Schimmel im Schlafzimmer - Suche Rat

...komplette Frage anzeigen Feuchtigkeitsmesswerte1 - (Schimmel, Schlafzimmer) Feuchtigkeitsmesswerte2 - (Schimmel, Schlafzimmer) Schlafzimmerskizze - (Schimmel, Schlafzimmer)

7 Antworten

Hallo coffeey,

fangen wir mal mit der Auswertung der Log-Daten an: Da ist ein regelmäßiges Heiz-/Lüftungsverhalten zu erkennen. Die Lüftungszyklen nenne ich ausreichend. Allerdings halte ich die Temperatur im Mittel für etwas zu gering. Du solltest tagsüber zwischen den Lüftungen den Raum auf 19-20°C halten. Nach dem Lüften vor dem zu Bett gehen, heizt du nur noch auf 16-17°C auf.

Ich habe mir mal den Zeitraum am 08.03.13 etwa zwischen 9 und 10 Uhr rausgepickt. Eine Luftfeuchte von 76%rH bei 17°C Raumlufttemperatur ergibt einen Taupunkt von etwa 12,7°C. Das bedeutet, dass an jeder Stelle im Raum mit dieser Temperatur oder darunter die Raumluftfeuchte auskondensiert. Schimmelalarm! Und diese Temperatur kannst du bei schlecht isolierenden Wänden im Winter locker unterschreiten.

Aber noch 2 Fragen:

  • Wo stand das Meßgerät während der Erfassungszeit? In Raummitte, an der Innen- oder Aussenwand?

  • Bestehen die befallenen Stellen aus zwei Aussenwänden?

Da Schimmel hier immer wieder ein Thema ist, habe ich hierzu mal einen Tipp verfasst. http://www.gutefrage.net/tipp/schimmel-vorbeugen-und-beseitigen Dort findest du auch einen Link mit hilfreichen Ratschlägen vom Umweltbundesamt.

Gruß, Yorgos

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coffeey 05.02.2014, 14:06

Hi. Danke für die hilfreichen Antwort.

Zu Deinen Fragen:

  • Ja, beide Wände sind Außenwände
  • Das Gerät lag in der Ecke, wo die Schimmelbildung war, auf einer Nachtkommode.

Ich kann mir auch nicht erklären, wie dieser Sprung in der Luftfeuchtigkeit zustande kommt. In der Woche, wo der Test stattfand, hatte meine Frau Spätdienst. Somit wurde dann auch gar nicht geduscht, was man die hohe Luftfeuchtigkeit erklären konnte.

Seitdem habe ich einen Thermostat-Regler gekauft, was die Temperatur bei Nacht auf 18 Grad und bei Tag 20,5 Grad regelt. Aber leider taucht immer ab und an der Schimmel.

In dem MFH sind viele Wohnungen vom Schimmel befallen. Also kann es ja nicht nur an mir liegen.

Ich möchte vielleicht einen Gutachter beauftragen. Was kostet das in der Regel. Das Zimmer ist ca. 16-18 qm groß. Der Schimmelbefall ist nur einem Zimmer. Die Seite bekommt nie Sonne zu sehen.

Ich hacke deswegen jetzt nach, weil wir in ca. 5 Monaten ein Baby bekommen und der Schimmel hier für das Baby sehr gefährlich ist.

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Yorgos 19.03.2014, 22:56
@coffeey

Danke für Dein Sternchen!

In dem MFH sind viele Wohnungen vom Schimmel befallen. Also kann es ja nicht nur an mir liegen.

Nein, Du und Deine Nachbarn heizen und lüften ja nicht unbedingt falsch, aber u.U. nicht angepasst. Ob das in den räumlichen Gegebenheiten so ohne weiteres mit einem zumutbaren Aufwand möglich ist, sei dahin gestellt.

Deine Beschreibungen und meine Klassifizierung der befallenen Stellen, unterstreichen meine Vermutungen bezügl. der Ursachen. Mein Tipp: Frage in Deiner Umgebung nach einem Gutachter und binde Deine betroffenen Nachbarn mit in diesen Prozess mit ein. Geht gemeinsam gegen einen evtl. vorliegenden Baumangel vor.

Der Gutachter muss unbedingt unabhängig sein; also bitte darauf achten, dass es keine innige Produktverbundenheit gibt. Ich weiss, ist nicht ganz einfach, daher viel Erfolg von mir..........

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05.02.2014 - Deutlich zu feucht! Daher musst du mindestens bis 20 Grad heizen...

Schimmel – nasse Wände? Probleme mit dem Vermieter/Eigentümer?

Wasser an der Innenseite von Fensterscheiben wird festgestellt, wenn sich diese Feuchtigkeit aber in/an der Tapete/Wand festsetzt, wird der Folgeschaden als Schimmel erst deutlich später feststellbar.

