Schichtwechsel und Verlust des jahrelang erhaltenen Nachtzuschlags dadurch rechtens?

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3 Antworten

Wann habt Ihr denn bis jetzt immer mit der Arbeit angefangen? Was steht zur Arbeitszeit im Arbeitsvertrag?

Wenn keine bestimmten Zeiten festgelegt sind, kann der AG den Beginn der Arbeitszeit ändern. Hier gibt es kein "Gewohnheitsrecht" oder "betriebliche Übung". Hier gilt dann das Weisungsrecht des Arbeitgebers.

Anders wäre es, wenn es einen Betriebsrat gäbe. Dieser hätte bei den Arbeitszeiten ein Mitspracherecht. Ich vermute mal, der ist nicht vorhanden und der AG kann somit selbst entscheiden.

Sollten im Arbeitsvertrag die jetzigen Arbeitszeiten festgelegt sein, kann der AG diese nicht so einfach ändern. Da müsse er Euch, solltet Ihr mit dem späteren Arbeitsbeginn nicht einverstanden sein, Änderungskündigungen geben.

Die kann man annehmen, ablehnen = Beendigungskündigung oder unter Vorbehalt annehmen und beim Arbeitsgericht prüfen lassen. Ist die Änderungskündigung nichtig, gelten wieder die alten Bedingungen.

Bei Änderungskündigungen und Beendigungskündigungen muss aber innerhalb von drei Wochen Klage beim Arbeitsgericht erhoben werden.

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Kommentar von Familiengerd
25.11.2016, 12:37

Eine Änderungskündigung durch den Arbeitgeber hätte allerdings bei einer Kündigungsschutzklage (sofern das Kündigungsschutzgesetz überhaupt anwendbar ist) nur dann Bestand, wenn das Arbeitsverhältnis überhaupt nur noch unter den geänderten Bedingungen (neue Arbeitszeiten) fortgesetzt werden könnte.

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Die Arbeitszeit unterliegt dem Weisungsrecht des Arbeitgebers. Sollten die Arbeitszeiten im Arbeitsvertrag fixiert sein, bedarf es meiner Ansicht nach einer Änderung des Vertrags

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arbeitszeiten unterliegen dem weisungsrecht des arbeitgebers. wenn er also keine nachtschichten mehr will, dann legt er die arbeitszeiten für die masse der kollegen um.

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Kommentar von Familiengerd
24.11.2016, 14:05

arbeitszeiten unterliegen dem weisungsrecht des Arbeitgebers

Das ist so pauschal falsch - denn das trifft nur zu, sofern es nicht durch Arbeits- oder Tarifverträge, Betriebsvereinbarungen, Gesetze usw. eingeschränkt wird.

wenn er also keine nachtschichten mehr will, dann legt er die arbeitszeiten für die masse der kollegen um.

Das kann der Arbeitgeber also nur, wenn die Arbeitszeiten nicht arbeits- oder tarifvertraglich fest vereinbart worden sind.

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