Schema Schöpfungstage..

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9 Antworten

Hallo MrsIda!

Ob ich Ihre Frage richtig verstanden habe, weiß ich nicht; aber ich schreibe Ihnen meine Erkenntnis diesbezüglich:

Übersetzungsgrundlage der Bibelzitate: Neue-Welt-Übersetzung Länge eines Schöpfungstages (Ruhetag)

der Begriff „Tag“ Der Begriff „Tag“ kommt in der Bibel in mehrfacher Bedeutung vor: 1.Mose 1/14: nur der Zeitraum des Tageslichtes 1.Mose 2/4: die ganze materielle Schöpfung Ps.90/4: 1000 Jahre Außer dem 24-Stundentag könnte man für die übrigen Tage das Synonym „Zeitraum“ verwenden.

Die sieben Schöpfungstage beziehen sich nur auf die Bewohnbarmachung und nicht auf die Erschaffung der Erde. Das materielle Universum einschließlich der Erde bestand bereits am Beginn dieser Tage (1.Mose 1/1,2). Die Schöpfung des Universums mag Milliarden Jahre beansprucht haben. Dies steht auch nicht im Widerspruch zu den Versen 17 und 18, wo davon die Rede ist, dass Gott die beiden großen Lichter „machte“ und sie an die Ausdehnung der Himmel setzte (Vers 16 und 17). In 1.Mose 1/1 wird das Wort „bara“ gebraucht, was „hervorbringen“ oder „erschaffen“ bedeutet. Hingegen wird in dem Bericht über den 4. Schöpfungstag das Wort „asah“ verwendet, was viele Übersetzer eben mit „machen“ wiedergeben. Wenn man den Bericht über die Schöpfungstage durchliest, so erkennt man, dass er vom Standpunkt eines theoretischen Erdbewohners aus geschrieben wurde, denn in den Versen 16-18 ist von den zwei großen Lichtern zur Beherrschung des Tages und der Nacht die Rede. Nur aus der Sicht eines Erdbewohners kann dies gesagt werden, denn es gibt Sterne, die die Sonne um ein Vielfaches übertreffen. Am ersten Tag wurde es auf der Erde licht, was zeigt, dass die Sonne bereits vorhanden war; aber offensichtlich war es nur diffuses Licht, das bis zur Erdoberfläche durchdrang; die Erde aber war von Dampf eingehüllt (vgl. Hiob 38/9). In der vierten Schöpfungsperiode sollte sich dies ändern. Die Lufthülle bereinigte sich soweit, dass die Lichtquellen (Sonne und Mond) soweit deutlich wurden, dass die Möglichkeit bestand, Zeitperioden zu messen. Am Ende jedes Schöpfungstages heißt es: „Und es wurde Abend, und es wurde Morgen, ein so und sovielter Tag“. Nur nach dem 7. Tag (dem Ruhetag Gottes) erscheint dieser Passus nicht. Warum nicht? Das hebräische Verb besitzt zwei Aktionsarten (Stadien) (gemeint ist die Beschaffenheit oder der Zustand einer Handlung): das Perfekt und das Imperfekt (nicht mit dem Perfekt und dem Imperfekt im Deutschen zu verwechseln). Das Perfekt zeigt eine abgeschlossene Handlung oder Tätigkeit an. Das Imperfekt bezeichnet eine nichtabgeschlossene oder andauernde (noch unvollendete) Handlung oder eine Handlung in ihrem Verlauf. In 1Mo 1:1 steht das hebräische Verb für „erschuf“ im Perfekt, was darauf hinweist, daß die Erschaffung der Himmel und der Erde abgeschlossen war. In 1Mo 2:2 steht das hebräische Verb für „ruhte“ im Imperfekt, was eine nichtabgeschlossene oder andauernde Handlung oder eine Handlung in ihrem Verlauf anzeigt. Das Imperfekt des hebräischen Verbs kann im Deutschen durch Verwendung von Hilfswörtern wie „dann“, „begann“, „ging daran“, „weiter“, „fuhr fort“ usw. wiedergegeben werden. Daher übersetzt die NW-Übersetzung dieses Verb mit „begann zu ruhen“. Über das grundlegend Charakteristische des Imperfekts im Hebräischen schrieb James Washington Watts in seinem Werk A Distinctive Translation of Genesis, Grand Rapids, Michigan (USA) 1963, auf S. 129, 130: „Das grundlegend Charakteristische aller Imperfektformen ist die Unvollständigkeit. . . . Die Unvollständigkeit dieser Imperfekte, falls sie im Indikativ stehen, zeigt sich in einer Form, die entweder etwas Andauerndes oder etwas wiederholt Geschehendes beschreibt.

