Schilddrüsenunterfunktion - trotz Test?

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4 Antworten

Hallo,

eine Frauenärztin ist der absolut falsche Ansprechpartner für ein Hormonproblem, genauso wie ein Hausarzt. Das, was Du beschreibst, klingt für mich wie Hashimoto-Thyreoiditis. Ich empfehle Dir DRINGEND, einen Endokrinologen aufzusuchen, um das abzuklären.

Vor der Blutentnahme morgens bitte früh keine Schilddrüsentablette einnehmen. Die kann man auch noch nach der Blutentnahme einnehmen. Ansonsten sind die Werte verfälscht.

Nun zum Endokrinologen: Leider haben es Schilddrüsenpatienten mit Ärzten sehr schwer. Man sollte sich manchmal mehrere Meinungen einholen und ganz wichtig: Immer den Befund aushändigen lassen. Der Endokrinologe sollte die Blutwerte TSH, fT4, fT3 sowie die Antikörperwerte TPO-AK, TG-AK und TR-AK bestimmen. Darüber hinaus ist ein Ultraschall zwingend notwendig. Damit muss nach der Gewebestruktur und Größe der Schilddrüse geschaut werden. Ich vermute, dass das alles bei Dir nicht gemacht wurde. Ein Szintigramm wäre nur dann notwendig, wenn der Arzt Knoten in der Schilddrüse feststellt.

Alle diese Dinge gehören zu einer ordentlichen Schilddrüsendiagnostik. Es genügt auf gar keinen Fall, nur den TSH-Wert zu bestimmen. A propos TSH-Normbereich. Die laborunabhängige Obergrenze des TSH-Wertes liegt bei 2,5. Gute Ärzte behandeln bei Symptomen bereits bei einem TSH-Wert von 2,0.

Wie gesagt: Lasse Dir einen Termin bei einem guten Endokrinologen geben. Dann bekommst Du Klarheit und auch die richtige Therapie. Bis dahin schaue doch mal in das Forum www.ht-mb.de/forum . Vielleicht findest Du Dich ja wieder.

Alles Gute und ganz liebe Grüße

Catlyn

Ich war gerade am Montag zur Untersuchung und habe eine Szinti machen lassen, da bei mir auch der Verdacht einer Unterfunktion besteht.  Der Arzt klärte mich sehr gut auf und meinte, daß alle Symptome, die man der Unterfunktion in die Schuhe schiebt, auch bei einer Überfunktion vorkommen können.  

Wenn Du noch mal testen lassen willst, dann mußt Du Dich zu einem Radiologen überweisen lassen.

Warum habt ihr damals auf die Behandlung verzichtet als die 1. Diagnose vorlag.

Das beste wäre wohl, nochmals zu der Ärztin zu gehen, die damals die 1. Diagnose gestellt hat, wenn es sie noch gibt.

Was ich mit bekommen habe ist, dass es unterschiedliche Richtwerte gibt.

So hat man in Deutschland mehr 'Spielraum', in Amerika beispielsweise spricht man schon ab einem höheren Wert von einer Unterfunktion, was bei uns als normal gilt.

Eventuell noch einmal genau nachfragen. :)

Hab selber eine leichte Unterfunktion.

Lg

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