Warum kommt es zu Feuchtigkeit in den Räumen? Generell ist durch die Ausatmung, die Verdunstung von Blumenwasser, Kochwasserdampf … immer eine Verdunstung von Wasser in den Räumen vorhanden. Nachts verliert jede Person bis zu einem Liter Flüssigkeit durch Schwitzen, Atmung …

Warum schlägt sich die Feuchtigkeit an den Fenstern/Wänden nieder? Je nach Lufttemperatur kann die Raumluft nur bestimmte Wasserdampfmengen aufnehmen. Bei 0 Grad sind das etwa 4 Gramm, bei 20 Grad etwa 17 Gramm pro Kubikmeter. An kalten Flächen (z. B. Fenstern) schlägt sich die Raumfeuchtigkeit dann nieder. Das gleiche passiert, wenn man gegen einen Spiegel ausatmet: er beschlägt.

Jeder kann sich an Erzählungen seiner Großeltern erinnern, die davon berichten, dass man im Winter noch Eisblumen an der Innenseite der Fenster hatte. Damals wurden dicke Decken vor die Fenster gehängt. Oft froren die Decken dann an den Fenstern fest. Auch konnte durch dicke Vorhänge, die abends zugezogen wurden, die Kälteausstrahlung der weitgehend ungedämmten Fenster verringert werden.

Heute hat kaum jemand noch dicke Vorhänge vor den mehrfach verglasten Fensterscheiben, deren Fläche auch erheblich größer geworden ist als früher. Die Innentemperatur an den Mehrfachverglasungen ist so in vielen Fällen deutlich über den (in Altbauten) weniger gedämmten Außenwänden. Daher sollte die Temperatur an allen Innenflächen der Räume bei recht kalten Wänden (mit einem Infrarotthermometer) überprüft werden.

Was ist zu tun? In kleinen Schlafräumen (unter 14 m² und 2,45 m Raumhöhe) reicht die Luftmenge von ca. 35 m³ gerade einmal, um bei einer Raumtemperatur von 15 Grad die Menge von 400 ml Verdunstungsflüssigkeit aufzunehmen. Bei 50 % Luftfeuchtigkeit sind aber schon 200 ml in der Luft vorhanden, bevor man dort schlafen geht! Der Rest (alles, was über die weiteren 200 ml verdunstet wird,) muss sozusagen an das Fenster oder an/in die Wand. Dort wird er bei einer verputzten Innenwand auf den ersten Zentimetern der Wand aufgenommen, wenn die Tapete, Farbe dampfdurchlässig ist. Bei 2 Personen kommen schon Feuchtigkeitsmengen von mehr als einem Liter zusammen! Dann ist höchste Vorsicht geboten! Im Laufe des Tages dann wird diese Feuchtigkeit dann – nur bei ausreichender Belüftung – fast vollständig wieder abgegeben.

Es kann also nur eine ausreichende Stoßlüftung am frühen Morgen für eine Lufterneuerung und damit eine deutliche Senkung der Luftfeuchtigkeit (unter 55 %) sowie eine angemessene Beheizung von mindestens 15-16 Grad über den ganzen Tag Abhilfe schaffen. Eine permanente Abluftanlage verbraucht nicht mehr als 20 Watt/Std. (also ca. 10 Cent/Tag) und ist z. B. bei innenliegenden Bädern die richtige Lösung!

Das Führen eines Heiz-/Lüftungstagebuchs ist erforderlich. Dazu sind die Temperaturen in Raummitte (einen Meter über dem Boden), die Temperaturen an den Wänden/Decken und am Fenster zu messen und die Lüftungszeiten sowie die Luftfeuchtigkeit im Raum (vor und nach dem Lüften) zu notieren.

Nur mit solchen Aufzeichnungen könnte ein Vermieter davon überzeugt werden, dass ein Baufehler vorliegen kann. Für Baufehler und deren Abhilfe ist der Eigentümer zuständig – für die auf falsche Lüftung/Heizung zurückzuführenden Beschädigungen zahlt der Mieter!

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altermann58 05.02.2014, 14:01

Ergänzung: Besorge dir ein Laser-Temperaturmessgerät und miss genau in den Ecken die Temperaturen! Liegen die bei 60-70 % Luftfeuchtigkeit unter 18-20 Grad - muss es schimmeln!

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coffeey 10.02.2014, 11:44
@altermann58

Hi. Danke für die Antworten. Ich habe mir einen Thermometer/Hygrometer angeschafft und die Heizung voll aufgedreht. Das Zimmer ist fast nie über 18 Grad warum geworden. Die Feuchtigkeit war mehr oder weniger immer in Orndung, durchschnittlich 55%.

Ich denke die Heizung ist nicht mehr in der Lage, das Zimmer wie nötig warm zu halten.

Die Temperatur im Innenraum hängt auch stark vom Außentemperatur ab. Wenn es draußen um die 0-5 Grad ist, ist im Zimmer bei voll aufgedrehten Heizung ca. 16-17 Grad. Mehr geht nicht.

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Hallo,

du kannst doch alles ablesen. Du lüftest morgends meist im Zeitraum von 9 - 10:30 (Ich meine nicht die Dauer!). Mittwoch und Donnerstag warst du motiviert und hast viel gelüftet, 4x, dann ließ das Engagement nach...

