Scherzone

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2 Antworten

Eine (tektonische) Scherzone ist ein Bereich, in dem eine Vielzahl +/- parallel verlaufender Verwerfungen für eine Verstellung der primären Gesteinslagerung verantwortlich ist. Diese Verstellungen können von Menschen bzw. Seismographen spürbar sein bzw. erfasst werden, aber auch allmählich erfolgen.

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*Albstadt-Scherzone Wo in Deutschland die Erde häufiger bebt

Nur empfindliche seismologische Instrumente können sie registrieren – mehrere hundert Erdbeben im Jahr. In Norddeutschland ist die Erde eher ruhig. Die meisten registrierten Erdbeben gibt es im Oberrheintal, der Niederrheinischen Bucht, der Schwäbischen Alb und dem Vogtland. Schäden richten sie meistens aber nicht an. Das größte Erdbeben der jüngeren Vergangenheit gab es in Europa in der Nacht vom 12. auf den 13. April 1992, mit einer Magnitude von 5,9.

Das Epizentrum lag nahe der niederländischen Stadt Roermond, es gab 25 Verletzte und 7.200 beschädigte Häuser. Sogar in London und München war das Beben spürbar. Das letzte schwere Beben mit einem Epizentrum in Deutschland war 1911 in Albstadt bei Tübingen, mit einer Magnitude von 5,7.

Verantwortlich dafür war die heute noch aktive "Albstadt-Scherzone". Diese gehört zu einem in Nord-Süd-Richtung verlaufenden Bruchsystem, das sich vom Bodensee über Albstadt bis in den Raum Stuttgart erstreckt. Zwar ist das Beben schon über Hundert Jahre her, doch Grünthal sagt:

"Weil größere Beben sich so selten ereignen, verschwinden sie nur zu leicht aus dem Bewusstsein. In Deutschland wird die Erdbebengefahr deshalb unterschätzt". Die Bauvorschriften, die es deshalb gebe seien zwingend notwendig. Er betont: "Die Gefahr ist gering – aber nicht vernachlässigbar."*

Quelle welt der Wissenschaft (auszug)

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Kommentar von mineralixx
26.06.2013, 22:18

Der Text enthält -leider- einige Fehler bzw. auch Ungenauigkeiten. Das stärkste Erdbeben der "jüngsten Zeit" in Europa war das von Vrancea/Rum. 1977 mit Mag. 7,2 (R.), danach das von Irpina 1980 (Mag. 6,9). Aber man kann nicht sagen, diese seien "die größten" Erdbeben gewesen! Die Größe eines Erdbebens bemißt sich nach der Fläche, die die entsprechende Isoeiste (z.B. die der Mag. 3,5) umschließt - und da sind viele nach ihrer Magnitude schwächere Beben dann "größere Beben".

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