Schilddrüse; kalter Knoten? Was tun?

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1 Antwort

Bösartig? Nur 3% Wahrscheinlichkeit, daß es bösartig sein könnte! Und wenn, dann langsamwachsend, niedrigmalige und gut therapierbar. Also eines ist keinesfalls gegeben: EILE!

Die Punktion ist von daher auch keinesfalls eilig. Ich würde den 3 Monats-Kontroll-Rhythmus wählen.

Meines Erachtens stimmt Schilddrüsenentzündung und eine aus dem TSH noch nicht ablesbare UNTERfunktion. Deshalb meine Frage wie hoch ist der TPO-Antikörper? Ein guter Endokrinologe hat den mituntersucht. Vorher würde ich keiner Punktion oder gar Operation zustimmen...nicht jetzt auf einmal in Hektik ausarten. Die Ärzte haben es seit 6 Jahren nicht erkannt, seit es symotomatisch ist! Und Du hast es sicher schon länger. Der Knoten ist kalt...sei ihm dankbar dass er der Ärzteschaft nun den Weg Richtung Schilddrüse gewiesen hat. Wer Diabethes Typo 1 hat, hat eine Prädisposition für Autoimmunerkankungen und die bleiben sleten alleine. Hashimoto ist die häufigste Autoimmunerkankung. Dein Diabethologe hätte die immer mitkontrollieren können...die Mandelentzündung...kam möglicherweise(höchstwahrscheinlich) auch ursächlich von der Schilddrüse..und ob da Antibiotika hilfreich waren?

Dir steht keine Punktion bevor, außer du stimmst ihr zu. Aus onkologischer Sicht sind Punktionen nicht risikofrei. Sollte es ganz gegen meine Vermutung doch bösartig sein (dieses Risiko wird gerne erwähnt und erhöht so die Rate an unnötigen Schilddrüsenoperationen) dann kann das Punktieren zum Streuen (Metastasieren) führen. Während der Tumor sonst recht gemütlich vor sich hinwachsen würde. Ich kenne keinen der daran gestorben wäre...aber viele Schilddrüsenkarzinome entdecken Pathologen bei ihren Obduktionen..friedlich mitwachsende Tumore, die nie die Ursache für den Tod gewesen sind.

Also jetzt bloß keinen Streß machen lassen. Die Ärzte haben so lange dran vorbeigeschaut...da kann man ruhig sich 1-2 Jahre Zeit nehmen um die richtige Strategie für sich zu überlegen, Zweitmeinungen einzuholen, zu drüberschlafen.

ICH persönlich vermute wenn der Hashimoto mit Thyroxin behandelt wird, dann beruhgt sich auch die Knotenbildung und das Tumorwachstum....vielleicht sieht dann ein nächstes Szinigramm im einem Jahr schon viel netter aus. Vorausgesetzt du bekommst die richtige Dosierung an Thyroxin.

Momentan ist die Unterfunktion leider nicht im Blutbild zu erkennen. Hast du viel Streß? Hast dich wenig bewegt vor der Blutentnahme? Oder hast du gar bereits Thyroxin eingenommen? Oder hattest du einen autoimmunen Schub...das alles senkt den TSH-Wert künstlich....und maskiert, verhindert den Nachweis einer Hypothyreose.

Vor der nächsten Blutentnahme power dich am Tag vorher körperlich aus und trinke etwas mehr Kaffee als sonst. Zur Blutentnahme am nächsten Tag kommst du völlig nüchtern und wenn möglich nicht allzu früh am Morgen.

Hast du schöne deutliche weiße Halbmonde in deinen Fingernägeln? Oder verschwinden die in einigen Fingernägeln schon?

Trinke viel Wasser und substituiere Vitamin D. Dein Endokrinologe/Diabethologe oder dein Hausarzt kann dir z.B. Vigantolöl 20.000 verordnen 3 Tropfen täglich.

Wichtig ist zunächst für Dich nur der TPO-Antikörper. Bei der nächsten Blutkontrolle auch der TSH...hoffentlich etwas höher diesmal.

