Schimmel in Mietwohnung, Folgen für den Mieter?

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13 Antworten

also zu nächst mal muss bei schimmelbefall der Mieter beweisen, dass er ihn nicht durch mangelnde hygiene verursacht hat. Angeschichts der Schilderungen über Lage und plötzliche Ausbreitung sollte dieser Beweis aber schon hinreichend erbracht sein...

meiner vermutung nach handelt es sich hierbei um einen durch eine leckage in der Wasserleitung verursachten Tropfwasserschaden.....

am besten mal einen Blick auf die wasseruhr werfen, wenn sie sich ganz langsam dreht, ohne dass irgendwo ein Hahn offen ist, dann ist das ein sichereres Anzeichen dafür, dass ich recht behalten habe...

die nächsten Maßnahmen sollten sein:

  • trocknung der durchfeuchteten Wände mittels Bautrockner
  • besietigung des verschimmelten materiales und oder behandlung der schadhaften Stellen mit einem entsprechend wirksamen Fungizit
  • Suche und Beseitigung der Leckage...

ihr solltet euch ruhig mit dem Vermietr an einen Tisch setzen und bessprechen, wie weiter vorzugehenen ist. fakt ist, dass ihr natürlich gewisse rechte habt, wie ein ausweichquarier, solange die Wohung auf grund der Baumaßnahmen nicht bewohnbar ist.

theoretisch habt ihr sogar (im rahmen) das recht auf freie wahl bei der Unterkunft, so lange die Kosten nicht aus dem Ruder laufen. sollte der vermieter euch aber eine zumutbare lösung anbieten, würde ich darauf eingehen. schon im intresse eines guten Mietverhältnisses...

lg, Anna

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Anaxabia 24.03.2013, 09:35

am besten mal einen Blick auf die wasseruhr werfen

Geht leider nicht ohne weiteres, da nur eine Wasseruhr im ganzen Haus vorhanden und diese sich im Keller des Gewerbebetriebes im Haus befindet. Und ob nicht doch jemand der 5 Parteien gerade Wasser verbraucht, ist eher schwierig nachzuvollziehen.

Da sich in der Wand an der Schimmel ist, aber keine Wasserleitung befindet, wäre der Tropfwasserschaden dort nicht eher unwahrscheinlich?

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Peppie85 25.03.2013, 07:16
@Anaxabia
  1. wäre ich mir da garnicht so sicher, es kann duchaus sein, dass dort tote wasserleitungen liegen, angesichts der beschreibung des gebäudes könnte es aber auch so sein, dass eine Leitung durch die wand von unten nach oben verlegt worden ist für eine weitere wohnung oder sonst was.

eine andere möglichkeit wäre, dass das wasser wo anders in die wand einsickert, und sich seinen weg sucht.

wie auch immer, das ist ein fall für fachleute.

lg, Anna

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Du solltest Dich lieber fragen, was es für Folgen für die Mieter haben kann. Denn das steht sowieso zuerst im Raum und erst recht, wenn Deine Eltern dem Vermieter nicht Bescheid sagen, denn dazu sind sie verpflichtet. Melden sie das Schimmelproblem nicht, werden sie große Probleme bekommen, denn wenn man als Vermieter zu spät auf einen evt. doch vorhandenen Schaden reagieren kann und dieser dann viel höher ist, als er hätte werden können, müssen die Mieter zumindest teilweise für die Schadensbeseitigung mit aufkommen. (Und zwar Beseitigung des Schadens, der durch Nicht-Melden entstand.)

Sie verletzen darüber hinaus eine wesentliche vertragliche Pflicht, was zumindest eine Abmahnung zur Folge haben kann.

Nur wenn der Vermieter frühzeitig Bescheid weiss, können Gegenmaßnahmen vielleicht noch rechtzeitig eingeleitet werden und es kann die Ursache ermittelt werden, was gerade auch dann wichtig ist, wenn falsches Lüften und Heizen der Grund ist.

