Schenkung vor Todesfall (Sachgegenstände)

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2 Antworten

In einen Testament müssen überhaupt keine Gegenstände erwähnt werden.

Zunächstmal sollte in einen Testament die Erbfolge geklärt werden. Erben sind Gesamtrechtsnachfolger, das heißt Sie übernehmen nahezu alle ( nämlich die erblichen ) Rechte und Pflichten des Erblassers. Dazu gehört natürlich in erster Linie auch das Eigentum. Aber auch die meisten Verträge gehen auf den Erben über. Das Erben erfolgt durch den Erbfall automatisch, das heißt es bedarf keiner weiteren Form für den Eigentumsübergang.

Will man das eine Person schlicht Alles bekommt wird das Testament recht einfach. Man setzt die Person als alleinigen Erben ein und macht keine Vermächtnisse.

Vom Erbe zu unterscheiden sind Vermächtnisse und Teilungsanordnungen. Vermächtnisse führen zu einen Erfüllungsanspruch für den Vermächtnisnehmer gegen den Erben. Sie wirken also nicht automatisch und können u.U. verweigert werden, z.B. wenn der Nachlass durch das Vermächtnis überschuldet würde.

Insbesondere die Zuwendung von bestimmten Gegenständen wäre ein Vermächtnis. Hierbei sollte explizit definiert werden, ob das Vermächtnis auch für den Fall gelten soll, das der Gegenstand gar nicht mehr zum Nachlass gehört. Vermächtnisse können auch allgemein Formuliert werden, z.B. die zum Haushalt gehörenden beweglichen Sachen.

Blatt Papier wo Schenkung draufsteht, die Gegenstände und meine Unterschrift ?

Das reicht nicht, ein Schenkungsversprechen bedarf der notariellen Form. Ein Vollzug der Schenkung heilt aber den Formmangel.

Für ein Testament reicht hingegen die eigenhändig ( also handschriftliche vom Erblasser ) Form mit Unterschrift des Erblassers. Im Falle eines schon absehbaren Erbfalls empfielt sich aber ein notarielles Testament.

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