Dariush2013 31.01.2013, 17:33

Vielen Dank für deine Antwort. Ja, ich hatte es vergessen. Es wurde eine TPO-Antikörper-Erhöhung festgestellt bei gleichzeitiger Euthyreose. Ja, es könnte durch die Mandelentzündung bedingt und durch Diabetes Typ 1 begünstigt sein. Ich bin dem Ganzen nachgegangen, aber war wohl auf dem falschen Dampfer. Ich hatte u.a. ein MRT des Kopfes, weil ich dachte, es könnte etwas im Zusammenhang einer Hirnerkrankung sein. Dann hatte ich EKGs und Belastungs-EKGs hinter mir, weil ich zudem Schmerzen im Herzbereich hatte und manchmal immer noch habe, Ergebnis: keine Gefahr in diesem Bereich. Schließlich kam der Nebenbefund des MRT der Halswirbelsäule plus die Erinnerung an mehrere Fälle von Schilddrüsenkrankheiten (Über- und Unterfunktion) v.a. in der Familie mütterlicherseits und meine Mutter selbst und ein-zwei Fälle in der Familie meines Vaters und dabei u.a. ein rechtzeitig erkannter in abgekapselter Form vorhandener Schilddrüsenkrebs meiner Großmutter. Dieses Karzinom wurde wegoperiert. Zudem viele verschiedene Fälle von Krebskrankheiten in der Familie meiner Mutter.

Also, ich war nüchtern zur Blutabnahme erschienen und es war ne Jahresuntersuchung wegen Diabetes. Stress habe ich nicht unbedingt. In einigen meiner Finger sind die Halbmonde geringfügig zu sehehn (Mittel-, Ring- und kleiner Finger).

Ich hoffe das, was du sagst, trifft in meinem Fall zu. Ich hab noch nachgeforscht bzgl. Thyroxin. Es muss nur eine Anpassung von Insulin vorgenommen werden, denn Thyroxin erhöht wohl den Blutzuckerspiegel. Jetzt werd ich den Termin zur Besprechung des Ergebnisses der Szintigrafie abwarten.

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Dariush2013 31.01.2013, 17:38
@Dariush2013

Meine derzeit größten Probleme sind die Schluckbeschwerden und das Zittern am Morgen.

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Schnabelwal 01.02.2013, 08:53
@Dariush2013

Schluckbeschwerden und Zittern ...kann ein Schub sein...der erklärt auch den falsch niedrigen TSH für einen fortgeschrittenen unbehandelten Hashimoto. Dein Immunsystem frißt Schilddrüsenzellen, deshalb werden deren gespeicherte Schilddrüsenhormone frei...das gibt kurzzeitig TSH-Werte die perfekt aussehen. Das kann auch wenn er Entzündungsprozeß nicht mit Thyroxin gestoppt wird...auch bei weiteren Messungen so bleiben.

Wie waren denn dein fT3 udn ft4 Wert?= Die sind bei solch aktuell möglicherweise unbrauchbarem TSH, dann die sichereren Diagnostikfaktoren.

Und wegen dem Blutzucker...das ist eher eien Normalisierung des Blutzuckers, die das Thyroxin vornimmt. Es kommt dadurch nicht mehr zu Heißhungerattacken udn dein Appettit auf Nahrungsmittel schwenkt von den leichtverdaulichen Kohlehydraten mehr zu gesundem Gemüse und Proteinen. Bie mir zumindest ist dieser Zusammenhang sehr deutlich. Ich habe 5 Jahre komplett auf leichtverdauliche Kohlehydrate verzichten können als ich perfekt eingestellt war mit SD-Hormonen, ich war leistungsfähig, intelligent und eine psychisch stabile Persönlichkeit mit Erfolgsmomenten im Leben. Leider meinten dann zwei Ärzte wegen des niedrigen TSH meine Dosis reduzieren zu müssen, wähnten mich wohl bald postmenopausal, was ich bis heute nicht bin. Seither MUSS ich leichtverdauliche Kohlehydrate immer wieder massenweise in mich reinstopfen...es ist ein Trauerspiel.

Mit einer guten Schilddrüseneinstellung kann man also auch die Bauchspeicheldrüse pflegen, weil man keine Heißhungerattacken mehr hat, die nicht anderes als ein Alarm des Körpers ist, weil die Glucoseversorgung von Herz und Hirn nicht mehr ausreicht Hypoth/gefährlich wird. Hypothreose macht einen dauerhaft erniedrigten Blutzuckerspiegel..und dadurch rhythmisch immer Heißhunger, überschießenden Insulinstoß und dann Hypoglykhämie, was wieder zu einer Heißhungerattacke führt. Gar nicht gut für die Bauchspeicheldrüse. Traurig finde ich in diesem zusammanhang wenn andere Menschen udn auch Ärzte den Patientn für undiszipliniert halten, der sich so "schlecht" ernährt. Er reagiert ja nur auf die Alarmsignale in seinem Körper. Wenn der Arzt in eine Hypothyreose käme, dann könnte er auch nicht mehr so diszipliniert nur zu den gesunden Nahrungsmitteln greifen, wie er es aktuell so einfach kann und weshalb er ein Überlegenheitsgefühl gegenüber dem Patienten hat und dessen "Nachlässigkeit" oder gar "Dummheit" nicht nachvollziehen kann.

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