Schimmel in der Wohnung, Vermietern gibt mir die Schuld. Was kann ich tun?

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10 Antworten

Offensichtlich ist es ein Mehrfamilienhaus, wo mehrere Mietparteien das Schimmelproblem haben. Der Vermieter macht es sich oftmal sehr einfach und sieht die Ursache im "Lüftungsproblem" der Mieter. Vielleicht ist es aber eher ein "Belüftungsproblem" des Hauses? Immer luftdichtere Wohnungen bekommen zwangsläufig eine höhere durchschnittliche Raumluftfeuchte, da diese Feuchte nun nicht mehr mit der Luft durch kleinere Undichtigkeiten kontinuierlich abgeführt werden kann.

Es wird Stoßlüftung propagiert. Nach dem Lüften erwärmt sich die kühlere Luft wieder an der Wänden und Möbeln und nimmt dort Feuchtigkeit auf, bis es wieder ein Gleichgewicht gibt, zwischen der Raumluftfeucht und der Wandfeuchte. Ist nun die Luftfeuchte sehr hoch, so sind auch die Wände feucht. Feuchte Wände haben einen schlechteren Dämmwert als trockenen Wände und verursachen damit unnötig hohe Heizkosten. Der Profi trocknet die Wände mit Mikrowellentechnik und sorgt damit für Wärme direkt in der Wand oder durch Wärmestrahlung und sorgt damit für Wärme auf der Wandoberfläche. Beides regt das Wasser im, bzw. auf der Wandoberfläche an, zu verdampfen, was letztendlich die Wand trocknet. Wasser benötigt zum Verdampfen Energie, daher muss Wärme an die Wand gebracht werden.

Wird ständig gelüftet und wieder geheizt, sinkt zwar die rel. Luftfeuchte und die trockenere Raumluft kann wieder Feuchte aufnehmen, man muss aber bedenken, ob die Wand auch wirklich in der Lage ist, die Feuchte an die Raumluft abzugeben. Das geschieht z.B. NICHT, wenn die Raumluft vorbildliche Werte von unter 50% rel. Luftfeuchte hat, die Wand aber durch Auffeuchtung ordentlich an Dämmwert verloren hat und die innere Wandoberflächentemperatur im einstelligen Bereich (°C) oder kurz darüber liegt. Dann nämlich steigt durch Abkühlung der rel. trockenen Raumluft die rel. Luftfeuchte dicht vor der Wandoberfläche wieder so stark an, so dass die Wand mit der Luft davor im (Feuchte-)Gleichgewicht steht und keine Feuchtigkeit mehr abgeben kann - die Wand bleibt weiterhin nass. Daher ist bei einem starken Schimmelbefall die Fensterlüftung nicht zwangsläufig zielführend, zumal auch - wenn mit Heizkörperheizung geheizt wird - die kalte Frischluft auf den Boden fällt (weil kalte Luft schwerer ist) und erst ab der Unterkante des Heizkörpers wird die Luft erwärmt. Nun kommt es darauf an, in welcher Höhe über dem Fußboden sich die Unterkante des Heizkörpers befindet, denn die Luftschicht darunter hat es schwer, erwärmt zu werden. Man bekommt kalte Füße und der untere Wandbereich (in Höhe der Scheuerleiste) bekommt keine Wärme der Heizung ab, um trocknen zu können.

Mit viel Warmluft beheizte Wohnungen (in der Regel erzeugt der Heizkörper unter dem Fenster 3/4 Warmluft und nur 1/4 Wärmestrahlung) sind generell anfällig für Schimmel (vor allem, wenn die Fenster zudem auch noch luftdicht sind). Das liegt daran, dass die Warmluft für eine Befeuchtung der Aussenwände sorgt, denn sie steigt vom Heizkörper aus erwärmt und damit leichter nach oben und sinkt unter Auskühlung und damit schwerer werdend dicht vor der Aussenwandoberfläche nach unten. Kühlt Luft nun aus, so verringert sich das Wasserdampfaufnahmevermögen, die rel. Luftfeuchte steigt an, die Wand übernimmt den gestiegenen Luftfeuchtewert,  feuchtet auf und verliert an Dämmwert.

