Schilddrüse: Ist (4 Wo.) nach einer Radioiodtherapie diese Veränderung des TSH-Wertes ungewöhnlich?

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3 Antworten

Hallo,

es ist durchaus möglich, daß eine Behandlung mit Radiojod nicht nur das wuchernde Gewebe (autonomes Gewebe) vernichtet, sondern auch umliegendes, restliches und einigermaßen noch gesundes Gewebe mitzerstört. Das Ergebnis ist also eine ausgeprägte Hypothyreose.

Was ich nicht verstehe, auf Grund des vorhersebaren Ergebnisses nach der Radiojodtherapie, ist, daß die behandelnden Ärzte dich nicht über eine mögliche nachträgliche sekundäre Hypothyreose hingewiesen haben, und dich nicht zu einem Endokrinologen weiter überwiesen haben.

Ein TSH von 9,02 ist sehr hoch und bezeugt einer starken Hypothyreose. Wahrscheinlich ist auch, daß dieser "Abwärtstrend" in der Schilddrüsenaktivität sich noch verstärkt!

Du mußt so bald wie möglich mit Tabletten entsprechen behandelt werden, außerdem muß überprüft worden, ob deine Nebenschilddrüsen noch richtig arbeiten, weil sie für den Knochenstoffwechsel wichtig sind.

Wichtig ist es, die Tablettendosis langsam einzuschleichen, so daß der Körper sich langsam wieder an das Thyroxin gewöhnt. Zwischendurch muß immer wieder überprüft werden in wie fern die Hypothyreose erfolgreich zurückgeht, dies mit Hilfe von regelmäßigen Blutentnahmen und Hormonkontrollen! Nur so kann man die Thyroxindosis gefahrlos stetig und nach und  nach erhöhen

Wende dich noch diese Woche an einen guten Endokrinologen! Sonst werden sich unweigerlich Symptome wie starkes Frieren, Haarausfall, Müdigkeit, Konzentrationsschwierigkeiten und Infektanfälligkeit zeigen!

Emmy

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Kommentar von Tamtamy
25.10.2016, 19:37

Vielen Dank, Emmy, für deine ausführlichen und informativen Erläuterungen und den Hinweis auf Weiterbehandlung!
Die betroffene Patientin ist schon auf die jetzt einsetzende Hypothyreose hingewiesen worden und ihr wurde entsprechende Medikation als Hormonersatz verordnet.
Mir ging es um eine Einschätzung der Dimension der Veränderung von TSH.
Vielen Dank!

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Durch die Radiojodtherapie ist dein Schilddrüsenhormonstatus zu gering, durch die Zerstörung von Schilddrüsengewebe. Nun bist du also in einer Schiddrüsenunterfunktion. Eine Hormonersatztherapie zB mit L-Thyroxin ist lebenslang nötig. Bespreche das mit deinem Endokrinologen. Ein Einschleichen ist nicht nötig, zuerst kann mit 100 oder 125 Mikrogramm pro Tag begonnen werden, nach ca 6 Wochen und nach 3 Monaten sollte nochmal der TSH Wert kontrolliert werden, und die Dosierung angepasst wertden.a

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Kommentar von Tamtamy
26.10.2016, 12:31

Danke schön für deine Informationen und Hinweise!
Es ging mir, wie oben gesagt, speziell um eine Einschätzung der DIMENSION der Veränderung des TSH-Wertes.

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Hallo,

ja, nach einer Radiojodtherapie wird der TSH Wert sich erhöhen, d. h. daß man unter einer Unterfunktion leidet,  aber dagegen muß man Tabletten bekommen, dabei muß die Dosis langsam eingeschlichen werden. Kontrollen müssen regelmäßig erfolgen, bis die Situarion sich normalisiert hat. Ein TSH Wert von 1 ist meist erwünscht..

Was hat dir deinen Arzt denn gegeben?  Hat man dir nichts gesagt vor der Radiojodtherapie?

Konsultiere am besten einen Endokrinologen. Manche Radiologe sind auch recht versiert, man muß sie nur finden!

Hey, entschuldige, ich habe nicht realisiert, daß ich diese Frage schon beantwortet hatte, hem.... blöd...

LG. Emmy

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