Schimmelbefall in der Wohnung. Was tun?

7 Antworten


www.immobilien-einblick.de/schimmel

Zuerst sollte versucht werden Schimmel vorzubeugen. Als optimale Luftfeuchtigkeit für ein ideales Raumklima gelten 40-60%. Weniger ist schlecht für die Schleimhäute. Mehr kann zu Schimmelbildung führen(Schimmelpilze mögen es feucht und kalt). Ein Hygrometer zeigt die Luftfeuchtigkeit an. Regelmäßig lüften! Empfohlen wird 3-4x am Tag Stoßlüften (etwa 5-10min.). So kommt die Feuchtigkeit aus den Räumen. Luftentfeuchter sind Geräte die Räume entfeuchten. Sie kommen zur Anwendung wenn nicht regelmäßig gelüftet werden kann und kosten etwa 100€. An Schimmelgefährdeten Stellen wie beispielsweise Wärmebrücken können Anti-Schimmel-Farben oder Farbzusätze helfen. Solche Biozide sollten allerdings nur im Notfall und eigentlich auch nicht in Wohnräumen eingesetzt werden. Beim ersten Anzeichen von Schimmel sollte er bekämpft werden. Schimmelsporen fliegen durch die Luft und können zu schweren gesundheitlichen Belastungen der Bewohner führen. Daneben können auch Bauteile der Immobilie mit der Zeit zerstört werden. Kleinere Schimmelflecken können mit Alkohol oder speziellen Chemikalien entfernt werden. Die benutzen Tücher sollten in einer extra Tüte im Müll entsorgt werden. Die Beseitigung eines größeren Schimmelbefalls muss dem Fachmann überlassen werden.


 

Höhe / Sätze von Mietminderungen:


Kleine Schimmelstellen: Etwa 5-10%
Feuchtigkeit und Schimmel in einem Einfamilienhaus durch undichtes Dach: 20% (AG Hamburg, 42 C 634/76)
Feuchtigkeit und Schimmel im Wohnzimmer: 50% (LG Hamburg, 307 S 144/07)
Schimmelbefall in der ganzen Wohnung der auch die Gesundheit gefährdet: 80-100%

 

Zuerst sollte der Mangel möglichst genau dokumentiert werden (Fotos / Videos, Zeugen, Messungen, Protokolle, Sachverständige, …). Dann gilt es den Vermieter unverzüglich durch eine schriftliche Mängelanzeige zu informieren (§ 536c Abs. 2 BGB). Dabei ist nicht zu vergessen eine Frist zur Beseitigung zu setzen. Ab diesem Zeitpunkt gilt die Mietminderung. Die Verminderung der Miete muss aber per Definition nicht erwähnt / angedroht werden. Die Zahlungen können einfach gekürzt werden. Im Sinn einer weiterhin guten Beziehung sollte das aber nicht gemacht werden. Auch ist vorher abzuklären ob eine Minderung überhaupt rechtens ist. Ist der Mieter selber für den Mangel verantwortlich (z.B. Schimmel)? Dann kann er keine Minderung verlangen.



Wenn die Vermieterin weiterhin nicht reagiert ( aber bitte auch schriftlich mitteilen , mündliche Vereinbarung besitzen nicht die Kraft ) , sofort die Mietminderung ankündigen , d.h man darf nur bestimmten Teil der Kaltmiete kürzen , die NK muss man weiter bezahlen .

Sollte die Vermieterin weiterhin nicht reagiert haben , dann den Rechtsanwalt einschalten ( bei SGB II bekommt jeder Mandant die Beratung kostenlos - durch die Prozesskostenhilfe ) .

Hast du einen Mietvertrag für 12 Moante abgeschlossen ?

Nein, der Mietvertrag ist unbefristet. Es steht aber eine mindestmietdauer von 12 Monaten drin. Danach darf erst gekündigt werden. Dann ganz normal mit 3 Monats Frist

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@Oliviii

Es geht um Eure oder Deine Gesundheit ! Sofort reagieren !

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Man muss sich klar machen was Schimmel ist und wie der Befall entstehen kann und entsteht .

Also in alten Gebäuden wurden früher normale Holzfenster mit Ein-glas-scheiben eingebaut. 

Da gab es keine dichten Fenster. Die Holzfenster "arbeiteten", waren leicht verzogen, und es gab dort immer einen leichten Luftzug, der dafür sorgte, dass die Luft in Bewegung war und schön austrocknete. 

Die eventuelle Rest-feuchte der Luft schlug sich an den kalten Glasscheiben nieder und lief als Wasser die Scheiben herunter in eine Rinne die die Nässe dann durch ein kleines Loch in der Mitte des Fensters, nach draußen beförderte.

Der Schimmel der nur auf feuchtwarmen Untergrund wachsen kann konnte also dort nie Fuß fassen.

Heute ist das Ziel die Wärme festzuhalten und  Isolierglasfenster einzubauen, die haben eine warme Oberfläche, hier kann also keine Feuchtigkeit kondensieren.

Schimmel-sporen sind überall in der Raumluft enthalten, so ist es in unseren gedämmten Räumen, die nie richtig lange gelüftet werden können  kein Wunder, dass die Feuchtigkeit der Luft sich auf den kühleren Wandflächen kondensiert. 

Dadurch schafft man dann den idealen Nährboden für den Schimmel . 

O.k. so weit so schlecht. Um wieder ein vernünftiges Raumklima ohne Schimmel zu schaffen, müssen wir eine Dauer-lüftung nachrüsten sogenannte Fenster Rahmen-lüfter 

http://www.fensterratgeber.de/Lueftung.50.0.html

und wenn das nicht reicht  sollte ein Ventilator zur Entlüftung eingebaut werden. (das alles sollte dann Sache des Vermieters sein)  .

Andere "Nässe Lieferanten" wie Putz - risse in der Außenwand oder leckende Leitungen, Frischwasser,  Abwasser, Heizungsrohre etc. sollten natürlich ausgeschlossen sein .

Sollte irgendein Mangel in der Wohnung vorhanden sein, so muss der dem Vermieter gemeldet werden und eine Frist zur Behebung der Schäden gesetzt werden, sollte der Vermieter gar nicht reagieren, gibt es dann die Rechtsberatung des Mieterschutzbundes, oder die eines freien Rechtsanwalts..

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