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Die Frage stellt sich doch, warum nach 25 Jahren sich Schimmelpilz bildet....sind die Fenster erneuert worden? Haben deine Eltern ihr Heizverhalten geändert? Gibt es evtl. ein kaputtes Fall-oder Wasserrohr in der Wand? Das sind Sachen, die zu klären wären, zumal der Schimmel äusserst gesundheitsschädlich ist. Deine Eltern sollten auf jeden Fall den Vermieter informieren.

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Anaxabia 24.03.2013, 08:17

An dem Haus wurde seit 20 Jahren gar nichts saniert, allein deswegen gehe ich nicht davon aus, dass man ihnen irgend ein Verschulden eingereden kann, da sie die Wohnung ja nicht plötzlich "anders" bewohnen.

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Definitiv besteht ein Klimaproblem, da Schimmel bei optimalen Raumverhältnissen (50 - 55% Luftfeuchte) nicht entstehen kann. Erst wenn es im Schnitt über 60 % feucht ist. Das kann der Fachmann dann anhand von Messergebnissen analysieren.

Ein Fenstloses Bad sollte über eine Abluftanlage verfügen, damit sich feuchte Luft, besonders nach dem Duschen, nicht in der Wohnung verteilt.

Da sollten die Eltern sich mal umschauen, ob es in der Gegend einen Fachmann gibt (Schimmelbeseitigung, Baubiologe, oder auch Energieberater). Der kann aus seiner Erfahrung auch ganz klar sagen, was die Ursachen sind, bzw. ob Mieter oder Vermieter für eine Beseitigung aufkommen müssen.

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Anaxabia 24.03.2013, 08:44

Ein Fenstloses Bad sollte über eine Abluftanlage verfügen, damit sich feuchte Luft, besonders nach dem Duschen, nicht in der Wohnung verteilt.

Da ist nur ein kleine Abluftöffnung. Also nur ein Loch zur Belüftung nach oben auf dem Dach, ohne irgendwelche Ventilatoren oder ähnliches.

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Anaxabia 24.03.2013, 08:49
@Anaxabia

In der hessischen Bauordnung steht:

Fensterlose Bäder und Toilettenräume sind nur zulässig, wenn eine wirksame Lüftung gewährleistet ist.

Was fällt denn hier unter "wirksam"? Und zählt sowas auch für Altbauten? Vielleicht weiß das jemand?

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janfred1401 24.03.2013, 11:12
@Anaxabia

Ich meine, dass sollte man auch machen, wenn es nicht in der Bauordnung steht. Es gibt z.B. welche, die sind kombiniert mit dem Lichtschalter. Aber auch separat schaltbar ist gut, weil man dann selber beurteilen kann wie lang man die Lüftung anlässt.

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Auf alle Fälle muss der Vermieter mit ran ist ja auch sein Eigentum , das mit der Wand zum Hausflur oder auch Ausenwände tritt sehr häufig auf ( Kälteprücken ) neigt sehr häufig zu Schimmelpilzbefall, kann aber auch wirksam beseitigt werden, das wichtigste ist eine grünliche Lüftung, man sollte aber durchaus von einem Fachmann Ratschläge einholen um eine wirksame Schimmelbekämpfung durchführen zu können, Angst vor dem Vermieter sollte man nicht haben, er hat nicht nur das Recht Miete zu kassieren, er hat auch die Pflicht den Wohnraum in Ordnung zu halten!!!

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Nach 25 Jahren sollten deine Eltern doch ind er lage sein mit dem vermieter zu reden. Das verhältnis scheint ja nicht gestört zu sein sonst würden die ja nicht mehr dort wohnen. Den Vermieter sollten sie auf jeden fall in Kenntnis setzten, evtl. ist ein Rohr geplatzt und die Nässe sorgt für den Schimmel.

Welche Art von Schimmel ist es denn? schwarz, gelb oder eher rosa? Ist der Schimmel schwarz oder grau oder eine Mischung aus beidem liegt das bestimtm nicht an deinen Eltern sondern wirklich an einem Wasserschaden o.ä.

