Schilddrüsenwerte plötzlich sehr hoch!

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3 Antworten

Wow, mein höchster TSH war 12, den ich mitbekommen habe. Früher haben die Ärzte die Werte meist nicht rausgegeben. Gottseidank hat sich das geändert!

Glückwunsch zum Anheben deiner Thyroxin-Dosis auf 100µg. Damit bist zu erstmals IM vom Hersteller empfohlenen Regeldosisbereich, der zwischen 100-200µg liegt.

Welchen Grund hatte dein Arzt dir als DAUERdosierung 50µg zu verordnen? Das kommt tatsächlich erschreckend häufig vor. Meine Apothekerin bleibt kachektisch, weil sie nur 50µg bekommt. Höcffentlich schafft sie ihren Laden auf noch.

Dei UNTER Thyroxin gemessene TSH bei 1,1 ist natürlich jetzt fast schon dazu geneigt dass man denkt alles ist in Ordnung. Unter Thyroxintherpaie sollte der TSH unter 1,2 bleiben. Bei Hahsimoto speziell, sagt man aber dass man besser unter 1,0 bleiben soll.

Deine Astmasymtome können auch vom Hahsimoto kommen bzw sogar von der Unterdosierung verschärft worden sein.

Wie schwer bist du? Vielleicht muss noch weiter gesteigert werden. Da du erst an der Untergrenze angelangt bist des Regeldosibereichs. In der Fachinformation für Thyroxin von henning (gibts im Netz) kannt du explizit nachlesen im Dosierungsrahmen, dass die 25 udn 50µg Tablketten NUR INITIAL gegeben werden sollen. Druck das aus und lege das deinem arzt vor udn frage ihn warum er das dir länger gegeben hat. Es schadet nicht wenn unsere Ärzte sich zu ihren Handlungsweisen äussern müssen. Manch einer schafft es so vielleicht sogar dazuzulernen.

Suche dir eine Endokrinologen, den du zwecks Zweitmeinung immer konsultieren kannst. Ausserdem kann ein arzt mal in Urlaub sein..oder sich nicht mit dem Patienten einigen können, deshalb sollten Schilddürsnpatienten sich etwas Thyroxin immer auf Vorrat hinlegen (bei mir mindestes einen Blister vorrat)...UND besser noch einen zweiten Arzt mit im Boot haben für alle Falle.

Bei Frauen kann es auch die Gynäkologin mitbetreuen/beobachten-...mit Rat udn Tat zur Seite stehen.

Lass deinen Vitamin D Spiegel mitmessen...aus eigene Kosten.

Anne2009 17.09.2014, 12:39

Hallo und ebenfalls "WOW...! Ich nehme einmal an, Du hast in irgendeiner Form eine medizinische Ausbildung?

Denn DAS nenne ich mal eine umfassende Antwort! Ich habe auch Deinen Kommentar zu MEINEM KOMMENTAR gelesen und versuche jetzt mal, wenigstens Einges zu beantworten:

Arimidex und Tamoxifen habe ich bereits von 2007-2012 genommen, da meine hormonbedingte Brustkrebserkrankung 2006 war! JETZT habe ich ein "rezidives Karzinom", bzw. 6 Metasten in der Brustwirbelsäule. Da die o.g. Ö-Hemmer anscheinend nicht wirklich gegriffen haben, bekomme ich nun monatlich Spritzen, (Faslodex), bis an mein Lebensende.

Vitamin D erhalte ich ebenfalls, in Verbindung mit Calcium ( "Calcigen D 600/400"), und weitere monatliche Spritzen zur Knochenstabilisierung (XGEVA).

Meine Eierstöcke wurden bereits 2007 entfernt und die Pille hatte ich schon 2006 abgesetzt.

Das Thyroxin 50 ist wohl eine "gängige" Dosis, denn alleine in meinem Bekanntenkreis gibt es 3(!) Frauen, die das Präparat in genau dieser Dosierung erhalten und das auch schon seit Jahren! (Die Damen wohnen übrigens in unterschiedlichen Städten...!).

