Schilddrüsenunterfunktion trotz tsh-Wert von 2,3

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5 Antworten

Yes, you can. Es kann auch bei Werten in der Norm eine Fehlfunktion vorliegen, weil die Normen breiter sind als jedes Scheunentor. Ich versuchte das mal hier zu erklären :

http://www.gutefrage.net/frage/schilddruesenwerte-in-der-norm-trotzdem-unterfunktion#answer114158184

Besser als jeder TSH ist allerdings der Wert für die freien Werte fT4 und fT3 , weil das die aktiven, wirksamen Hormone sind.

TSH ist quasi nur der Spiegelwert, der angibt, wieviel "Peitsche" die Drüse braucht, um diesen Bestand "zu bringen". Der TSH zeigt aber bei sekundärer und tertiärer Unterfunktion keine solche an, sondern ist in der Norm oder sogar niedrig. Auf sekundäre und tertiäre Unterfunktion wird in Deutschland in der Regel nicht untersucht. ( Zumindest nicht, wenn fT4 in der Norm ist.... und dann schließt sich ja der Teufelskreis ).

Ja, geh am Besten zu einem empfohlenen Endokrinologen, den andere SD Patienten auch gtu finden. Wenn eine SD Erkrankung vorliegt, sollte man sie m.E. praktisch immer behandeln - auch nicht zuwarten weil der TSH noch nicht bei 2,5, 4, 5, 10... ist. Das Optimum liegt in einem sehr engen Bereich, zudem ist der TSH nur ein Indikator/Regler aber kein Schilddrüsenhormon, für welches man keine exakten Normwerte angeben kann, weil das individuell verschieden ist - also anders als etwa der Blutzucker oder der Calciumwert, die beide relativ eng geregelt werden und geregelt werden müssen.

Deine Frage ist zwar schon ein bißchen älter.


Ja, das kann gut möglich sein, weil es bei mir auch der Fall war. Im Dez. 2012 wies mich ein Endoskrinologe darauf hin, dass meine Schilddrüse früher oder später den Geist aufgeben wird. Da war ich noch sehr, sehr schlank. Bereits 5 Monate später nahm ich 10 kg zu und im Frühjahr 2015 nochmals 4 weitere Kilo. Ich ging diesmal (leider) zu meinem Hausarzt. Dieser stellte einen Wert von 2, 2 fest und meinte, alles wäre ok. Während dieser Zeit waren meine Augenringe aufgedunsen. Manchmal waren die Augen und Lippen stark angeschwollen. Im Sep. 2016 war dann der Wert bei 4,6 und bekam Tabletten.


Am besten, du gehst zum Endoskrinologen und nicht zum Facharzt. Mein Endoskrinologe hat zu einem Zeitpunkt, als ich noch keine Beschwerden hatte, am Ultraschall gesehen, dasss die Schilddrüse nicht in Ordnung ist. Mein Hausarzt sah dies 2 3/4 Jahre später!!! nicht, obwohl ich da längst die Auswirkungen deutlich zu spüren bekommen habe.

Nach neuesten Erkenntnissen liegt ein perfekter TSH ziemlich exakt bei 1,0. Ein leichte Streuung um die 1,0, also 0,5-1,5 wird als normal angesehen von wissenschaftlich gut informierten Schilddrüsnspezialisten. Schon ab 1,6 kann ein Heilversuch angestrengt werden z.B. bei unerfülkltem Kinderwunsch.

Gute Ärzte reagieren ab 2,0 mit ausführlicher Schilddrüsendiagnostik. Dazu solltest du einen Endokrinologen oder Nuklearmediziner aufsuchen. Nachmittags (und Frauen in der 2. Zyklushälfte) einen Termin machen. Trinke viel Kaffee, Schwarztee oder grünen Tee an diesem Morgen. Du brauchst keien Überweisung durch deinen schlechtinformierten Hausarzt.

Millionen Menschen werden in Deutschland fälschglicherweise mit Antidepressiva behandelt und zum Psychiater oder Psychotherapeuten geschickt. Viele versacken dort..und er austherpaiert nach mindestesn 10 Jahren wird dann wiéder genauer die schilddrüse angeschaut..und Thyroxin eingestezt udn der Patient kann "genesen".

ASS/Aspirin lass weg in der Woche vor deinem Termin.