Deine Eltern sollten auch mal schauen ob die Wand auch Nass ist und ob sich der Schimmel abwischen lässt (Handschuhe nicht vergessen!) . So lässt sich die ursache auch gut herausfinden.

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Anaxabia 04.04.2013, 10:31

Nach 25 Jahren sollten deine Eltern doch ind er lage sein mit dem vermieter zu reden. Das verhältnis scheint ja nicht gestört zu sein sonst würden die ja nicht mehr dort wohnen.

Das ist eine Baugenossenschaft, da gibt es kein "Verhältnis". Ist ja jedes mal irgendeine andere unfreudliche Person am Telefon. Versuche meine Eltern ja ständig zum Handeln zu überreden, aber die haben halt Angst, dass ihnen die Schuld in die Schuhe geschoben wird und sitzen das aus. Alterssturheit halt... :-/

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Wer Recht hat, wissen wir nicht. Das ist das Dilemma das wir heute haben... Die Wohnung wird zwar nicht anders genutzt als vor 25 Jahren, aber das Heiz- und Lüftungsverhalten hat sich dennoch sehr verändert in dieser Zeit. Früher hat man, wenn es zu warm war, mal einfach das Fenster für 10 Minuten aufgemacht, da Öl und Gas ja kein Geld gekostet haben. Heute ist das halt anders. Die Wohnungen die ich begutachte, bei denen besteht zu 80% ein Lüftungsmangel und kein Baumangel!

Richtig lüftet man, indem man 3x täglich für ca. 5 Minuten das Fenster GANZ öffnet (nicht auf Kipp!) und dann immer wieder auf Raumtemperatur aufheizt.

Macht ihr das so?

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Im allgemeinen kann man sagen, dass der Schimmel meist dadurch entsteht, dass die feuchte Raumluft nicht genügend durch trockene kalte Luft von draußen ausgetauscht wird.

Schimmel entsteht dort, wo die Wände, die Leibung am Fenster, am Ixel (Innenecke zur Decke oder Wand) sich nicht über 12 °C erwärmen. An diesen Stellen kondensiert dann die Luftfeuchtigkeit und es bildet sich Schimmel. Richtiges Lüften ist sehr wichtig. Beim lüften soll die warme feuchte Luft nach draußen ohne dass sich dabei die Wände auskühlen. Das schafft man, in dem man die Fenster nur kurzzeitig, aber voll öffnet und das mehrmals am Tag. Gerade am Abend, wenn die Heizung eventuell runter geregelt wird, dann sollte man noch einmal Lüften und zwar aus dem Grund, wenn die Raumtemperatur fällt kann sie nicht mehr die Luftfeuchtigkeit halten und kondensiert das überschüssige Wasser aus.

Irgend etwas muss sich ja geändert haben, wenn das Problem erst seit kurzem auftritt. Ist vielleicht die Haustür öfters offen, so dass es im Treppenhaus kälter ist, als gewöhnlich? Oder geht die Entlüftung aus dem fensterlosen Bad nicht mehr?

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Anaxabia 24.03.2013, 11:28

Ist vielleicht die Haustür öfters offen, so dass es im Treppenhaus kälter ist, als gewöhnlich?

Das nicht, aber meine Mutter meint, das fing im letzten sehr langen sehr kalten Winter langsam an.

Oder geht die Entlüftung aus dem fensterlosen Bad nicht mehr?

Es gibt und gab dort noch nie eine Entlüftung

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Lupus1960 24.03.2013, 21:04
@Anaxabia

Ihr müsst doch irgend eine Entlüftung in eurem Bad haben. Nach dem Duschen oder Baden muss doch die Feuchtigkeit wieder raus aus dem Raum. Dann ist es doch kein Wunder, wenn die feuchte Luft abkühlt, dass die Feuchtigkeit an den kalten Wänden kondensiert und es dann Schimmel bildet.

