Schimmel an Außenwand.Hilfe!

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4 Antworten

In Schlafzimmer und Bad sind zu 99% Schimmelschäden durch falsches Lüften und Heizen verursacht. Wie lüften Sie denn? Und heizen Sie das Schlafzimmer? Die Temperatur im Schlafzimmer sollte im Winter nicht unter 17 Grad absinken. Türen sollten geschlossen bleiben, da sich sonst der Koch- und Baddunst an den Wänden des kühleren Schlafzimmer niederschlägt. Ganz wichtig ist das Stoßlüften (weit geöffnetes Fenster). Im Bad immer nach jedem Duschen, Baden, Fenster für ca. 15 Minuten öffnen. Keine Kipplüftung! Diese reicht nicht aus um die Feuchtigkeit abzutransportieren und kühlt die Wände nur aus.

Eigentlich reicht das Schulwissen in Physik aus, um die Ursache zu finden. Offensichtlich waren aber auch die Gutachter und Schimmelpilzexperten zu oft im Unterricht neue Kreide für den Lehrer holen.

Wenn es von Außen keinen Feuchtigkeitseintrag in die Wand gibt oder die Wasserinstallation undicht ist, so entsteht Schimmel in der Regel durch Raumluftkondensat.

Kondensat aus der Luft setzt sich aber immer nur an einer kühleren Fläche ab, NIE an einer wärmern Fläche. Das ist schon das ganze Geheimnis der Schimmelvermeidung durch Raumluftkondensat.

Die innere Wandoberfläche muss also zu dauerhaften Schimmelvermeidung wärmer sein, als die Raumluft.

Wenn der Raum mittels eines hohen Anteils an Warmluftkonvektion aus den Heizkörpern unter dem Fenster beheizt wird, dann ist die Raumluft wärmer, als die Außenwandoberfläche. In der Folge kühlt sich die Raumluft dicht vor der Wandoberfläche ab. Die relative Luftfeuchtigkeit steigt direkt vor der Wand an und die Auffeuchtung der Wand ist die Folge. Feuchte Wände verlieren den Dämmwert und verursachen hohe Heizkosten.

In Raumecken, wo die Warmluftkonvektion konstruktionsbedingt eingeschränkt ist, kommt weniger Wärme mit der Raumluft an der Außenwandoberfläche an. Die Temperatur der Oberfläche ist hier geringer (da die Wärme durch die Wand permanent nach außen geleitet wird) und die rel. Luftfeuchte wird dort in der Ecke noch höher. In den Ecken beginnt also das Schimmelwachstum.

Das viel beschworene Lüften ist nur die halbe Wahrheit, denn durch das Lüften wird nur die rel. Raumluftfreuchte gesenkt, jedoch nicht die Wandoberfläche erwärmt. Da die Luftfeuchte nicht auf 0% gesenkt werden kann, besteht also immer die Gefahr der Schimmelbildung (abhängig von der rel. Luftfeuchte und der Oberflächentemperatur).

Das Risiko der Schimmelbildung wird jedoch gänzlich ausgeschaltet, wenn die Wandoberfläche wärmer als die Raumluft ist.

Das schafft nur die Heizanlage, die einen hohen Anteil an Wärmestrahlung bietet. Daher ist Schimmelbildung aus Raumluftkondensat kein Problem des falschen Lüftens durch den Mieter, sondern einer falschen Art der Beheizung der Räume, für die der Eigentümer verantwortlich ist.

Früher brachten die Kachelöfen einen hohen Anteil an Wärmestrahlung in die Räumen. Die boten 60-80% Wärmestrahlung (Rest: konvektive Wärme). Die Räume waren schimmelfrei. Mit den modernen Heizkörpern unter dem Fenster zog auch der Schimmel in die Räume ein.

Zur dauerhaften Beseitigung des Schimmels ist es also nötig, die kalten Wandoberflächen deutlich besser mit Wärme zu versorgen. Idealerweise durch einen deutlich höheren Wärmestrahlungsanteil der Heizanlage (Flächenheizungen, hydraulische Heizleisten aber auch der einfache Plattenheizkörper Typ 10 bietet bereits einen Anteil von 55% an Wärmestrahlung).

Da diese Umbauten bei Mietwohnungen relativ kostenintensiv sind (ausgenommen der Plattenheizkörper Typ 10 und die hydaulische Heizleiste), kann auch eine einfache Heizrohrschleife zur Lösung des Problems beitragen. Wenn unten vor allen (!) Außenwänden durch das warme Heizrohr die Wärme gleichmäßig vor der inneren Wandoberfläche verteilt wird, hat der Schimmel kaum noch eine Chance, da sich an der warmen inneren Wandoberfläche kein Raumluftkondensat bildet. Hier kann dann auch wieder Schrank vor der Außenwand stehen, wenn sichergestellt ist, dass die Heizung genug Wärme hinter den Schrank - vor die Aussenwand - bringt.

Eine bessere Verteilung der Wärme im Raum durch größere Heizflächen führt auch nicht zur Heizkostenerhöhung, da der Wärmebedarf des Raumes gleich bleibt. Im Gegenteil: Durch mehr Wärmestrahlung werden die Wände getrocknet, der Dämmwert steigt und Heizkosten können eingespart werden.

Eine Außenwanddämmung würde hier weniger zum Erfolg führen. Die Außenwanddämmung kann zwar die Temperatur der inneren Wandoberfläche anheben (was die Gefahr der Schimmelbildung mindern kann), jedoch wird die Temperatur auch nicht über die Raumlufttemperatur gehoben, weil dafür immer noch die Wärmestrahlung fehlt. Durch die Außenwanddämmung kann die Wand auch nur noch nach innen entfeuchten. Die Folge ist eine weitere Zunahme der Feuchte in der Wand (Steigerung der Gefahr der Schimmelpilzbildung) und die Verschlechterung des Dämmwertes der gemauerten Wand.