Durch Wärmestrahlung werden Oberflächen direkt erwärmt. Gibt die Heizfläche einen ausreichend hohen Anteil an Wärmestrahlung ab, so wird die Wandoberfläche erwärmt. Durch Strahlungsaustausch werden alle Oberflächen (auch der Fußboden!) auf annähernd die gleiche Temperatur erwärmt. Dadurch wird die Gefahr kalter Füße veringert und die Wände bekommen Wärme ab, um sich an die Raumluft entfeuchten zu können. Liegt die Oberflächentemperatur der Wand über der Raumlufttemperatur, so erwärmt sich die Raumluft an der (Wand-)Oberfläche und bekommt damit ein höheres Wasserdampfaufnahmevermögen, die rel. Luftfeuchtigkeit sinkt, die Wand wird damit entfeuchtet und trocknet. Der Schimmel hat auf trockener Oberfläche keine Chance.

Jedes Prozent mehr Wärmestrahlung im Raum verbessert also die Möglichkeit der Feuchteabgabe der Wand an die Raumluft. Die Wände werden trockener und bekommen einen besseren Dämmwert, die Gefahr der Schimmelbildung sinkt, die Heizkosten sinken, die Wärme wird gleichmäßiger im Raum verteilt, temperaturbedingte Luftbewegungen werden eingeschränkt, womit Staub und Dreck nicht mehr so stark durch die Luft gewirbelt wird, was sich dadurch auch positiv auf die Gesundheit der Bewohner auswirkt.

Also sollte der Vermieter mal seine Heizanlage in Augenschein nehmen. Nun schüttelt so manch einer den Kopf, weil ich den Umbau "ganzer Häuser" empfehle (die Umrüstung eines Heizkörpers kosten ca. 500,-EUR), jedoch wirkt sich ein deutlich höherer Anteil an Wärmestrahlung DAUERHAFT positiv aus und nicht nur 3-5 Jahre, wie die professionelle Trocknung und der Neuverputz mit Kalk und Anti-Schimmelfarbe, bei anschließender erneuter Befeuchtung durch die "Warmluftheizung".

Sie sollten um Ihrer Gesundheit willen ausziehen. Gefühlte 10.000 vergebliche Wohnungsbemühungen haben sicherlich einen sehr einfachen und zugleich triftigen Grund, der bei Ihnen liegen dürfte. Wie schätzen Sie sich denn selber von Ihrem Anspruchsdenken, persönlichen Erscheinungsbild und Ihren finanziellen Möglichkeiten her ein?

Bis zur Beantwortung dieser Frage haben Sie reichlich Zeit auf die Wiederherstellung eines schimmelfreien Zustandes zu klagen.dahin

Der Grund für den Schimmel hängt doch unter dem Fenster, das wird aber in der Regel übersehen. ;-)

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Da werdet ihr euch zum einen auf einen Streit mit dem Vermieter / der Hausverwaltung einstellen müssen oder aber ihr sucht weiter nach einer anderen Unterkunft.

Im ersteren Fall bleibt euch nichts andetes übrig, als einen eigenen Gutachter zu beauftrage. Oft ist auch der Mieter am Schimmel Schuld durch falsches Lüften. Genauso oft ist aber nach meiner Einschätzung doch ein Baumangel dir Ursache. Es kann auch sein, dass beides zusammen trifft.

Auch wenn ihr nachweise könnt, dass Baumängel vorliegen - und eine Sanierung durch denn Vermieter durchzusetzen ist - wenn es das ganze Haus betrifft, dann werdet ihr da wohl kaum während einer Sanierung wohnen bleiben können.

Wie lange wohnt ihr denn schon dort?

Wir wohnen dort schon mehr als 20 Jahre hier. Vor ein paar Jahren hat es angefangen, davor war nie was.

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dieses problem kenne ich nur zu gut! ich habe mir damals über den mieterschutzbund einen gutachter vermitteln lassen, der hat ca. 200,-- € gekostet. das gutachten ergab, dass die bausubstanz des hauses für den schimmelbefall ´verantwortlich´ war. mit unterstützung des mieterbundes (fristen, höhe der mietminderung usw) habe ich dann die miete gemindert. das hat mir zumindest finanziell luft verschafft, um mir was neues zu suchen. denn dass die veränderung der bausubstanz bis zu meinem lebensende nicht stattfinden würde, war unter den umständen auch klar.

wenn ihr die sache alleine durchziehen wollt: tretet dem mieterschutzbund bei und lasst euch beraten, ggf. einen gegengutachter vermitteln. der ist für mitglieder oft günstiger.

wenn ihr das mit der hausgemeinschaft machen wollt: der weg, aus meiner sicht, wäre derselbe, aber die kosten wären geringer und der nachdruck größer. immer vorausgesetzt, der schimmel geht nicht auf euer konto! aber um das festzustellen, wäre ein (gegen-)gutachten sinnvoll, sonst dreht ihr euch nur im kreis!

natürlich habt ihr rechte - aber die hier darzulegen, ohne den genauen sachverhalt zu kennen, wäre unseriös. wendet euch an den mieterbund, dort sitzen juristen und sachverständige aller art. die beratung ist kostenlos, wenn man mitglied ist. evtl. fallen kosten an (um die 10,--) , wenn ein schriftwechsel mit dem vermieter erforderlich ist. aber im vergleich zu einer (uninformierten) eigenaktion ist das fast geschenkt. selber hier herumzuwerkeln, kann einen schuss nach hinten geben. viel glück :o)

Vielen Dank! Das werde ich mal auf jeden Fall machen!