Bei einem Kommentar zur Antwort zu @janfred1401 schreibst du etwas von einer Abluftöffnung. Vielleicht ist diese verstopft und es kommt deswegen zu keinem Luftaustausch.

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Anaxabia 28.03.2013, 09:43
@Lupus1960

Die "Entlüftung" besteht aus einem ca. 10 x 10cm vergitterten Loch oben in der Ecke, hat aber keine nennenswerte Funktion. Verstopft ist da eher nix (müsste auch n Adler oder der Weihnachtsmann reingefallen sein, um diesen Durchmesser zuzustopfen)

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Lupus1960 28.03.2013, 10:20
@Anaxabia

Die Funktion von dem Loch ist doch eigentlich klar. Die warme feuchte Luft steigt nach oben auf und soll dort entweichen können.

Auch wenn es unwahrscheinlich ist, würde ich das doch mal seine Funktion kontrollieren.

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Nach 25 Jahren im Mietverhältnis wäre es doch sicherlich machbar mit dem Vermieter zu reden. Diese Probleme müssen beseitigt werden,da gesundheitsschädliche Folgen zu erwarten sind. Wenn sie sich nicht trauen,sollten sie zum Mieterschutz gehen. Die werden dann vor Ort die Sache in augenschein nehmen und sich mit dem Vermieter auseinandersetzen.

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Der Schimmel entsteht nur an der Wand, die an das ungeheizte Treppenhaus grenzt und nebenan ist das fensterlose Bad, wo die Feuchtigkeit vermutlich herkommt. Im Schlafzimmer wird aber regemäßig gelüftet.

wahrscheinlich wird zu lange gelüftet und zu wenig geheizt.

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Anaxabia 24.03.2013, 11:27

Aber warum sollte das nach 25 Jahren plötzlich auftreten, wenn man schon so lange falsch lüftet?

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gansh 24.03.2013, 11:49
@Anaxabia

weil heizen gerade in den letzten 3 jahren wesentlich teurer geworden war.

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Anaxabia 28.03.2013, 09:44
@gansh

Meine Mutter würde eher ihr Auto versetzen, als zu frieren. Daran liegt es sicher nicht.

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Wenn giftiger Schimmel die Wände verunziert, können Mieter die Miete mindern und Abhilfe verlangen. Sind sie aber selbst schuld daran, müssen sie für den Schaden aufkommen.

Als Silvia und Jim Tate ihren Wohnzimmerschrank umstellen wollten, blühte ihnen eine Überraschung. Über mehr als 20 Zentimeter hatte sich an der Wand dahinter ein Schimmelpilz ausgebreitet.

*Das Paar wandte sich sofort an den Vermieter und forderte ihn auf, den Schaden zu beheben. Doch der war der Meinung, dass Baumängel nicht als Ursache für den Pilz infrage kämen. Der Schimmel müsse durch zu wenig oder durch falsches Lüften entstanden sein. * Meistens lässt sich nicht eindeutig sagen, ob ungenügendes Lüften für den Schimmel verantwortlich ist oder ob es Baumängel wie ein undichtes Dach oder Fenster, Risse in der Fassade oder Wärmebrücken sind. Laut Verbraucherzentrale Bundesverband kommt in etwa der Hälfte der Fälle beides zusammen.

Feuchtigkeitsschäden stehen nach Einschätzung des Deutschen Mieterbundes „ganz weit oben auf der Liste“ der Probleme zwischen Mietern und Vermietern.

Ausreichend heizen und lüften

In 900facher Vergrößerung sieht er gar nicht so übel aus: Hausschimmel auf der Raufasertapete. Kein Vermieter kann dem Mieter verbieten, in einem kalten Zimmer zu schlafen. Der Mieter muss aber dafür sorgen, dass die Räume nicht so weit auskühlen, dass Feuchtigkeitsschäden entstehen können. „Bei normalem Gebrauch der Mietsache und regelmäßigem Lüften – etwa zweimal am Tag – darf sich kein Schimmel bilden. Dafür muss der Vermieter sorgen. Bei Tätigkeiten, die zu verstärkter Feuchtigkeitsbildung führen, wie Duschen oder Kochen, muss der Mieter entsprechend mehr lüften“, sagt Ulrich Ropertz vom Deutschen Mieterbund.

