Schenkung oder Vorerbe - und wie anrechnen?

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3 Antworten

Zunächst verwechselst du Vorerbe mit Vorempfang. Vorerbe am Nachlass eures Vates wurde kraft Berliner Testament eure Mutter.

Vorempfang meint deine lebzeitige Zuwendung an dem Schreibtisch, der gem. gemeinschalftlichem Testament der Eheleute aber eigentlich allen nacherbenden Kindern zukommen sollte.

Lebzeitige Zuwendungen sind n. §§ 2050 I, 1624 I BGB als Ausstattung oder § 2050 III BGB ausgleichungspflichtig, wenn eine derartige Pflicht angeordnet wurde.

Mit Berliner Testament sollte man annehmen, dass eurer Vater den antiken Schreibtisch allen Nacherben anteilig zugute kommen lassen wollte. Offenbar ist einer der Erben hierbei auf seinen Pflichtteil in Geld beschränkt.

Meint: Am tatsächlichen Nachlass sinkt dein Erbanspruch um den Zeitwert des Schreibtisches und kommt in dieser Hölhe dem Miterben zu. Einfacher gelöst: Er darf sich dafür einen gleichwertigen Nachlassgegenstand aussuchen.

Der tatsächliche Reinachlass plus Zeitwert ergäbe den ohne diese Schenkung fiktiven Nachlasswert und daran bemisst sich das Pflichtteilsrecht des ernterbten dritten gesetzl. Erbberechtigten, womit seine Pflichtteilsergänzung an der Schenkung berücksichtigt würde.

Ab dem zweiten Jahr nach Schenkung sinkt der Schenkungswert dabei für alle Beteiligten alljährlich um 1/10.

G imager761



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So eine Schenkung wird nur angerechnet, wenn:

1. Das bei der Schenkung, oder im Testament so bestimmt ist.

2. Wenn dadurch ein Pflichtteilsberechtigter in seinen Rechten beeinträchtigt ist.

Übrigens es ist kein Vorerbe, weil es wohl im Testament nciht so benannt ist.

Beispiel (leider kennen wir den Pflichtteiler nicht, nehmen wir an ein Bruder):

Es gibt 24.000,- zu vererben. gesetzliches Erbe für alle 3 (Haupt- und Pflichtteilserbe) je 8.000,-. Plichtteil als 1/2 vom gesetzlichen Erbe also 4.000,-.

Mit Schenkung (hier müssten wir wissen wie lang die Schenkung her ist, aber nehmen wir mal an 5 Jahre, also zu 1/2 anzurechnen). Damit ist das Erbe 25.500,-. gesetzliches Erbe also 8.500,- für jeden. Damit Pflichtteil 4.250,-. Du müsstest als Begünstigter der Schenkung dem Pflichtteilserben 250,- Euro zahlen. Dem anderen Haupterben nichts, denn mit seinen 8.000,- bekommt er mehr als sein Pflichtteil, also ist er keinen Pflichtteilergänzungsanspruch.

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ja, schenkungen, die nicht länger als 10 jahre zurückliegen, werden eigentlich einberechnet


sagen wir erbe 250.000(jetzt, ohne schrank), dein anteil 10%(egal, fiktiv)

du hast den schrank, also wäre das erbe 253.000, dein anteil 25.300 und 3.000 hast du schon bekommen, bekämst noch 22.300 aus dem erbe

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Kommentar von susannem44
26.10.2015, 04:48

Das ist kein Vorerbe?

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