Mein Hausarzt meinte, dass er zukünftig meine Schilddrüsenwerte engmaschiger kontrollieren, (alle 6-8 Wochen) und die Dosis dann gegebenenfalls anpassen will. Außerdem ist er der Meinung, dass mein plötzliches Übergewicht, (Gewichtszunahme von 15 Kilo innerhalb von 6 Monaten!), garantiert auch mit dem Wert zusammenhängt und sich in den nächsten Monaten wieder abbauen wird.

Ich bin in einem Brustzentrum einer Uni-Klinik in gynäkologischer UND onkologischer Behandlung und werde mir jetzt aber sicherheitshalber nochmal einen Termin bei einer ortsansässigen Gynäkologin holen. Auch einen Besuch bei einem Endokrinologen werde ich mal mit meinem Hausarzt besprechen!

So, dann wie gesagt, vielen Dank für Deine umfangreiche Antwort, die ja sicherllich auf fundiertem Fachwissen beruht, nicht wahr?

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Schnabelwal 17.09.2014, 13:19
@Anne2009

Ist ja interessant....Arimidex und Tamoxifen als jüngere Frau (hoffentlich schon postmenopausal?) und Faslodex als ältere...öfter mal was Neues. Ich habe schon oft gemerkt, dass die Schulmediziner in der Praxis was völlig anderes machen als es nach Zulassung und Richtlinine sich gehört. Der Laie merkts ja nicht. Nur 20 % sollen nach Richtlinien behandelt werden. Wozu sind sie dann da? Deshalb wundert mich jetzt nichts mehr. Gerade hat die Schwester einer Freundin genau deinen leidesweg selber so erlebt...prämenopausal Tamoxifen und postmenopausal Letrozol. Sie hat jetzt auch Knochenläsionen in der Wirbelsäule wie Du. Ich hätte Faslodex die Jahre bis zur Menopause als indiziert erachtet.

Lass bitte deinen Vitamin D Spiegel bestimmen...muss in Deutschland scheinbar selbst eine Brustkrebspatienten auch noch selber bezahlen. Ob man dein Vitamin D nicht noch anheben sollte wär die Frage.

Ich wünsch dir dass du einen guten Endokrinologen findest der sich auch mit den gynäkologischen Hormonen besser auskennt. Meide Diabetologen.

Es wird die Zukunft zeigen ob die Ärzte die ihren Patieninnen dauerhaft nur 50µg geben damit Erfoilg haben...die Studienlage sieht anders aus. Grosse Zulassungstudien haben gezeigt dass 100-200µg Rgeldosisbereich ist. Im medizinischen Nachschlagewerk "Internistische Therpaie" von Wolff/Weihrauch steht eine Zieldosis von 2µg/Kg Körpergewicht.

Insbesondere wenn ich Kinderwunsch hätte, schwanger wäre, Krebs hätte wprde ich Sorge tragen, dass ich diese Dosierung bekomme. Dein ganzes Immunsystem ist davon abhängig, dass deine Schilddrüsenfunktion gut eingestllt ist. Was das für dein Kreberkrnakung bedeutet ist dir sicher klar.

Übrigens meide Zucker, Süsses. Nicht nur für dein Körpergewicht, auch krebs liebt Zucker. Man muss ihn ja nicht gerade füttern.

Dir ALLES ALLES Gute!!!!

Was macjht dich glücklich? Sonne, Meer, Musik, Malerei, selber Malen oder Musizieren? Mach das!!!

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WZ1955 19.09.2014, 01:10
@Anne2009

Hallo und ebenfalls "WOW...! Ich nehme einmal an, Du hast in irgendeiner Form eine medizinische Ausbildung?

Lies mal weitere Antworten auf andere Fragen und bilde dir danach deine Meinung. Ich halte solche Aussagen einfach für gefährlich.

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Schnabelwal 19.09.2014, 11:03
@WZ1955

nicht gefährlicher als das was Ärzte tagtäglich verzapfen.

