Schizophren kranke Mutter was nun?

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2 Antworten

Tut mir leid es dir sagen zu müssen, aber da kann keiner etwas machen. Deine Mutter muss von sich aus bereit sein, sich behandeln zu lassen. d. h. Klinik und anschliessend Medikamente. So lange sie nicht für sich (Suizidversuch) und / oder andere (tätlicher Übergriff) zur Gefahr wird, kann niemand sie zu irgendetwas zwingen.

Für dich selbst kannst du nur mit eurem Hausarzt reden, dich an das Jugendamt wenden, dich an www.nummergegenkummer.de wenden.

Vielleicht solltest du mal versuchen, über DICH statt über deine Mutter zu reden.

Erzähle ihr, dass du dir Sorgen machst, dass du Angst hast, sie könnte sich etwas antun, und versuche, deine Küchenpsychologie-Diagnosen so umzuformulieren, dass sie nicht gleich das Gefühl hat, dass du sie für verrückt hältst.

"Ich merke doch, dass du in letzter Zeit verdammt viel Stress hast und dir Gedanken wegen Papa machst. Ich würde dir ja gerne helfen, aber ich bin damit überfordert! Denkst du nicht, du solltest mal mit jemand darüber reden? (Hausarzt, Freunde, Beratungsstellen...)"

Sprich selber mit ihrem Hausarzt. Möglicherweise findet er einen Grund, sie zu sich zu "bestellen" und sich selbst ein Bild zu machen.

Google Selbsthilfegruppen, die gibt es auch für Angehörige!

Und kümmere dich um DEINE Probleme (was du beschreibst, klingt schon sehr nach Panikattacken, aber Diagnosen sollten natürlich nur von Experten gestellt werden).

Rede auch noch einmal mit deinem Vater - und versuche auch da, nicht deine Mutter sondern DICH in den Vordergrund zu stellen. Mach ihm klar, dass du nicht erwartest, dass er deine Mutter "heilt", dass du aber mit der aktuellen Situation überfordert bist, Angst hast, und nicht weißt, wie du dich verhalten sollst.

Davor kann er nicht so einfach "davonlaufen"...

Und auch wenn dich Betrügereien zwischen den beiden nichts angehen, mach dir bitte klar, dass sowas in jeder Beziehung möglich ist. Auch wenn du das nicht hören willst.

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