Am Sonntag hast du vergessen, das Fenster zu schließen. Die Feuchtigkeit geht aber nie unter 58%. Zwischen dem Lüften liegst du meistens 72/73 %. Das ist viel Luftfeuchtigkeit! Und dabei hast du in der regel eine Temperatur im Schlafzimmer von etwas über 15 °. Dier Raum müss wärmer sein. Ab ca. 17° OBERFLÄCHENtemperatur fällt generell Kondenswasser aus.

Ich müsste bei 15° in der Tabelle schauen, müsste aber schon eher ausfallen. Wenn du den Raum nicht besser heizt, oder die Pflanzen rausstellt, oder das Aquarium, oder was auch immer diese Luftfeuchtigkeit -ausser euch beiden Schlafenden natürlich- erhöht, wird das nie besser werden. Im Gegenteil!

Ist doch ganz leicht zu lesen..... ;)

Sorry, aber da scheint der Vermieter keine Schuld zu haben!

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coffeey 27.03.2013, 19:33

Hi. Ich lüfte 3-4mal am Tag. Immer wenn die Luftfeuchtgkeite runtergeht, ist das ein Fensteröffnen bzw. Lüften. Am Sonntag habe ich 2mal gelüftet und noch einmal um Mitternacht. An dem Tag waren wir vermutlich nicht Zuhause, sodass die Feuchtigkeit herunter gegangen ist.

Die Messwerte wurden in einem Zeitraum aufgenommen, wo es drauf schon recht warm war (12-16 Grad) hier in Süden (bei Esslingen). Daher habe ich die Heizung auch nicht so aufgedreht. Sie war nur bis 2-3.

Im Zimmer befindet sich keine Pflanzen oder sonstige feuchtigkeitgebende Sachen. Und auch wo die Feuchtigkeit am höchsten ist, hat noch keine geduscht. Meine Frau hatte in der Woche spätschicht und sie steht dann erst um 10 Uhr auf. Ich schon eher, aber ich dusche meist später. Ich arbeite auch von Zuhause. Tagsüber geht auch niemand in den Schlafzimmer. Wenn dann nur kurz. Wenn also tagsüber niemand hingeht, dann reichen ja ca. 16-17 Grad völlig aus.

Zu erwähnen ist, dass unseren Türen unten so kleine Öffnungen mit Schlitzen haben. Ich weiss nicht, ob das etwas bewirkt.

Ausserdem ist noch zu erwähnen, dass es in dem Zimmr schon der Vormieter und der Vorvormieter Schimmelbefall hatten.

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Zusammenfassend kann man sagen, dass die Luftfeuchtigkeit insgesamt zu hoch und die Zimmertemperatur insgesamt zu niedrig ist. Ich gehe mal davon aus, da der Schimmel hier typischerweise in den Ecken entsteht, auch das Gebäude aussen nicht wärmegedämmt ist. Du solltest die Raumtemperatur erhöhen.

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coffeey 05.02.2014, 15:20

Normal ist das auch so. Aber in der Woche, wo die Messung stattfand, waren die Aussentemperaturen um die 15 Grad. Entsprechend macht man es in der Wohnung nicht zu sehr warm. Die durchschnittliche Temperatur war daher ca. 17 Grad.

Ich kann mir nicht erklären, wie dieser Sprung am frühen Morgen zustande kommt. Das Bad ist ja zwei Räume weiter. Und wenn wir duschen, schliessen wir die Türen. Aber wie bereits erwähnt, vom Duschen kann das nicht kommen, weil in der Zeit niemand geduscht hat.

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coffeey 06.02.2014, 14:33
@coffeey

Ich habe seit gestern einen Thermometer und Hygrometer gekauft. Bei voll aufgedrehten Heizung ist in den Ecken, wo der Schimmel ist, nie wärmer als 17,5 Grad. Die Luftfeuchtigkeit ist aber auch nicht sehr hoch, ca. 58% Durschnitt.

Vielleicht ist der Heizgerät nicht ganz in Ordnung. Das Zimmer an sich ist aber warm. Oder wir fühlen es so.

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Bei ganz frischem Schimmelbefall hilft das Desinfizieren der Oberfläche mit dem oben genannten Ethanol. Ist der Befall schon älter, dann ist der Pilz schon tiefer in die Wandbaustoffe eingedrungen und die Tapete, Anstrich und evtl. auch der Putz sind befallen und müssen entfernt werden. Mit den rein oberflächlich wirksamen Mitteln ist hier nichts mehr zu machen. Also: Herunter mit dem Anstrich und der Tapete - ob auch die darunter liegenden Baustoffe entfernt werden müssen, sieht man in der Regel erst, wenn die Flächen freigelegt sind. Entfernen Sie das befallene Material großzügig!

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Kann dir nur sagen das dein lüften vollkommen richtig ist und es nicht an dem liegt. Desweiteren bin ich leider kein fachmann

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