Aber du kannst auch rumtelefonieren...mittlerweile gibt es schon einige Ärzte die ab TSH 2,0 dir Thyroxin verordnen. Frage telefonisch nach der in der Praxis verwendeten TSH-Norm. Gehe nur zu solchen Ärzten die einen TSH von höchstens 2,5 noch tolerieren.

Unter Thyroxin muss dein TSH dann auf unter 1,2 sinken...das wissen die wenigsten Ärzte...siehe Thyreotropiun wikipedia.

Du kannst auch deinen Hausarzt bitten aus der letzten Blutprobe noch den fT3, fT4 und Tpo nachzubestimmen auf deine Rechnung...So bekommst du am schnellsten Klarheit. Immer Zweitmeinungen einholen. Die freien werte sollen im oberen Drittel der Norm liegen. Die deutschen! Normen für die Schilddrüsenhormone sind alle viel zu weit. Andere zivilisierte Länder konnten die Normen bereits 2003 reformieren, gleich nachdem die neuen Erkenntnisse veröffentlicht wurden.

Nimmst du denn schon Schilddrüsenhormontabletten?

nein

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@josef3099

Naja also dein TSH-Wert bedeutet, dass deine Schilddrüse absolut normal funktioniert. Deine Beschwerden sind daher eher nicht auf die Schilddrüse zurückzuführen. Du kannst aber mal Jodtabletten probieren, die gibt es in täglicher und wöchentlicher Form, vielleicht hift dir das ja ! :-)

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@Sey123

Ja klar, um eine womöglich vorhandene Schilddrüsenerkrankung so richtig anzuheizen unbedingt Jodtabletten. Jod ist sehr selten sinnvoll, und dann nur vom Arzt grundsätzlich nach Ausschluss einer autoimmunen Schilddrüsenerkrankung. Sonst SD Hormone! Es gibt wohl sehr seltene Ausnahmen die trotzdem die Jodgabe rechtfertigen, hat Professor Hotze erzählt.

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@WalterE

Offensichtlich hat sie ja keine Schilddrüsenerkrankung... Oo Und Jodmangel ist nun in Deutschland keine Seltenheit!

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@Sey123

Leider bist du fehlinformiert..allerdings unterscheidest du dich da nicht vom Gro der deutschen Ärzte. Walter E hat sich offensichtlich mit der Materie näher auseinandergesetzt udn weiss dass Deutschland seit 1993 OFFIZIELL kein Jodmangelgebite mehr ist..NICHT weil die Böden auf einmal jodhaltiger wären, nein. Weil die Nahrung quantitativ jodiert wird.

Ausserdem kann man mit TSH 2,3 natürlich unter Schilddrüsnunterfunktion leiden. Ein perfekter TSH liegt bei 1,0. Vielleicht würde der TSH nachmittags gemsessen bereits über 2,5 liegen, wo mittlerweile schon mehr Ärzte eine SDUF erkennen.

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@Sey123

Eine Schilddrüsenerkrankung kann bei einem suboptimalen TSH um 2,3 durchaus vorliegen. Und das kann ein Hausarzt eben nicht so einfach ausschließen, dafür brauchts ein leistungsfähiges modernes Ultraschallgerät und und Bluttests auf SD Antikörper. Und generell besteht eben ein kein Jodmangel mehr, was daran liegt dass auch jede bayerische Alpenkuh heute a) Salzlecksteine mit Jod bekommt b) Tierfutter immer entsprechend angereichert ist. Darum ist heute auch Alpenmilch eine gute (zu gute? ) Alpenmilchquelle. Anderslautende Informationen verbreitetet der Arbeitskreis Jodmangel, der ist aber eine nicht gemeinnützige, nicht rechtsfähige (kein e.V. - keine andere Rechtsform) Gruppierung die der Salzindustrie nahesteht, die sich davon wohl eine Aufbesserung des relativ schlechten Images erhofft. Das wird auch deutlich wenn sie Meersalz mit (deutschem) Jodsalz vergleichen und Jodsalz natürlich vorzuziehen ist weil es mehr gutes Jod erhält - dabei gibt es natürlich auch jodiertes Meersalz. Die Salzindustrie möchte damit ihr seit den 1970ern angeknackstes Image aufbessern, den Absatz fördern und vielleicht durch solche Angebote auch die eigene Marge etwas aufbessern, denn Jodierung, Fluorierung und Folatzugabe sind sehr billig machbar, ermöglichen aber doch einen Aufpreis: http://www.bad-reichenhaller.de/de/salzen-wuerzen/markensalze/markenjodsalz-fluorid-folsaeure.html Folsäure war früher relativ teuer, ist aber durch neuere Verfahren sehr billig geworden, und nun sucht man eben nach Absatzwegen - einer ist auch die Salzindustrie. Auch Folsäure ist als Zwangsmedikament wohl nicht jedermann zuträglich, auch wenn ich NEMs und Medikamente mit Folsäure ausdrücklich begrüße. Fluorid wird ungünstiger beurteilt - und bei Jod ist das Problem dass Jodsalz bei manchen nichts ausmacht, andere aber auf eine zu hohe Gesamtaufnahme kommen weil sie sich ohnehin schon jodreich ernähren. Und für Hashimotokranke ist Jod einfach unnötig.

