Schimmel (im Dach) und Krankheit in der Wohnung. Wie sieht die Rechtslage bei deinem “Notumzug” aus?

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5 Antworten

ich benötige dringenden rechtlichen Rat hinsichtlich unserer Wohnsituation.

Den dürfen wir hier nicht geben, nur eine Einschätzung.

Ich bekam vor 3 Jahren Asthma und erhielt ein Attest vom Lungenfacharzt mit dem schriftlichen Zusatz, dass dieses Raumklima Asthma begünstigt und ein unmittelbarer Auszug erforderlich ist. Kurzum: der Vermieter (eine große Wohnbaugesellschaft in Köln) bezog keine Stellung hierzu. Wir blieben in der Wohnung.

Wenn eine extrem hohe Schimmelbelastung da ist, kann/sollte  man die Miete mindern und im Einzelfall kann man die Miete zu 100% mindern und oder fristlos kündigen.

Mein Ziel ist es so schnell wie möglich auszuziehen und dass der Vermieter uns eine Ersatzwohnung stellt, zumal es kein Wunschauszug ist sondern ein Zwangsauszug.

Du bist drei Jahre in der Wohnung geblieben trotz Belastung und jetzt erwartest Du das dass der Vermieter zahlt?

Ich glaube nicht, dass Du damit vor Gericht durch kommst.

Trotzdem solltest Du einen Anwalt nehmen der Rechtsberatung machen darf.

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Da in der Wohnung nicht einmal sichtbarer Schimmel vorhanden und Sie lediglich Vermutungen in den Raum stellen, haben Sie weder das Recht die Miete zu mindern, noch fristlos zu kündigen. Ihr Schimmeltest war sicher nicht von einem Gutachter getätigt, so dass das Ergebnis nichts aussagt. In jeder Luft befinden sich Schimmelsporen, auch in der Außenluft. Wer viele Pflanzen in der Wohnung hält, hat z.B. mehr Schimmelsporen in der Raumluft als andere.

Warum sind Sie denn vor 3 Jahren nicht ausgezogen? Sie haben jederzeit das Recht fristgerecht zu kündigen und sich eine andere Wohnung zu suchen. 

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Was willst du denn jetzt dem Vermieter aufs Auge drücken? Wenn dir empfohlen wurde umzuziehen, warum hast du dann die Wohnung nicht gekündigt und hast dir ´ne neue gesucht? Nur weil DU nicht gekündigt hast und weiter dort wohnen geblieben bist, soll jetzt der Vermieter auf einmal zahlen? Nee. 

In deiner Wohnung ist kein Schimmel und somit ist die Wohnung auch nicht unbewohnbar. Also nix mit Notumzug. Wenns denn so nötig ist umzuziehen, warum hast du das nicht gemacht, sobald dir der Arzt einen Umzug empfohlen hat?  Dass du nicht gekündigt hast, ist doch nicht die Schuld des Vermieters sondern deine!

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Kommentar von ninakoeln
14.03.2016, 15:03

Der aktuelle Schimmelbefund weist eine hohe Belastung in allen Räumen der Wohnung auf. Die Wohnung befindet sich im Dachgeschoss, der Schimmel kommt von einem undichten, feuchten Dach.

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Schimmelpilzsporen befinden sich überall in der Luft. In Wohnräumen und auch in der Aussenluft. Allerdings gibt es Schimmelpilzsporen die gesundheitsgefährdend sind und u. U. Asthmaerkrankungen auslösen können. Es gilt demnach festzustellen, um welche Arten von Sporen es sich handelt. Das kann nur ein für dieses Gebiet zuständiger Gutachter der Luftmessungen macht und die Art der Schimmelpilzsporen bestimmt. Dieser erstellt ein Gutachten in dem das Ergebnis der Messung detailiert dokumentiert wird. Aus dem Gutachten ist ersichtlich, welcher Kategorie die Sporen zuzuordnen sind. Entweder normal, leicht gesundheitsschädlich oder sehr bedenklich, sogar gesundheitsgefährend.Wurde ein solches Gutachten erstellt ? Wenn ja, hätte man dieses Gutachten dem Vermieter vorlegen müssen, damit er entsprechende Masnahmen zur Beseitigung des Schimmelpilzes einleiten kann.. Denn während der Sanierungsmassnahme wäre der Vermieter verpflichtet gewesen, so die Sporen gesundheitsgefährdend laut Gutachten sind, ersatzweise Wohnraum zu beschaffen , oder gar die Unterkunft in einem Hotel zu bezahlen bis die Sanierungsmasnahmen abgeschlossen sind. Dann stellt sich mir die Frage, warum du das Schweigen der Wohnbaugesellschaft widerspruchslos hingenommen hast und über einen weiteren Zeitraum von 3 Jahren mit deinem Sohn in der Wohnung geblieben bist ?  Schimmel braucht zur Entwicklung Feuchtigkeit. Es kann also nicht sein, dass sich in einer trockenen Wohnung Schimmelpilzsporen  bilden, die gesundheitsgefährdend sind. Ich würde an der Korrektheit der Feuchtigkeitsmessung meine Bedenken haben. Ob du nach 3 Jahren der Untätigkeit noch eine Chance hast, Regressansprüche an die Wohnbaugesellschaft zu stellen, diese Frage kann dir nur ein Anwalt beantworten. Schliesslich hat dir dein Arzt empfohlen die Wohnung zu wechseln, was auch nicht erfolgte. Um eine geringe Chance vor Gericht zu haben, müsstest du den Nachweis erbringen, dass du dich in den letzten 3 Jahren um eine für dich bezahlbare Wohnung bemüht hast, aber keine finden konntest. Deine Frage ist nun schon 2 Monate alt. Mich würde interessieren, ob es zu einer Einigung mit der Wohnbaugesellschft gekommen ist und wie diese im Ergebnis aussieht. Ich bin beruflich im Bauswesen tätig und habe des öfteren bei Sanierungsmassnahmen aiuch mit Schimmelpilzproblemen zu tun.Deshalb würde mich das Ergebnis mit der Wohnbaugesellschaft interessieren.

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Ich würde einen  Anwalt befragen, der sich mit so etwas auskennt.

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