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Seit wann genau habt ihr den Schimmel. In welcher Etage seid ihr, wo tritt der Schimmel auf und wie genau wird bei euch geheizt und gelüftet?

Wie viele Quadratmeter bewohnt ihr mit wie vielen Personen?

1. der Schimmel hat vor ca. 5-6 Jahren angefangen.
2. Wir wohnen in der 3. Etage.
3. Am meisten tritt er in der oberen Ecke der Wand auf.
4. Wir stoßlüften. Wir haben ganz normale Heizkörper. Wir machen sie immer im Winter auf ganz heiß, aber es wird NIE warm in dem einen Zimmer. Die Wand ist auch immer kalt und feucht.
5.66m^2 mit 4 personen es sind 3 Zimmer, 1 Küche, 1 Bad, 1 kleiner Abstellraum.

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@toinia

Gut. Fangen wir mal an.

1+2) Der Schimmel ist schon länger dort, kommt jetzt also nicht aus diesem Sommer. Außerdem seid ihr in der 3. Etage. Also ist es wohl kein "Sommerschimmel", wie er oft in Kellerwohnungen auftritt. Und auch keine aufsteigende Feuchtigkeit, die auch nur die unteren Etagen betrifft.

3) Die obere Ecke ist betroffen. Dadurch fällt auch eindringende Feuchtigkeit von außen als Grund aus, weil die sich überall, nur nicht an der Gebäudeecke breitmachen könnte. Die von dir beschriebene Ecke ist ein typischer Ort für "Lüftungsschimmel". Die Wand bleibt dort am kältesten, weil sie dort von zwei Seiten durch kalte Luft gekühlt wird und nur von einer Seite durch beheizte Luft erwärmt wird.

Wenn ich schreibe "Lüftungsschimmel" bedeutet das nicht, dass ich euch jetzt pauschal die Schuld zuschiebe. Aber bestimmt gibt es eine Möglichkeit, mit etwas verbessertem Nutzerverhalten das Problem in Angriff zu nehmen.

4) Stoßlüften ist gut. Aber wie oft? 4 Leute auf 66m² erfordern schon einige Lüftungsvorgänge am Tag. Pro Person habt ihr 40 m³ Luft, auf die sich die Feuchtigkeit verteilen kann. Und davon zieht sich alles ab, was durch Mobilar und co. zugestellt ist.

Das beste Stoßlüften: Zwei gegenüberliegende Fenster weit auf (=Durchzug), Türen dabei am besten gegen Zuschlagen sichern, und dann wenige Minuten die Luft durchziehen lassen. Wenn es draußen kalt ist und etwas Wind geht, können die Fenster oft schon nach 2 Minuten wieder geschlossen werden, weil es nur darum geht, die Luft schnell auszutauschen, ohne viel Wärme zu verlieren.

Das solltet ihr möglichst oft machen, in gewissen Zeitintervallen. Immer nur kurz, aber oft lüften. Besonders natürlich morgens nach dem Aufstehen und abends vor dem Zubettgehen. Und dazwischen halt nach Anwesenheit und Gelegenheit. Und natürlich, wenn gerade bspw. gekocht oder gebacken wird/wurde.

Falls ihr direkt vor der Außenwand sperrige Möbel habt, kann das ein Problem sein und kühlt die Wände aus.Möbel am besten vor Innenwände oder halt mindestens etwas von der Außenwand abrücken. Die Heizung sollte natürlich auch frei sein. (Klingt doof, aber es gibt auch Leute, die ihre Heizung mit dem Sofa zustellen^^).

Vielleicht wird es etwas wärmer im Problemzimmer, wenn durch obige Maßnahmen die Wand trockener wird. Trockene Wände isolieren besser vor Kälte. Und so spart man am Ende durch vorbildliches Lüften auch Energie.

Also probiert das mal! Je kälter es draußen wird, desto wirkungsvoller wird übrigens das lüften!

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Vielen Dank! Ich werde das auch versuchen!

