Deine Persönlichkeit, gehe Dein Leben selber an und laß Dich nicht fremdbestimmen. Und vielleicht brauchst Du dabei auch etwas Unterstützung. Ein guter Psychologe kann dabei helfen, ein schlechter alles nur verschlimmern. Ist ein zweischneidiges Schwert, ich weiß deswegen leider nicht, ob ich überhaupt zur Psychotherapie raten soll.

Im Moment ist mein 1. Rat tatsächlich das Trimipramin, informiere Dich, bevor Du das überhaupt beim Arzt ansprichst, darüber. Wenn Du, nach Deiner Prüfung zu dem Schluß kommst: Nein das will ich nicht, dann lasse es. Wenn Du meinst, daß der Tipp gut ist, dann bespreche das mit dem Arzt, diskutiere das und vertrete auch Deinen Standpunkt , höre auch den Standpunkt des Arztes an und komme dann zu Deinem Urteil . Und probiere es dann- oder auch nicht.

Was Du lernen mußt, damit Dir sowas nie wieder passiert, wie Dir passiert ist: Du darfst Dich nicht fremdbestimmen lassen, Du nimmst ein Medikament, weil DU und der Arzt glauben, daß es sinnvoll ist, nicht nur, weil der Arzt es glaubt- Das wäre mein Rat an Dich. Ich sehe Dich in Deinem Beitrag als klar denkenden Menschen, den man nicht entmündigen muß


Und ich kenne sogar eine Frau, die echt Schizophrenie hat, hier: richtige Diagnose, die sich trotzdem bewußt gegen eine medikamentöse Therapie (nachdem sie es probiert hatte) entschieden hat, weil sie zu dem Schluß kam, daß bei Ihr die Nebenwirkungen die positiven Effekte überwogen. Bei ihr! war das möglich, da sie in der Lage war, trotz Schizophrenie, immer Wirklichkeit und Krankheit zu unterscheiden- klappt nicht bei jedem. Die Ärzte akzeptierten letztendlich ihren Wunsch, was ich bemerkenswert finde.



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Ich hoffe, du bist bei diesem Psychiater nicht mehr in Behandlung. Leider machen welche, was sie wollen, ohne zuzuhören und es tut mir sehr leid für dich, dass du an einen solchen geraten bist. Bitte übertrag diese Erfahrung nicht auf alle Ärzte im psychiatrischen Bereich und wechsel sofort den Arzt, wenn du dich nicht ernst genommen oder schlecht aufgehoben fühlst. Wenn man dich ohne entsprechende Erkrankung auf Seroquel gesetzt hat, wundert es mich gar nicht, dass es dir schlechter ging... Wie lange hast du es denn genommen und wie lange nimmst du es schon nicht mehr?

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Kommentar von Minderheit
20.11.2015, 23:03

1/5 Jahr habe ich es genommen.
Nehme es seit mehr als einem Jahr nicht mehr.

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Kommentar von schokocrossie91
20.11.2015, 23:18

Hm, dann sind natürlich alle Reststoffe schon längst raus. Leider kann ich dir auch kein Wundermittel gegen Schlafstörungen nennen, da ich selber unter welchen leide. Kurzzeitig hat mir eine sehr geringe Menge Quetiapin geholfen (50mg; Schizophrenkranken werden wohl um die 1000-1200mg verschrieben), eventuell könntest du diesem oder anderen Medikamenten in der Richtung eine Chance geben. Wovon ich abraten würde, sind Barbiturate jeglicher Art. Bei meinem letzen Psychiatriebesuch wurde mit einfach immer eine Tavor in die Hand gedrückt, was abhängig macht... Nach zwei Tavor lag ich lieber wach, als medikamentenabhängig zu sein. Mein Hausarzt schwört auf pflanzliche Mittel mit Baldrian u.a., aber dazu kann ich persönlich nichts sagen, da ich die nicht ausprobiert habe. Vielleicht könntest du sowas mit dem Arzt deines Vertrauens besprechen (ich denke, Hausmittel hast du an diesem Punkt bereits ausgereizt). Du schreibst von Angststörungen, wie äußern sich diese denn? Hast du eine soziale Umgebung, sprich Familie, Freunde, Partner?

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Kommentar von Minderheit
20.11.2015, 23:25

Hast du eine soziale Umgebung, sprich Familie, Freunde, Partner?

Freunde - Keine Mehr

Freundin - Hatte ich mal.

Familie - Noch da.

Mit dem Klinikaufenthalt und der Medikamenten Einnahme habe ich mich immer mehr von solchen Sachen distanziert.

Weil ich Gefangen im eigenen Körper war.
Durch die Einnahme verschiedener Psychopharmaka.

Tja... die verrückte Welt der Pharmaindustrie

Stichwort: Geld

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Kommentar von Minderheit
20.11.2015, 23:27

Und dann noch mit meinen 18 Jahren..