Da Wärmestrahlung die Wände trocknet und trockenen Wände gute Dämmwerte aufweisen, ist die Umstellung der Heizanlage auf mehr Wärmestrahlung gegenüber der Außenwanddämmung deutlich zu bevorzugen.

Danke für die ausführliche Erklärung. Vlt ist das auch unser Problem das der Raum nicht warm genug ist und dadurch die Wände viel zu kalt sind.Hatten die Heizung meistens auf 3 weil wer will schon in einem stickigen Raum schlafen.Nur was verlangen die Vermieter denn.Das ich jetzt nur im Winter heize um kein Schimmel zu bekommen??Das sind doch auch Kosten ,die ich nicht einsehe.Zahlen schon genug Miete und denn kommt noch eine Nachzahlung am Ende des Jahres.Seh das schon kommen das der nächste schimmelexperte sagt ja denn machen sie doch die Heizung auf Stufe 5 damit der Raum eine höhere Temperatur bekommt.

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@unknownUserX

Wenn vor den Außenwänden im Raum unten Heizrohre verlegt sind und die Wandflächen dadurch leicht wärmer als die Raumluft sind, dann kann die Raumlufttemperatur ruhig bei 16°C liegen. Hat die Wandoberfläche 17°C kann nichts passieren. Voraussetzung ist natürlich, dass die wärmere Luft aus den anderen Räumen draußen bleibt. Es kommt also nicht zwangsläufig auf hohe Temperaturen / starke Beheizung an, sondern wie die Temperaturen / wie die Wärme verteilt werden. Die schlechte Verteilung der Wärme im Raum ist ein Mangel an der Heizanlage.

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Eine Wand mit Aussenputz auf Zementbasis entfeuchtet eh nicht durch die Wand. Es sind nur noch 3-4% die da hindurchdiffundieren.

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Das Ist Eine Beliebte Antwort damit der vermieter nichts tun muß erstehns herausfinden welche art vom schimmel es ist . frag die genossenschaft ob die wärmedämmung vieleicht nicht mehr ausreicht. notfals selber einen sachverständiegen besorgen und bezahlen schimmel im bad unter dem fenster kann immer mal auftreten.fals über euch keiner derzeit wohnt kann es auch damit zu tun haben.ist von außen an der stelle ein riss.

Im schlimmsten fall einfach umziehen.Kündiegung wegen gesundheitsgeföärdung.

Danke für die schnelle Antwort. Ja genau das selbe habe ich mir auch gedacht das es bestimmt eine beliebte Aussage ist.Das mit der Kündigung wegen Gesundheitsgefährdung werde ich mir aufjedenfall merken.Nur so ein Umzug hängt ja auch wieder mit einigen Kosten zusammen.Eigentlich schade um die Wohnung aber naja besser umziehen als wenn es die Gesundheit gefährdet.Kann man denn sowas prüfen was die Wärmedämmung angeht?Ja sorry hab vergessen zu erwähnen über uns wohnt keiner.Denn müsste ich mich mal schlau machen wo ich einen Sachverständiger finde in unserer Gegend.

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Schimmel unter dem Fenster deutet auf heruntergelaufenes Kondenswasser an den Scheiben hin, welches nicht abgewischt wurde, bzw. nicht gleich gelüftet wurde nach der Badnutzung. Das ist Sache des Mieters, das zu ändern, nicht des Vermieters.

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Wie Padri schon richtig ausführt wäre es ganz wichtig, genau zu wissen, wie gelüftet und geheizt wird (man kann nämlich auch falsch lüften). 3x täglich für 5 Minuten das Fenster GANZ öffnen (NICHT auf Kipp) und anschließend immer wieder auf Raumtemperatur aufheizen. Machst du das so? Falls ja, sind Baumängel ursächlich, ein defektes Rohr schließe ich mal aus. Steht da ein Schrank darunter?

ja also wir haben unsere heizung immer auf 3 gehabt und haben 2 mal am tag gelüftet morgens nahch dem aufstehen und abends vorm schlafen gehen.tagsüber geht nich wegen arbeit.und auch so wie ihr sagt fenater weit also stoßlüften.Nur ich hatze noch nie mit schimmel zutun.meine verwandtschaft lüftet und heizt auch wann immer die wollen und haben nich im hinterkopf oh gott wenn ich jetzt nich lüfte und heize kommt der schimmel.nein da steht kein schrank.is eine ecke und denn die kante an der außenwand.haben da auch irgendqie länger nich mehr drauf geachtet weil wir dachten ok wir lüften und heizen also ist alles gut.und letztens hat meine frau mal hochgeguckt und denn kam das große oh gott.nur soll ich die heizung jetzt echt immer auf 5 stellen und den raum einheizen?nur das kein schimmel kommt?wer bezahlt denn das? Aber danke für eure Beteiligung an meinem Problem.

mfg

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@unknownUserX

Nein, Ihr müsst die Heizung nicht auf 5 stellen und auch nicht dauernd auf 3 in einem Schlafzimmer. Richtiges Lüften ist wichtig. Daher bitte noch einmal überlegen, ob das wirklich richtig gemacht wird, oder das Fenster längere Zeit auf Kipp steht. Weiter Türe zum Schlafzimmer geschlossen halten. Steht die oft offen, gelangt Feuchte aus Bad und Küche in das Zimmer. Ergebnis ist Schimmel. Auch in überheizten Räumen kann Schimmel entstehen. Haben Sie viele Zimmerpflanzen oder wird Wäsche in der Wohnung getrocknet? Falls ja, kann der Schimmel auch daher kommen.

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