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In meiner täglichen Praxis sind zu 90% Lüftungsmängel für Schimmel ursächlich und nicht Baumängel. Was ihr tun könnt? Informiert euch über RICHTIGES Heizen und Lüften und überprüft, ob ihr es genauso macht.

Ihr könntet, bei erwiesener Nichtschuld, schon mal die Miete mindern. Ist aber leider bislang nicht der Fall. Tretet einem Mieterverein bei.

Es ist das übliche Procedere, alles auf die Mieter abzuwälzen.

Es bleibt auch die Möglichkeit, selbst einen Gutachter zu beauftragen. Das dürfte aber in den vierstelligen Bereich gehen. Viellicht könnt ihr euch mit anderen Mietern zusammen tun, damit es billiger wird.

Ja, haben wir uns auch schon gedacht. Werden wir wahrscheinlich auch machen, wenn alle mit machen. Trotzdem danke!

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Ja es gibt sehr viele Schimmelarten welche nur ein Sachverständiger feststellen und eine Fachfirma beheben kann. Die meisten schieben es aber auf schlechte Belüftung! Du schreibst das ganze Haus hat Schimmel? Wieviele Wohnungen betrifft das?

Es gibt insgesamt 12 Wohnungen - alle hatten Schimmel! Es ist unmöglich! Keiner traut sich was von den Bewohnern. Sie spucken immer große Töne, aber nichts kommt. Ich weiß nicht, wie ich vorgehen sol.

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Meist ist Schimmelbefall ja auch Schuld der Bewohner: Durch mangelndes Lüften. Es gibt aber auch Ursachen durch die Bausubstanz. Wenn Ihr das genau herausfinden wollt und beweisen wollt, dann müßt Ihr auf Eure Kosten einen Gutachter nehmen. Anders wird es nicht zu beweisen sein, wer die Schuld hat und die Kosten tragen muß

Sehr selten liegt der Grund für den Schimmelbefall beim Bewohner. Ich lüfte 1x/Tag und nach dem Duschen und Kochen und habe keinen Schimmel. Die Wäsche wird im Haus getrocknet und trotzdem habe ich im Winter rel. Luftfeuchten von ca. 20-25% und im Sommer vom 50-55%. Allerdings hat mein Haus auch keine warmluftlastige Heizung, sondern hydraulische Heizleisten, die für gleichmäßig warme Wandoberflächen und trockene Wände sorgen.

In den USA übrigens als "hot water baseboard heaters" sehr weit verbreitet. Würde man dort die Holzhäuser mit der deutschen warmluftlastigen Heizkörpertechnik beheizen, würden alle Holzhäuser wegen Auffeuchtungen zeitnah weggammeln.

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@Onki73

Sehr selten liegt der Grund für den Schimmelbefall beim Bewohner.

Schwachsinn. 90% des Schimmels ließen sich durch besseres Lüften vermeiden.

Ich lüfte 1x/Tag und nach dem Duschen und Kochen und habe keinen Schimmel.

Das ist immerhin auch 3x Lüften. Und wenn du nicht kochst und duschst, atmest du den ganzen Tag verbrauchte Luft ein mit Schadstoffen aus Verbrennungsvorgängen, Ausdünstungen von Kunststoffen, Kohlendioxid und so weiter. 

Frische Luft ist gesünder und erhält auch den klaren Verstand.

In den USA übrigens als "hot water baseboard heaters" sehr weit verbreitet. Würde man dort die Holzhäuser mit der deutschen warmluftlastigen Heizkörpertechnik beheizen, würden alle Holzhäuser wegen Auffeuchtungen zeitnah weggammeln.

In den USA liegt der Pro-Kopf-Verbrauch an Energie doppelt so hoch wie in Deutschland. Ich weiß nicht, ob der Vergleich so toll ist.

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@napoloni

100% des Schimmelbefalls durch Raumluftkondensat (also durch das Bewohnen) würde sich vermeiden lassen, wenn keine Raumluft sich an kalten Wandoberflächen abkühlen kann, sich dort also keine Feuchte ablagern kann.

Was ist also besser 90% Schimmelvermeidung aus Raumluftkondensat durch vermehrtes Lüften (was nun wirklich nicht gerade energieeinsparend wirkt) oder 100% Schimmelvermeidung aus Raumluftkondensat durch warme Wandoberflächen?

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@napoloni

Napoloni, Du betrachtest immer nur die allgemeinen Luftfeuchtewerte im Raum, aber die sind temperaturabhängig. Dort, wo die Luft kühler ist (z.B. auf dem Fußboden), ist die rel. Luftfeuchte höher, da wo die Luft wärmer ist (z.B. an der Zimmerdecke), ist die rel. Luftfeuchte geringer.