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@Schnabelwal

Keine Ahnung, wer Walter E ist... Hoffentlich ein bekannter Forscher und kein aufmerksamkeitsdefizitärer Pseudomediziner.

Zuerst einmal zur Nahrung: Natürlich haben wir hier in Deutschland jodiertes Speisesalz und das ist auch gut so. Dennoch hängt die Jodaufnahme von individuellen Faktoren ab! Ernährt sich jemand z.B. besonders salzarm? Bezieht er sein Essen vorwiegend aus regionalen Quellen, an denen vielleicht ein Jodmangel herrscht?

Eine etwas erhöhte Jodzufuhr schadet auf jeden Fall nicht. Höchstens wenn man ein einer Hashimoto-Thyreoditis leidet, aber das tut man nicht mit einem TSH von 2,3.

Etwas allgemeines zur Labordiagnostik. Wer behauptet, der optimale TSH liege bei 1,0, hat da grundlegendes leider nicht verstanden. Jeder Mensch ist unterschiedlich, daher hat der eine ein etwas höheres TSH, der andere ein etwas niedrigeres - obwohl beide optimal versorgt sind. Um normale Abweichungen von Krankheiten zu unterscheiden, gibt es Referenzbereiche und Messbedingungen. Deshalb sind auch nur am morgen gemessene TSH-Werte aussagekräftig. Und mit 2,3 hat man per definition einfach keine Schilddrüsenunterfunktion.

Mit 2,3 hat man noch nicht einmal eine latente Schilddrüsenunterfunktion. Zuerst verändert sich nämlich das TSH, dann erst die Schilddrüsenhormone an sich.

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@WalterE

Siehe oben. ;-)

Mit einem normwertigen TSH-Wert (ohne, dass Schilddrüsenhormone eingenommen werden) benötigt man keine weiteren Untersuchungen, da die Schilddrüse gesund ist. Bei Hashimoto hat man keinen TSH-Wert von 2,3! Bei so einem Wert ist sogar eine latente Schilddrüsenunterfunktion ausgeschlossen.

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@Sey123

Leider hast du nicht mehr dazugelernt seitdem du das mal vor Jahren in der Uni gelernt oder in Büchern gelesen hast. Und genau diese selbstbewußte Haltung verhindert ein Innehalten, nachdenken,m nachlesen, neueste wissenschaftliche Erkenntnisse einzuholen UND seine Meinung zu REFORMIEREN.

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@Schnabelwal

Ich lasse mich gerne von dir überzeugen, wenn du mir ein paar Quellen zum Nachlesen nennen könntest! ;-)

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@Sey123

Bei Hashimoto kann man TSH-Werte in jeglicher Höhe haben.

Nur unter optimaler Hormoneinstellung hat man einen TSH-Wert, bei dem es einem gut geht und der liegt meist unter 1.

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@Lissa

Wenn der TSH-Wert im Normbereich liegt, heißt das, dass das Gehirn mit der Schilddrüsenfunktion absolut zufrieden ist. Zu was sollen weitere Untersuchungen denn dann auch führen?

Wenn man bei normalem TSH Schilddrüsenhormone gibt, geht der TSH runter um die zusätzliche Zufuhr zu kompensieren, sodass man am Ende wieder genausoviel Hormone im Blut hat. Bringt also nichts. Erst ein TSH über dem Normbereich deutet darauf hin, dass die Schilddrüse nicht mehr richtig funktioniert und dann lohnt es sich auch ggf. Hashimoto-Diagnostik zu betreiben.

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