Schilddrüsenunterfunktion - Hormone oder Jodtabletten?

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3 Antworten

Ich erkenne einen deutlich zu hohen TSH. Alles was über 2,0 liegt gilt Eingeweiten als Unterfunktion. Eine Verkleinerung der Schilddrüse spricht für Hashimoto, deshalb vermutet dein einer Arzt auch jetzt und vor allem in Zukunft einen Hormonmangel. Deine Schilddürse wird wahrscheinlich immer kleiner werden. Die Verordnung von Thyroxin war also richtig.

JOD ist bei Hashimoto kontraindiziert. Eine Verkleinerung ist bereits EIN Hinweis auf Hahsimoto. Er kann leider NICHT ausgeschlossen werden udn deshalb ist JOD verboten.

Macht ja nix, denn im Thyroxin ist fertiges Jod mitdrinnen.

Die Dosierung von 50µg ist nur eine Einstiegsdosierung, die nach einiger Zeit erhöht werden sollte. Zwischen 100-200µg besteht der Regeldosisbereich für Erwachsenen mit Hypothyreose. Wolff/Weihrauch "Internistische Therapie" empfehlen 2 µg/Kg Körpergewicht (S. 932 bzw 944 je nach Auflage). Wieviel wäre das bei Dir.

Dann würdest du auf gesündere Sachen appetitt bekommen, Heisshungerattacken würden verschwinden, Stressgefühle würden weniger , du bekämst mehr Muskelmasse die auch nachts weiter Kalorien verbrennt.

Also ist keine der bisherigen Strategien wirklich perfekt gewesen. Deshalb geht es dir bis heute auch nicht besser.

Ein Tipp: kontrolliere alles nach, hole immer Zweitmeinungen ein..und setze nicht voreilig die Therapie ab. Diese Hormonschwankungen sind grosser Stress für den Körper.

Das es dir derzeit besser geht liegt am Sommer, an mehr Bewegung, man trinkt mehr Wasser, isst weniger, produziert Vitamin D. Da haben viele schilddrüsenkranke keine Probleme. Da bessert sich vieles soweit dass sogar der Arzt gute werte im Blut vorfindet. Bis zum Herbst solltest du aber die richtige Therapie einleiten, sonst wird es kein guter Winter für dich.

Das passt alles nicht so recht zusammen. TSH ist deutlich erhöht, die Schilddrüse verkleinert.

Bei Jodmangel sollte die Schilddrüse (unter dem Einfluss von TSH) vergrößert sein. Außerdem ist rein statistisch die Hashimoto-Thyreoiditis mittlerweile häufiger als eine Jodmangelunterfunktion.

Es ist erwiesen, dass schon ein TSH > 1.2 mU/l (d.h. noch weit unterhalb des alten Grenzwerts von 4,0 - 4,5 mU/l und auch im Rahmen des überarbeiteten Grenzwerts von 2,0 - 2,5 mU/l) hartnäckiges Übergewicht verursachen kann. Die Frage ist also: Geht das Gewicht durch Sport und Ernährungsumstellung runter?

Bei nur Übergewicht, fT4 und fT3 im normalen Bereich (sind sie ja) und ausgeschlossener Autoimmunerkrankung würede ich auch zunächst für Jod (und sonst nix) plädieren.

Und als heißer Tipp: Selen. Deutschland ist auch Selenmangelgebiet. Selen wird für viele Enzyme benötigt, die so tolle Sachen machen wie z.B. freie Radikale entschärfen (Stress, falsche Ernährung!) und Schilddrüsenhormone aktivieren bzw. ausscheiden. Denkbar, dass eigentlich ein Selenmangel vorliegt. Das ist dann auch mit der Leber verbunden, die ebenfalls für die Entgiftung zuständig ist. Wurden Leberwerte bestimmt? Und wenn die Leber leidet, sind Müdigkeit, Antriebslosigkeit bis hin zu Depressionen nicht fern. Und der Eiweißstoffwechsel, und Folsäure und Zink, und, und...

Also zum Verständnis:

  • Wie wurde Hashimoto ausgeschlossen?
  • Von wann sind die genannten Blutwerte?
  • In welche Reihenfolge ist das alles chronologisch passiert?

Möglicherweise brauchst du nur: Eine Packung "Folio forte mit Jod" (Folsäure, B12, Jod), ein Selenpräparat, und jeden Tag ein Frühstücksei und eine Zehe Knoblauch auf dem Brot... ;-))

Dankeschön. Dachte schon das ICH spinne. Das mit dem Widerspruch von TSH und klein hab ich auch nicht ganz verrissen.^^ Das passte einfach nicht. Habe nen Test bei der Gyn machen lassen, wegen Hashimoto. Das war alles chronologisch..von Arzt 1, 2, 3..

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@idont4know

D.h. diese Werte wurden nach dem Jahr L-Thyroxin + Jod gemessen?

Wann fand die Gewichtszunahme statt?

Und immer noch halte ich Selen und Eiweiß für wichtig.

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gesunde ernährung mit wenig fett und wenig zucker, aber auch auf säfte, limos, alk & co. verzichten, dazu viel mineralwasser trinken. viel obst und gemüse, dazu wenig leichtes fleisch (huhn oder pute) ist nie falsch!

regelmäßig sport (richtung ausdauer, nicht auf kraft) hilft sicherlich auch.

ziehst du das durch, siehst du nach einiger zeit bei einer kontrolle, ob und wie sich das auf die schilddrüse, auf müdigkeit (auch auf die muskulatur) auswirkt. danach kann ein arzt immer noch entscheiden ...

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