Schenkelhilfe Pferd?

4 Antworten

Nicht anders als an der langen Seite beispielsweise aus. Beide Schenkel liegen weich begleitend am Pferd. Wenn das Pferd zu wenig Biegung aus Deinem Drehsitz einnimmt, kann der innere Schenkel helfen, weicht die Hinterhand nach außen, liegt der äußere Schenkel eine Hand breit hinter dem Gurt etwas mehr an. Das alles aber mit so wenig Kraft, dass Dein nach der Pause relativ untrainierter Schenkel immer noch "atmet", also mit der Bewegung des Pferdes weich mitgehen kann und nicht ins Klopfen kommt.

Das Abwenden auf die gebogene Linie macht der Drehsitz. Du kommst geradeaus. Deine Schulterlinie zeigt an, was die Schulterlinie des Pferdes machen soll, Deine Hüftlinie, was die Hüftlinie des Pferdes machen soll. Geradeaus ist Deine Schulter parallel zu Deiner Hüfte. Möchtest Du nun nach links abwenden, muss das Pferd in die Biegung. Dafür drehst Du Deine Schulter, sodass Du oben weiter nach links gedreht bist als mit der Hüfte unten, Dein Pferd wird mit der Schulter dieser Schulterlinie folgen und je weiter Du eindrehst, desto enger die Wendung. Würde das Pferd über die äußere Schulter weg weichen, dann bleibt die äußere Zügelfaust so lange hartnäckig geschlossen, bis das aufhört. Der innere Ringfinger kann eine kleine Parade geben, damit das nicht starr wird, aber nicht ins rhythmische Kneten kommen, sonst haben die Hilfen für das Pferd nichts mehr zu bedeuten, wenn die eh auf Schritt und Tritt kommen.

In welchem Moment was exakt sinnvollerweise kommt, lässt Dir am besten vom Trainer diktieren, bis es Dein Unterbewusstsein wieder ausgegraben hat.

Reitweise?
In der „englischen“ Reitweise gibt es keine isolierten Schenkelhilfen, sondern immer ein koordinatives Zusammenspiel von Kreuz, Schenkel und Zügel.
Der seitwärts treibende Schenkel liegt kurz hinter dem Gurt. Aber das Pferd kann ja nicht im 90 Gradwinkel zur eigentlichen Laufrichtung seitwärts gehen. Deshalb braucht es durch die anderen Hilfen genauere Informationen, was es machen soll. Um die Vorhand treten? Um die Hinterhand treten? Schenkelweichen, wohin? (Viereck verkleinern oder an der Bande entlang?)

Du weißt ja, es ist das Zusammenspiel aller Hilfen. Wenn du nach links möchtest, drehst du dich oben leicht nach links - dadurch rutschen auch deine Schenkel schon ein wenig in die richtige Position :-) Du treibst links "am Gurt" und hast rechts den Schenkel "verwahrend" (also leicht nach hinten versetzt.).

Der innere schenkel treibt. Der äußere verwahrt. Schau in die richtung und der du hin willst, denn dann verlagerst du automatisch das Gewicht. Und stell den Koof des Pferde in Laufrichtung

So in etwas mal sehr kurz gehalten. Aber ein Reitlehrer kann dir alles am Pferd erklären

Woher ich das weiß:Hobby – Ich reite seit meinem 6.Lebensjahr und habe zwei Pferde

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