Schenkung / Erbrecht

5 Antworten

Wenn Deine Tochter das Haus "erbt", wenn Dein Mann sterben sollte, erbt sie auch die Schulden. Also brauchst Du Dich nichit darum zu kümmern. Es sei denn, ihr regelt es vorher, dass Du auch ein gewisses Recht an dem Haus bekommst. Bzw. steht Dir ein Pflichtteil zu. Der wäre dann aber auch mit Schulden belastet.

Ich denke, es handelt sich hier bezogen auf den Sohn um eine Schenkung die Anordnung einer befreiten Vorerbschaft - nachervbe soll die Tochter sein. Eine Zustimmung bedarf von daher lediglich der Annahm durch den Sohn. Dessen Tochter wird erst nach dem Tode des befreiten Vorereben selber Erbin. Die kann zu diesem Zeitpunkt, wenn sie dies möchte, das Erbe ausschlagen. Von einem Erbe der Ehefrau lese ich hier nichts!

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Das ist ein Fall für den Anwalt. Stichpunkte, die zu bedenken wären:

  • Bei gesetzlicher Erbfolge erbt auch die Ehefrau mit, also müsste der Mann ja ein Testament machen, damit das funktioniert. Dann darf er aber z.B. auch nicht durch ein früheres Testament gebunden sein.

  • Es dürfte ein Fall der sogenannten Ehegatten-Innengesellschaft vorliegen, wenn gemeinsam finanziert wird. Die Rechtsprechung dazu ist schwammig und deshalb sollte das alles ordentlich geregelt werden.

  • Der worst case ist tatsächlich: Du haftest für das Darlehen als Gesamtschuldner und das Kind erhält das Haus. Das muss doch nicht sein!

Na klar - die Schwiegereltern können ihm das übertragen. Das ist doch eine gute Idee, wenn man dadurch eventuell "Erbschaftssteuern" (die bei einer Schenkung ganz genau so anfallen) sparen kann.

Wenn Dein Mann eines Tages stirbt, kann Eure Tochter das dann erben - aber Dir steht immerhin noch ein Pflichtteil zu. So einfach aushebeln kann man die Erbfolge dann nicht. Und damit wird es für Eure Tochter auch nicht so leicht, Dich dann einfach auf die Straße zu setzen. Du kannst Dir jedoch von Deinem Mann auch ein lebenslängliches Wohnrecht ins Grundbuch eintragen lassen - vorsichtshalber.

Und zu den Schulden: Ich weiß ja nicht, wie alt Ihr seid. Für die Renovierungen werdet Ihr wohl eine Hypothek aufnehmen. Das ist zur Zeit auch relativ günstig, da die Zinsen (noch) niedrig sind. Da kann ich nur zu einer möglichst langfristigen Zinsbindung raten. Klingt eigentlich gar nicht so schlecht, wenn Ihr in dem Haus wohnen wollt. Vielleicht müssen die Renovierungen ja auch nicht alle auf einmal sein, und vielleicht könnt Ihr das eine oder andere auch selbst machen (man lernt viel, wenn man sich erst mal drangibt). Laßt Euch da ruhig entsprechend beraten.

Wer nach einem eventuellen Tod Deines Mannes das Haus erbt, erbt dann auch die Schulden mit (die sollten dann eventuell auch nur auf Deinen Mann eingetragen sein). Das bedeutet, daß derjenige - also Deine Tochter und zu einem gewissen Teil Du - dann entweder die Hypothek übernehmen kann, oder eben abbezahlen.

Meiner Meinung nach fallen keine Erbschaftssteuern an. Die Beträge sind zu gering. Die Frau beerbt den Mann bezüglich des Hauses nicht, weil die Großeltern bereits das Enkelkind als Alleinerbin vorsehen. Das mit dem Wohnrecht ist für die ehefrau ein fairer Gedanke.

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@firstguardian

Die Großeltern können das Enkelkind doch gar nicht als "Alleinerbin" vorsehen - jedenfalls nicht auf dem "Umweg" über ihren Sohn. - oder? Entweder wird der Sohn ins Grundbuch eingetragen, und dann beerbt ihn die Frau mit Pflichtteil, oder es wird direkt die Enkelin eingetragen, was aber wohl nicht vorgesehen ist.

Mit den Erbschaftssteuern hast Du wohl recht, falls es nicht noch mehr zu vererben gibt.

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