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ich wäre froh wenn es so bei mir wäre nun hab ich wol eine unterfunkzun die auch chronisch sein kann troz l-tyxoin hennig trofen da ich null tabletten schluken darf nun ist die lage so das ich vergrößerte schilldrüße mit knoten habe somit auch globusbeschwerden und atemnot das ich die raus muss also sei froh das du es so hast

Anne2009 06.09.2014, 09:41

Hm.. ob ich nun"froh" darüber sein soll, wage ich zu bezweifeln Ich habe ebenfalls links 2 Knoten und rechts ist die Schilddrüse stark "verkümmert". Also wie gesagt, "froh" bin ich über den plötzlich so drastisch erhöhten Wert sicher nicht und wollte auch nur wissen, ob jemand Anderes auch schon einmal DIESE Erfahrung gemacht hat und welche Konsequenzen letzendlich daraus resultierten...! Trotzdem DANKE für die schnelle Antwort und Dir weiterhin alles Gute!

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Schnabelwal 17.09.2014, 10:06

@joerin65: Könntest du die Thyroxintabletten schlucken wenn du sie halbierst? Das Problem wird auch NACH einer Operation bleiben...WIE kommst du an genügend Thyroxin ran, wenn deine Schilddürse selber nicht genug macht? Bei so einer Operation wird deine Schilddrüsse ja verkleinert, nicht selten geben da auch die wichtigen Nebenschilddrüsen verloren. Frag mal rum, wer nach so einer OP wirklich viel besser dran war, der vorher schon Thyroxin benötigt hat.

Wahrscheinlich liegt auch deiner Unterfunktion ein Hahsimoto zugrunde...anfangs kann da auch eine Vergrösserung zu finden sein, sie geht aber VON ALLEINE langsam in eine Verkleinerung über, wo der Thyroxinbedarf dann ständig ansteigt. Man kann den Krankheitsverlauf aber auch veschlkeunigen indem man gleich viel Schildürsngewebe entfernt. Das bringt nicht selten nur dem Operateur was...ABER, man muss den Ärzte zugute halten..sie wissen es oft nicht besser. Und kaum ein patient weiss dass man bei Schilddürsnerknakungen sehr aufpassen muss udn immer Zweitmeinungen einholen, sich selber fortbilden. Es gibt tatsächlich viele Länder die beim Thema Schilddürse wesentlich fortschrtittlicher sind als Deutschland. Wir arbeiten noch mit TSH-Normen aus dem letzten Jahrtausend. Reformstau seit mindestens 10 Jahren zeichnet Deutschland aus in Sachen Schilddürsenmedizin.

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WZ1955 19.09.2014, 01:15
@Schnabelwal

Dein "Sendungsbewußtsein" ist nicht nur unerträglich, sondern auch gefährlich.

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Schnabelwal 19.09.2014, 11:11
@WZ1955

Ich möchte Missstände korrigieren, Betroffene davor schützen, Verantwortliche aus dem Dornröschenschlaf wecken. Du als Mann scheinst von dir auf andere zu schliessen wenn du von Sendungsbewusstsein sprichst. Mir geht es um jeden einzelnen Betroffenen.

Ich halte immer sofort RUHE wenn ein Missstand korrigiert ist.

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Auskunft 19.09.2014, 19:43
@Schnabelwal
Ich möchte Missstände korrigieren

Nein, unter diesem Deckmäntelchen führst Du hier einen Privatkrieg pauschal gegen alle Ärzte, der wirklich niemanden interessiert.

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Komisch. Also ich meine in jedem Beipackzettel zu Thyroxin steht drin, dass man eine Nebennierenschwäche ausschließen oder zumindest beachten soll. NNS bedeutet ja immer einen Mangel an Cortison.

Cortison wirkt - nagel mich bitte nicht fest - entzüdungshemmend aber auch immunsuppressiv. D.h. die Immunabwehr wird geschwächt. Das könnte eine Einladung für die Antikörper sein, in deinem Körper verstärkt Party zu feiern. Da ich glaube, dass diese oft wirklich stark erhöhten TSH-Werte bei Hashimoto irgendwas mit den Antikörpern zu tun haben, wäre das eine mögliche Erklärung.

"Beweisen" könnte man dass ganz einfach, wenn man damals ( bei TSH 1.1 ) und jetzt bei TSH 26 auch immer die Antikörper mitgemessen hätte. ( Dann wäre ich gespannt ob der Doc immer noch sagen würde, am Astma-Mttel kanns nicht liegen ). Da die Werte aber wohl nicht bestimmt wurden , bleibt erst mal nur raten.

