Schimmel bei Wohnungsübergabe

10 Antworten

Vom Fragesteller als hilfreich ausgezeichnet

Grundsätzlich gibt es eine Anzeigepflicht, bei bekannt werden eines Mangels. Hier, der Schimmel. Da der Schimmel erst jetzt bemerkt wurde, sind Sie noch nicht in Verzug. Nun kann man lange darüber diskutieren, wer als Verursacher in Frage kommt. Ich sehe es nicht so, dass der Mieter seine Möblierung an die Wohnung anpassen muss, es sei denn, der Vermieter hat im Vorfeld darauf hingewiesen und das wird in den meisten Fällen nicht so sein. Gab es also keinen Hinweis seitens des Vermieters, ist der Mieter frei in der Gestaltung seiner Möblierung. Somit sehe ich nicht den Mieter als Verursacher. Es kommt, wenn die Angaben stimmen, die ungenügende Heizung dazu. Ich rate selten dazu, den Schimmel einfach zu entfernen, würde es aber in diesem Fall empfehlen, wenn es nur oberflächlich ist und keine Beschädigung der Tapeten zu erwarten ist. Dennoch müssen Sie den Vermieter darauf hinweisen, dass Sie den Schimmel entfernt haben.MfG

Ihr müsst einen Mangel melden sobald ihr ihn bemerkt. Da ihr den Schimmel jetzt erst bemerkt habt, könnt ihr ihn eben jetzt erst melden. Wo ist das Problem? Da muss sich der Eigentümer drum kümmern.

Der Schimmel muss dem Vermieter gemeldet werden. Die Ursache des Schimmels hinter dem Schrank war eben dieser, da er wohl zu dicht an der Wand stand. Hinter Mobiliar etc. muss immer Luft zirkulieren können.

Das Auffinden von Damenbinden hinter der Heizung bei Einzug vor 12 Jahren hat mit der Sache hier nichts zu tun. 

Mängel nach Wohnungsübergabe (Wasserschaden)

Hallo!

Mein Mietvertrag lief noch bis zum 30.09. Nun hat mich der Nachmieter gefragt, ob er auch schon vorher einziehen kann. Am besten so schnell wie möglich. Nun habe ich mit dem Nachmieter vereinbart, dass er zum 3.9. schon in die Wohnung kann, mir dann aber keine Zeit mehr zur Renovierung bleibt.

Es wurde also vereinbart, dass die Wohnung unrenoviert übernommen wird. Der Nachmieter hat also ein Übernahmeprotokoll unterzeichnet, in dem keine Mängel festgehalten wurden und er angibt, die Wohnung in einem renoviertem Zustand erhalten zu haben.

Nun habe ich einen Anruf von einem Juristen bekommen, der mir schilderte, dass bei dem ersten Duschen erhebliche Mängel festgestellt wurden. Und zwar sollen die Fugen der Duschfliesen undicht sein, dadurch soll ständig Wasser ausgetreten sein und die eine Badezimmerwand durchnässt haben. Somit sammelt sich nach seinen Angaben Schimmel an der Wand. Nun soll das Wasser auch unter dem Laminat im Wohnzimmer gekommen sein, was auch beginnt zu schimmeln. Zudem vermutet er, dass auch die untere Etage davon betroffen sein könnte.

Mir bleibt ja noch fast eine Monatsmiete aus. Da hat der Jurist vorgeschlagen, dass der Nachmieter einen Betrag von 50€ zahlt anstatt der gesamten verbleibenden Monatsmiete, dadurch wäre ich "aus dem Schneider" mit dem Nachmieter. Mir schwebten die gesamten Renovierungskosten vor, also schien ich erst nicht abgeneigt.

Aber nach einem Anruf bei dem Vermieter bin ich jetzt etwas verwirrt, denn dieser bestätigte nur eine defekte Fuge, durch die Wasser trat. Das wurde aber vom Vermieter sofort repariert. Mit dem Laminat hätte ich nach seiner Aussage nichts zu tun.

Nun meine Fragen: In wiefern kann ich für den Schaden belangt werden nach der Übergabe? Bin ich da jetzt vielleicht dran schuld, dass sich da Schimmel gebildet hat und muss ich dafür aufkommen? Mir war der Schaden bei Übergabe definitiv nicht bekannt.

Der Jurist meinte zudem, dass er das Übernahmeprotokoll so wie es unterschrieben wurde, widerruft. Kann er das überhaupt? Habe ich noch Anspruch auf die ausbleibende Miete?

Vielen Dank schonmal im vorraus für eure Meinungen.

...zur Frage

Was möchtest Du wissen?