Schenkung Erbrecht unter den Geschwistern . Pfiichtteil

4 Antworten

Sie sollten anhand des damaligen Übertragungsvertrags feststellen, ob Ihre Eltern bestimmt haben, dass Ihr Bruder sich den Wert des Hauses auf seinen späteren Erbteil anrechnen lassen muss. Der Notar, der den Übertragungsvertrag protokolliert hat, müsste eigentlich darauf hingewirkt haben, dass darüber eine klare Bestimmun g getroffen wird. Wenn das nicht der Fall ist, hätte der Notar ein wenig "gepfuscht" und Sie könnten beim Tod der Eltern leider keine Anrechnung verlangen . Wenn die Anrechnung nur im Testament der Eltern bestimmt worden sein sollte, ohne dass das schon bei der Übergabe vereinbart worden ist, , wäre das nicht ausreichend.. Auch der Pflichtteilsergänzungs-anspruch ist nach 10 Jahren erledigt.

Jedes Jahr nach der Schenkung werden vom Wert 10 % abgezogen, bis zum Ablauf der zehn Jahre die Schenkung nicht mehr zum Pflichtteil hinzugerechnet werden kann. Wäre der Erbfall also 5 Jahre nach der Schenkung eingetreten, dann wäre als Wert noch 50 % anzusetzen. Aus diesem kann ein Pflichtteilsergänzungsanspruch geltend gemacht werden. Da die Schenkung aber über 10 Jahre her ist, hast du gelinde gesagt Pech gehabt.

Deine Eltern können zu Lebzeiten tun und lassen was sie wollen. Wenn diese "Frist" von 10 Jahren abläuft, hat man u.U. nichts mehr vom Erbe, möglicherweise sogar nur Schulden.

Nach 10 Jahren besteht bzgl. der Schenkung kein Pflichtteilsergänzungsanspruch der unbegünstigten Kinder mehr :-(

Das Haus zählt demnach nicht mehr zum Nachlass der SchenKungsgeber :-O

Sofern in einem Testament die Schenkungsgeber hierüber jedoch eine Anrechnung oder Ausgleich der Geschwister verfügt wurde, gilt der natürlich.

G imager761

Also wenn ich das richtig Verstanden hab , muss das begünstigte Geschwisterteil , nach 10 Jahren nichts auszahlen . Das Problem ist , dass erst jetzt klar wurde , dass ihm das Haus bereits vor 12 Jahren geschenkt wurde , hätte er das den anderen sagen müssen . Ob ein Testament vorhanden ist weiß ich nicht , könnte in einem Testament also immernoch stehen , dass etwas im Erbfall ausgezahlt werden müsste ? Danke für die Hilfe

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Haus Vererben oder Bevollmächtigen und dann Schenken (zu Lebzeiten?

Guten Morgen Forum.

Wir/Ich möchten bald das Haus unserer Eltern verkaufen.

Ein Elternteil lebt noch... aber inzwischen im Heim.

Vorabinfo: Finanziell ist meine Mutter auf der sicheren Seite und benötigt das Geld aus dem Hausverkauf nicht!

Nun ist es so, dass das leer stehende Haus unnötig Kosten verursacht und auch vom Zustand her nicht besser wird... deshalb baldig der Verkauf.

Ich, der Sohn, werde dereinst das Haus laut Testament alleinig erben.

(Wir sind uns auch innerhalb der Familie einig... keine Spannungen oder Streitigkeiten... die Schwester erhält ein gleichwertiges Objekt)

Das Haus ist seit 40 Jahren im Familienbesitz.

Meine Mutter ist nicht mehr so fit und kann zwar noch zustimmen und ablehnen..., aber keine Amtsgänge mehr machen... körperlich sehr stark auf Hilfe angewiesen.

Deshalb -

Welche Version wäre hierbei ratsam / weniger umständlich;

Auch im Hinblick auf die entstehenden Kosten/ Aufwand:

1)

  • Meine Mutter überträgt mir eine Vollmacht in allen Belangen ( Amtsggänge, Unterschriften, Notar,...) die mit dem Hausverkauf zu tun haben.
  • Damit wickle ich dann den Hausverkauf ab.
  • Nach vollendetem Hausverkauf erhalte ich den Verkaufspreis abzgl. Gebühren, etc. als Schenkung.

oder

2)

  • Meine Mutter vererbt mir zu Lebzeiten (also jetzt) das Haus ganz offiziell mit Brief und Siegel.
  • Ich erledige dann die notwendigen Amtsgänge um das Haus auf mich umschreiben zu lassen, sofern notwendig, da ja wenige Monate später ich selbst das Haus wieder verkaufe.

Kurz zusammengefasst:

1) Verkaufs-Vollmacht mit anschl. Schenkung

oder

2) Vererbung mit anschl. Verkauf

Vielen Dank für Tipps hierzu

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