Anne2009 07.09.2014, 09:00

Erstmal vielen Dank für die wirklich sehr informative Antwort!

Also ICH habe bisher diese Zusammenhänge nicht gekannt, aber gehe doch mal stark davon aus, dass meine Ärzte darüber informiert sind!

Mein Hausarzt meinte, das Asthmaspray wäre in der geringen Dosierung, ( "Foster 100/6" / je 2 Stöße morgens und abends), nicht verantwortlich für den drastischen Anstieg und mein Pneumologe, bei dem ich allerdings erst morgen wieder einen Termin habe, weiß natürlich von meiner Schilddrüsenerkrankung...!

Da ich, wegen eines rezidiven Mammakarzinoms, auch noch in onkologischer Behandlung bin und dementsprechende Medikamente einnehme, weiß selbstverständlich auch meine Onkologin von den anderen Medikamenten und auch den Schilddrüsenwerten und hat, bei meinem Besuch am vergangenen Donnerstag, da keinen Zusammenhang zur onkologischen Behandlung gesehen.

Hach...was ist das kompliziert...:-(!

Nach der Bestimmung der Antikörper werde ich aber meinen Hausarzt nächste Woche auf jeden Fall fragen!!! Ich bin gespannt, was er dazu sagt!

Solange nehme ich jetzt erstmal das "L-Thyroxin" in der erhöhten Dosierung und hoffe, dass meine abendlichen "Fressattacken", (siehe Frage nach dem Brottrunk), und meine Gewichtszunahme irgendwas mit den erhöhten Schilddrüsenwerten zu tun haben...seufz!

Nochmals DANKE für Deine kompetente Antwort und ich werde berichten, was die Ärzte gesagt haben!

Einen schönen Sonntag noch :-)))

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Schnabelwal 17.09.2014, 09:54
@Anne2009

Deine Onkologin gibt dir jetzt wahrscheinlich einen Östrogenhemmer, Letrozol, Femara, Aromasin, Arimidex oder Tamoxifen oder Zoladex` Die greifen natürlich auch in deinen Hormonhaushalt ein. Allerdings SENKEN sie das bezüglich Brustkrebs gefährliche Östrogen, welches gleichzeitig auch die Schilddrüse schwächt.

Frauen, die viel Östrogen im Blut und wenig Progeston im Blut haben, die benötigen mehr Schilddrüsnhormone- entwickeln leichter gynäkologische Erkrnakungen wie Zysten, Myome, Endo´metriose, unerfüllten Kinderwunsch, bis hin zu Brustkreb. Auch ein Vitamin D-Mangel, Vitamin D ist eigentlich auch eine HOR;MON, wirkt sich auf die Schilddürsnsituation aus.

Hast du lange Zeit die Pille genommen? Hattest du Schwangerschaften, wieviele?

Natürlich interagieren die Hormon im Hormonsystem eng untereinander..und genau was fageschlumpf sagte...Cortison udn nebennierenschwäche sind da auch Thema.

LEIDER kann akaum ein Facharzt diese Zusammenhänge gut überbrlicken...sie bleiben doch meist sehr exakt in ihrem Organsystem.

Auf jedenfall ist es gut wenn jetzt die schilddrüse, Vitamin D udn Cortcon auch noch gründlich mituntersucht wird.

Denn die Schilddrüse ist den Eierstöcken übergeornet als Hormondrüse...es kanns ogar sein dass eine jahrzehntelang unerkannte hashimoto Thyreoiditis da mit ursächlich zur Entstehung von Brustkrebs beigetragen hat.

Progesteron udn Vitamin D hätten frühzeitig genommen als Prohylaxe dienen können. jtzt ist das Hormonsystem aus den Fugen..udn es ist alles auch wichtig für die positive Enbtwicklung deiner Brustkrebserkrnakung, dass das da oben (Schildrüse) KORREKT behandelt wird. Mit deiner Gesamtsituation würde ich meine schilddürse keinem Hausarzt alleine in die Hände legen. Nur der BESTE Endokrinologe oder Nuklearmediziner dürfte an meine Schilddrüse...auch wenn die meist extrem überlaufen sind, weil soviel nix taugen. top-docs.de kann weiterhelfen.

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