Scherbengericht in Athen, um 500 v.Chr. - weiß jemand, warum das üblich war?

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6 Antworten

Die Demokratie Athens bildete sich im 7. und 6. Jahrhundert v. Chr. langsam heraus. Die Reformen Solons im Jahre 594 v. Chr. und die Reformen Kleisthenes im Jahre 508/507 v. Chr. waren die Wegbereiter einer Entwicklung, die unter Perikles ihren Höhepunkt erreichte. Solon griff die Vorherrschaft einiger adliger Familien an, indem er die Bauern von ihren Schulden und aus der Schuldknechtschaft befreite. Dadurch behob er viele soziale Missstände in Athen und schuf die Grundlagen für eine politische Neuordnung. Solons Reformen waren die Vorrausetzung für das Durchbrechen des alten aristokratischen Prinzips, welches eine gesellschaftliche Stellung von Herkunft und Abstammung abhängig machte. Kleisthenes legte mit seinen Reformen im Jahre 508/507 v. Chr. die Basis für eine Demokratie. Er zerbrach adlige Machtstrukturen, löste durch die territoriale Neueinteilung Athens die alten Stammesverbände auf und schuf eine Bürgerschaft, die nicht mehr von ihrer sozialen Herkunft abhängig war. Kleisthenes führte Institutionen, wie zum Beispiel die Volksversammlung (Ekklesia), und besondere Verfahren ein. Ein besonderes Verfahren war der Ostrakismos, das Scherbengericht.1 In dieser Arbeit wird die Entwicklung des Ostrakismos in Athen behandelt, obwohl eine Entwicklung des Scherbengerichts in ähnlicher Form auch in anderen Demokratien stattgefunden hat. Aristoteles bemerkt: „Es hat daher gegen anerkannte Überlegenheiten die Idee des Scherbengerichtes eine gewisse staatliche Berechtigung.“2 Diese Hausarbeit möchte einen Überblick über das Verfahren des Ostrakismos geben und sich mit der Frage befassen, ob das Ostrakismosverfahren nur zum Zweck der Tyrannisabwehr eingesetzt oder für andere Zwecke missbraucht wurde.

Quelle:http://www.grin.com/e-book/52960/ostrakismos-das-scherbengericht-im-klassischen-athen

Klingt gut, danke! Will ich mal lesen...

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http://www.grin.com/e-book/52960/ostrakismos-das-scherbengericht-im-klassischen-athen

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"...Verfahren, unliebsame Bürger aus dem politischen Leben der Stadt zu entfernen." http://de.wikipedia.org/wiki/Scherbengericht

das ist doch durchaus ein grund

Dann wäre es doch sinnvoll, sowas als ständige Einrichtung zu haben, oder mehrere Leute auf 1 Schlag zu verbannen...

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Scherbengericht war in der griechischen Antike eine Maßnahme, um Unliebsame Personen aus dem politischen Leben der Stadt Athen zu entfernen. Man verwendete als Stimmzettel Tonscherben. Genauere Infos entnehme bitte der Seite:

http://de.wikipedia.org/wiki/Scherbengericht

antwort kommt moegen ausfürlich bin nicht zuhaseam PC grad

Also meiner Ansicht nach, sollte das auch ein wenig zur Befriedigung des Volkes stattfinden. Eine Art "Opium" fürs Volk, nach dem Motto: Da habt Ihr Euren Volkswillen und den Rest des Jahres heißt es Maulhalten.

Aber wer weiß das schon, wir waren ja nicht dabei. Sitten und Gebräuche fremder Völker...

Das „Scherbengericht“ ὁ ὀστρακισμός
(Ostrakon = Tonscherbe) Es war eine Form der Abstimmung, wobei Bruchstücke von Tonkrügen zur Abstimmung benutzt wurden. Ein Verfahren mit dem man unbequeme Bürger aus dem Politischen Leben der Stadt abwählte.

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