Schenkung zur Erbmasse?

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3 Antworten

Hallo Artier, Schenkungen vor dem Tod, werden normalerweise auf das Erbe angerechnet. Aber wenn Du das Grundstück, für die Pflegetätigkeit bekommen hast, gibt es hier Ausnahmen, dann darf nicht der volle Wert des Grundstücks angerechnet, es wäre aber gut, wenn die Mutter dies im Schenkungsvertrag ausdrücklich als Grund für die Schenkung angegeben hätte.

Wenn Deine Mutter nicht ausdrücklich im Schenkungsvertrag gesagt hat, dass Du es für die Hilfe bekommst und es nicht, oder nicht voll angerechnet werden soll, gibt es nun ggf. einen Pflichtteilergänzungsanspruch für Deine Geschwister.

Man müsste nun wissen, wie viel Deine Geschwister noch geerbt haben udn was das Grundstück wert ist, um zu errechnen, ob und wenn ja wie viel Du zahlen musst.

Wird der volle Wert zur Erbmasse gezählt?

Nein. das Grundstück zählt garnicht zur Erbmasse, da es ja nicht mehr der Erblasserin gehörte.

Eine Ausgleichspflöocht mit Erbe musste ausdrücklich vereinbart worden sein.

Andernfalls können die Miterben gem. § 2325 BGB den Übertragungswert, ab dem zweiten Jahr jährlich 10 % fallend, dem Nachlass hinzurechnen und zu diesem sog. fiktiven Reinnachlass ihr erhöhtes Erbe beanspruchen.

Wenn ja , kann ich meine aufgewendeten Stunden verrechnen?

Nach dem Übergang logischerweise nicht, vorher dann, wenn du belegen könntest, welche Stunden, etwa für Rasenmähen, aufgewendet wurden und warum die nicht von der Erblasserin lebzeitig selbst (kostengünstiger) beauftragt oder dir bezahlt wurden.

Derartige Gefälligkeiten geben jedenfalls regelm. keinen Anspruch her, zumal dir das Grundstück ja zeitnah geschenkt wurde :-O

G imager761

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