Dieser Auffassung sind auch die Gerichte: So entschied das Landgericht (LG) Berlin, dass ein Mieter keinen Anspruch auf Beseitigung von Schimmelpilz im Duschbereich hat, wenn dieser dadurch ent­standen ist, dass der Mieter nach dem ­Duschen die nass gespritzten Fliesen nicht trocken wischt. „Die Beseitigung von Spritzwasser ist jedenfalls in innenliegenden ­Bädern von jedem Mieter zu erwarten“, heißt es in dem Urteil (Az. 61 S 510/98).

Um vorzubeugen, legen mittlerweile viele Vermieter dem Mietvertrag ein Blatt bei, das über das richtige Heizen und Lüften informiert (siehe auch Kasten S. 45). Nach baulichen Veränderungen wie dem Einbau von Isolierfenstern sind Vermieter sogar verpflichtet, Mieter über neue Anforderungen ans Heizen und Lüften zu informieren (LG Gießen, Az. 1 S 63/00).

Das Schimmelproblem nimmt zu

„Vor fünf Jahren betrafen etwa 30 Prozent der bei uns eingehenden Anfragen das Thema Schimmel und Feuchtigkeit in der Wohnung – mittlerweile sind es 50 bis 60 Prozent“, schätzt Maria Nickel-Froese vom Gesundheitsamt Bremen. Die Ausbreitung des Schimmelproblems hängt damit zusammen, dass die Häuser aus Energiespargründen immer dichter werden, die Bauphysik bei Gebäudesanierungen nicht ausreichend berücksichtigt wird und die Energiekosten stark gestiegen sind.

„Die Leute wollen sparen und lüften weniger“, sagt Nickel-Froese. „Das kann aber schnell nach hinten losgehen.“ Nach einer Stoßlüftung heizt sich die Raumluft schnell wieder auf, sodass der Energieverbrauch kaum steigt. Ist aber erst einmal ein Feuchtigkeitsschaden entstanden, kann dessen Beseitigung teuer werden.

Schimmel ist zudem nicht nur unhygienisch, sondern unter Umständen auch gesundheitsschädlich: „Werden die freigesetzten Sporen eingeatmet, kann es zu Rei­zungen der Schleimhäute, Beschwerden im Bereich der Atemwege oder allergischen Beschwerden kommen“, berichtet Nickel-Froese.

Miete mindern

Mieter, die sicher sind, dass nicht falsches Lüften zum Schimmel geführt hat, sollten den Vermieter schriftlich auffordern, den Schaden innerhalb einer Frist von beispielsweise drei oder vier Wochen zu beseitigen. Denn dieser ist dazu verpflichtet, dem Mieter die Wohnung in einem einwandfreien, also vor allem nicht gesundheitsgefährdenden Zustand zu überlassen.

Kommt der Vermieter dieser Verpflichtung nicht nach, ist der Mieter berechtigt, die Miete zu mindern – es sei denn, er wusste schon vor dem Einzug von dem Mangel in der Wohnung, beispielsweise, weil der Mietvertrag darauf hinweist.

Die von Gerichten anerkannten Minderungsquoten reichen je nach Schwere des Befalls von einigen wenigen Prozent der Bruttomiete einschließlich Betriebskosten bis zu fast 100 Prozent.

Mieter sollten sich zum Beispiel beim Mieterverein erkundigen, ob und wie stark sie die Miete mindern können. Denn der Vermieter darf den Mietvertrag fristlos kündigen, wenn der Mieter ungerechtfertigt mindert und dadurch mit der Mietzahlung so weit in Verzug gerät, dass der geschuldete Betrag insgesamt mindestens zwei Monatsmieten erreicht (LG Berlin, Az. 65 S 35/05).

quelle: http://www.test.de

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