Nun lüftest Du fleißig kalte und trockene Luft ins Zimmer, die sich dort erwärmt (erwärmen soll). Naja, die kalte und folglich schwerere Luft fällt erst mal auf dem Fußboden. Was hebt die kalte und schwere Luft dort an? Nur die Wärme (!) und die kommt in der Regel von der Heizung.

Ab der Unterkante des Heizkörpers (in welcher Höhe über dem Fußboden ist diese?) wird die Luft "angesaugt" und als Warmluft zur Zimmerdecke geschickt, wo sie an der Aussenwand auskühlt. Dabei steigt aber die rel. Luftfeuchte in der kühler werdenen Luft. Nun, kurz über dem Fußboden ist die Luft wieder kalt, die Luftfeuchte hoch und wo soll die Wärme nun in Scheuerleistenhöhe herkommen, um dort die Kondensat- und Schimmelbildung zu vermeiden? Vom ständigen lüften mit Kaltluft wird die Scheuerleiste nicht wärmer!

Okay, der Fragesteller hat nichts geschrieben, wo sich der Schimmel im Raum bildet, aber in Raumecken an den Aussenwänden, hinter Möbelstücken und an der dortigen Scheuerleiste gibt es bei der Beheizung mit zu viel Warmluft oft unzureichende Wärme, wodurch es dort zu hohen Luftfeuchtewerten kommt. Klar kann man dagegen anlüften, aber auch bei vorbildlicher 40% allgemeiner rel. Luftfeuchte kann es hinter dem Schrank oder in Höhe der Scheuerleiste zu einstelligen Temperaturwerten kommen (oder nahe dem einstelligen Bereich), weil es dort eben durch Auffeuchtungen im Mauerwerk schon einen schlechten Dämmwert mit dem entsprechenden Wärmeabstrom nach aussen gibt. Dort kondensiert nun auf Grund der Kälte weiter die Luftfeuchte auch bei geringen allgemeinen Raumluftfeuchten. Der Dämmwert der Wand muss durch Austrocknung wieder hergestellt werden. Also die Wärmeverteilung im Raum verbessern. Man muss dazu nicht unbedingt an der Heizung rumschrauben, das schaft das auch mit einem Ventilator, der die Warmluft durchs Zimmer pustet (auch gleich mit den Schimmelsporen!) oder einer Batterie von Rotlichtlampen vor der schimmligen Wandfläche (schönen Gruß an die Stromrechnung)...

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@Onki73

Du machst immer so viele unnötoge Buchstaben.

Was ist besser? Natürlich lüften. Ich will ja auch frische, gesunde Luft haben und nicht im eigenen mief ersticken. Du versuchst hier dein Zeug zu verkaufen. Verkauf doch noch Atemgeräte, damit die Leute atmen.

Die Lösung, einfach ab und an für wenige Minuten das Fenster zu öffnen ist doch so einfach, dass jeder deiner Tausenden Buchstaben eine himmelschreiende Verschwendung ist.

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@napoloni

Was soll ich denn bitteschön hier verkaufen? Kupferrohre? Gibts im Baumarkt. Heizleisten? Die kann sich jeder selber zusammenbasteln. Fußbodenheizungen? Wandheizungen? Hab keine Baufirma. Ich bin nach wie vor im öffentl. Dienst und verkaufe nichts.

Ich hab nichts gegen das Lüften, aber übermäßiges Lüften verschwendet Energie und wir wollen doch alle Energie einsparen. Warum also Lüftungsorgien veranstalten, wenn es auch anders und besser geht?

Viel Wärmestrahlung wirkt sich im übrigen nicht nur positiv auf die Heizkosten aus, sondern auch positiv auf den Blutdruck - vielleicht solltest Du das auch mal ausprobieren. Hier gibt es für Dich weiterführende Informationen, dann brauche ich nicht so viel zu schreiben:

http://klausroggel.de/temp-info.htm

Viel Spaß beim Lesen! ;-)

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@Onki73

Sorry, diese Seite macht ja Augenkrebs. Die brauche ich auch nicht lesen, weil alles das, was ich geschrieben habe, weiterhin gültig ist.

Die einfachste und billigste Lösung. Und wenn ich frequentielles, kurzzeitiges Stoßlüften propagiere, musst du daraus nicht "übermäßiges Lüften " machn.

Oder hast du in deinem Leben zu viel verbrauchte Luft geatmet und zu wenig Sauerstoff abbekommen?

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Schimmel macht krank und zwar schwer. Holt einen Anwalt und Fragt den mal.

Krank? - Brauch man da nicht eher einen Arzt als einen Anwalt?

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