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Hol dir doch mal eine zweite Meinung. Wenn du deinem Arzt nicht mehr vertraust und die Diagnose anzweifelst, macht das schon Sinn. Vielleicht brauchst du wirklich keine Medis oder ganz andere. Vielleicht hilft dir eine Psychotherapie. Hier kannst du dir andere Psychiater in deiner Nähe raussuchen:

https://www.jameda.mobi/ergebnisliste/?was=Psychiater&was\_i=Psychiater&was\_sel=1&gruppe=HA&fachgebiet=F35&isSearch=true

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An deiner Stelle würde ich mich an einen Pychologen wenden (kein Psychiater!) und eine Gesprächstherapie beginnen. Such dir einen, dem du vertrauen kannst und der wirklich zuhört, damit du nicht wieder eine Fehldiagnose bekommst und falsch beraten wirst. Ist nicht einfach einen guten zu finden, ich habe eine soziale Phobie und der erste Psychologe, den ich aufgesucht hatte, wollte mir nach 5 Minuten einreden, ich hätte dissoziative Störungen. Habe dann aber doch recht schnell einen kompetenten Psychologen gefunden. Dass die Medikamente, die du nimmst, Nebenwirkungen haben und süchtig machen, hast du bereits gemerkt. Ich denke, du solltest sie besser absetzen, wenn du sie ein halbes Jahr weglässt, kannst du bestimmt auch wieder schlafen, aber dein Körper muss sich erst umgewöhnen. Außerdem brauchst du Ablenkung, um nicht ständig ins Grübeln zu verfallen, so machst du dich nur selbst verrückt. Versuch aktiv zu sein, triff dich mit Freunden, mach Sport oder geh in einen Häkelclub - was auch immer, hauptsache, es lenkt dich von deinen Grübeleien ab. 

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Du musst das abklären lassen! Solch eine Diagnose bekommt man nicht so einfach und auch wenn du es vielleicht nicht hören möchtest, Medikamente helfen! Man muss nur richtig eingestellt werden! Seroquel ist auch kein Medikament was wirklich abhängig macht! zwar versteh ich deine vorbehalte, doch wenn du in solches Verfassung bist, solltest du dir unbedingt Hilfe holen! Ausserdem kann dann auch abgeklärt werden, was du wirklich hast! Sowas wäre in der Form des stationären Aufenthaltes besser!!!
Ich bin Krankenschwester in diesem Fachbereich und habe schon einige Jahre Erfahrung! Lg

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Kommentar von Silo123
21.11.2015, 09:23

Doch, leider bekommt man eine solche Diagnose viel zu leicht und oft auch ohne Grund. Und leider kenne ich da auch Fälle.

Und was ich selber in der Hinsicht schon erlebt habe, da könnte ich ein Buch drüber schreiben. Mir wurden in meiner Jugend allen ernstes Neuroleptika verschrieben, obwohl ich in keinster! Weise eine psychische Erkrankung, keine Schizophrenie, gar nichts in solcher Richtung hatte. Daß es mir dann unter der Medikation einfach nur besch.... ging, versteht sich von selbst. Zum Glück wechselte ich schnell den Arzt und der nächste Arzt schlug nur die Hände über dem Kopf zusammen.. Sofort wurde alles abgesetzt.

Die Erkrankung, weswegen ich die erste Ärztin aufgesucht hatte(mit 14), es war eine Narkolepsie und die Schlafanfälle und Kataplexien..... und dann noch Schlaflähmungen mit Hallos(oh je: viele Narkolepptiker verschweigen deswegen schon die Hallos, wenn sie das erste Mal einen Arzt aufsuchen-und rücken damit erst raus, wenn ihnen der Untersucher vorher sagt, daß das bei Narkolepsie normal ist) sofort wurde ich als psychisch krank eingestuft, obwohl es kaum ein klareres Bild der Narkolepsie gibt, als ich es hatte.

Zur Diagnose kam ich dann, damals gab es noch kein Internet, indem ich mich in eine medizinische Unibibliothek setzte und las und las. Irgendwann landete ich dann bei der Narkolepsie(da paßte einfach alles), mußte aber echt noch viel ärztlichen Widerstand überwinden(dazwischen hieß es nochmal allen ernstes, ich hätte  Borderline, obwohl  ich auf dafür wirklich KEINE Anzeichen hatte (außer ziemlich ramponierte Arme- Verletzungen wegen einer Sensibilitätsstörung der Arme, ich hatte mich des öfteren Ausversehen! verletzt, was, wenn man kaum noch Gefühl in den Armen hat, leider nicht ausbleibt- ausversehen aber- auch das ist mittlerweile erfolgreich therapiert-ich kann inden Armen zum Glück wieder fühlen und meine Arme sehen wieder normal aus)- bis ich endlich die Diagnose schwarz auf weiß bekam- nach Schlaflabor...... und mit Zusatz: ohne jeden Zweifel.

Medikamente können durchaus helfen, aber dazu muß erstmal die Diagnose richtig sein!!!!! Sonst können Medis auch viel Unheil anrichten und wenn ich nicht von Natur aus eine sehr stabile Persönlichkeit wäre und mittlerweile Quatsch als Quatsch erkennen würde, wer weiß!!!!!!!

PS: Ein Tinnitus wurde ärztlicherseits bei mir auch schon mal  zu Hallos. (Er bestand Jahre und verschwand dann bei einer Migränetherapie mit Natil, viel! schneller übrigens als die Migräne).

Bei manchen !!! Ärzten, nicht allen wohlgemerkt, habe ich mittlerweile das Gefühl Verrückten gegenüberzustehen und würde die echt erstmal zur Therapie schicken, was ich leider nicht kann. Ich bin dann bei denen nur schnell weg.

Und ich möchte, damit kein falscher Eindruck entsteht, aber auch betonen, daß es auch gute Ärzte gibt. Ohne gute Ärzte wäre ich schon lange tot und das schon mehrfach. Aber totkrank an einen guten Arzt zu geraten, das ist ein Glück, welches leider nicht jedem vergönnt ist.

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Kommentar von kleinefrechemau
13.01.2016, 12:09

Stimme meinen Vorredner zu und dein medizinisches Wissen scheint ja auch eher bescheiden zu sein, jedenfalls was Psychopharmaka angeht. 5 Minuten Internetrecherche sind da jedenfalls hilfreicher:

Zitate von https://www.diagnosia.com/de/medikament/seroquel/

"Wenn Sie depressiv sind und/oder an anderen psychischen Erkrankungen leiden, könnten Selbstverletzungs- oder Selbstmordgedanken auftreten."

"Wird Seroquel abrupt abgesetzt, so können Entzugssymptome wie Übelkeit, Erbrechen, Durchfall, Schwindel, Kopfschmerzen, Reizbarkeit und Schlaflosigkeit auftreten. Setzen Sie sich deshalb mit Ihrem Arzt bzw. mit Ihrer Ärztin in Verbindung, wenn das Arzneimittel abgesetzt werden soll."

"Vor allem zu Beginn der Behandlung kann Seroquel sehr häufig
Schläfrigkeit und Gewichtszunahme verursachen. Ebenfalls sehr häufig können Schwindel, Kopfschmerzen, Mundtrockenheit, Abnahme der Anzahl roter Blutkörperchen und hoher Blutzucker vorkommen. Sehr häufig kam es zu Entzugssymptomen (das sind Symptome, die nach dem Beenden der Seroqueltherapie auftreten) wie Übelkeit, Erbrechen, Durchfall, Schwindel, Kopfschmerzen, Schlaflosigkeit und Reizbarkeit."

Es treten sehr häufig Entzugssymptome auf und du als Krankenschwester behauptest, Seroquel würde nicht abhängig machen. Du hast damit eindrücklich bewiesen, dass das Personal in medizinischen Einrichtungen teilweise absolut keine Ahnung hat, was es tut. Vielleicht solltest du mal auf eine Fortbildung gehen und dein Wissen ein wenig auffrischen. Es ist jedenfalls total verantwortungslos, dass du dich als Krankenschwester mit viel Erfahrung vorstellst und dann solche Fehlinformationen verbreitest, dass Seroquel nicht abhängig machen würde.

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Hi! Das einzige was dir zur Zeit helfen könnte, wäre, dass du Vertrauen zu deinen behandelnden Psychiatern hast. Wenn du meinst, dass die Diagnose und die Medikamente für dich nicht zutreffen, dann konsultiere einen weiteren Psychiater. Verabschiede dich auch von der primitiven  Meinung, dass die Pharmaindustrie einen Haufen Asche für Antidepressiva bekommt. Sie verdient, ja. Sie muss verdienen. Und die Forschung für neue bessere Medikamente verschlingen auch Unmengen an Asche.

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Kommentar von kleinefrechemau
13.01.2016, 11:56

"Verabschiede dich auch von der primitiven  Meinung, dass die Pharmaindustrie einen Haufen Asche für Antidepressiva bekommt." Was ist das denn für eine dämliche Aussage? Erstens bekommt sie einen Haufen Geld für das Zeug, zweitens haben Ärzte und Kliniken auch Verträge mit Pharmafirmen, so dass erstmal etwas vom Vertragspartner verschrieben wird, und wenn man doch noch bedenkt, dass hyperaktiven Kindern, bei denen nachweislich kein physischer Defekt vorhanden ist, ein Medikamt in großen Mengen verschrieben wird, das ähnlich wirkt wie Kokain, dann sollte man schon mal hinterfragen dürfen, was man verschrieben bekommt. Mal ganz abgesehen davon ist Deutschland ein Land, in dem mit die meisten unnötigen Operationen durchgeführt werden. Da bin ich schon der Meinung: Vertrauen ist gut, Kontrolle ist besser.

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Hart... Erstmal mein Beileid.

Psychiater wechseln.
Such dir nen anderen erzähle im genau das und alles weitere wird geklärt.

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