1.Mose 2/1-3 (NW)……So kamen die Himmel und die Erde und ihr ganzes Heer zu ihrer Vollendung. 2 Und bis zum siebten Tag kam Gott zur Vollendung seines Werkes, das er gemacht hatte, und er begann am siebten Tag von all seinem Werk zu ruhen, das er gemacht hatte. 3 Und Gott ging daran, den siebten Tag zu segnen und ihn zu heiligen, denn an ihm hat er fortan geruht von all seinem Werk, das Gott, um [es] zu machen, geschaffen hat Hebr.4/4 (NW)....... Denn an einer Stelle hat er vom siebten Tag wie folgt gesprochen: „Und Gott ruhte am siebten Tag von all seinen Werken Hebr.4/9-11 (NW)....... Also verbleibt dem Volk Gottes noch eine Sabbatruhe. 10 Denn wer in [Gottes] Ruhe eingegangen ist, hat auch selbst von seinen eigenen Werken geruht, so wie Gott von seinen eigenen. 11 Laßt uns daher unser Äußerstes tun, in jene Ruhe einzugehen, damit nicht jemand nach demselben Beispiel des Ungehorsams zu Fall komme. Der Zusammenhang zeigt somit, daß hier vom siebenten Tag, nämlich dem Ruhetag Gottes, die Rede ist; und da Gläubige noch in diese Ruhe eingehen können, so ergibt sich ebenfalls daraus die Schlussfolgerung, daß der Ruhetag Gottes noch andauert, und zwar was seine materielle Schöpfung betrifft, denn nur davon ist ja im Schöpfungsbericht die Rede; im übrigen ist Gott stets tätig: Joh

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Aber mir wurde gesagt es gibt ein Schema zwischen den Tagen

Es lassen sich verschiedene Schemas hineinlesen.

Ausgehend davon, dass für Hebräer Pflanzen nicht "lebendig" waren (weil das Leben im Blut steckt und Pflanzen kein Blut haben) hat jemand gemeint, dass in den Tagen 4-6 die Bewohner der in den tagen 1-3 geschaffenen Räunme (Himmel, Luft/Meer, Erde) erschaffen werden.

Aber ob dein Lehrer dieses Schema meint oder ein anders, weiß ich nicht, "1-4 oder 2-6" klingt nach anderen Schemas.

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Die Schöpfungsberichte aus 1. Mose 1 und 2 beschreiben das selbe Geschehen.

Dabei schildert Kapitel 1:1 zunächst die Erschaffung des Weltraums mit seinen vielen Milliarden Galaxien, einschließlich unserer "Milchstraße", unserer Sonne mit der Erde samt Mond. Das geschah "im Anfang", also zu unbestimmter Zeit (vielleicht vor Milliarden von Jahren), weit vor dem Beginn der sechs "Tage" oder Schöpfungsabschnitte, die ab Vers 2 - 31 dargestellt sind.

Bei dem Begriff "Tag" (hebräisch: jom; griechisch: hemera) wird zur Bezeichnung unterschiedlicher Zeitabschnitte gebraucht und umschreibt jeweils eine ununterbrochene Zeitspanne, die der Schöpfer zur Fertigstellung einer bestimmten Tätigkeit aufwendete. (Psalm 90:2,4)

Die sechs Schöpfungstage endeten mit der Erschaffung Evas. Danach begann der siebente Tag, Gottes "Ruhetag", der nicht mit der Formulierung "und es wurde Abend, und es wurde Morgen" abgeschlossen wurde. Seit der Erschaffung Adams bis heute sind nach der Chronologie der Bibel etwa 6000 Jahre vergangen.

Ein Schema der Schöpfungstage könnte man konstruieren, indem man sagt, dass an den Tagen 1,2,4, keine Lebewesen erschaffen wurden, während der Tage 3,5,6 jedoch Pflanzen, Tiere und der Mensch.(Am 4. Tag wurde die Gas- und Materiestaubhülle der Erde soweit beseitigt, dass die Sonne, der Mond, die Sterne in klaren Konturen erkennbar waren, zuvor drang das Licht nach dem Tag 1 nur diffus bis zur Erdoberfläche)

Der Schöpfungsbericht in 1. Mose 2 erklärt dann etwas detaillierter, wie Adam und Eva erschaffen wurden, dass Adam den Tieren Benennungen gab, und dass Gott den Garten Eden pflanzte.

Jesus fasste beide Berichte zusammen als er gemäß Matthäus 19:4-6 sagte:

„Habt ihr nicht gelesen, daß der, welcher sie schuf, sie von Anfang an männlich und weiblich gemacht hat (1. Mose Kap.1)5und sprach: ‚Darum wird ein Mann seinen Vater und seine Mutter verlassen und wird fest zu seiner Frau halten, und die zwei werden e i n Fleisch sein‘ (1. Mose Kap.2),6so daß sie nicht mehr zwei, sondern e i n Fleisch sind? Was also Gott zusammengejocht hat, bringe kein Mensch auseinander."

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Von "zusammenhängenden Tagen" habe ich in der Schöpfungsgeschichte noch nichts gelesen.

Aber welche "1.Schöpfungsgeschichte" meinst du ? Den Uranfang (1.Mose 1,1)?

Von dessen Erschaffung wurde nicht näheres genannt.

Lediglich die "Neu-Schöpfung" (nach dem Kampf des Luzifer mit Gott - Hes.28,14) wird ab 1.Mose 1,2 beschrieben.

Der siebte Tag wurde übrigens als "Ruhetag" geschaffen, "Sabbat" genannt (2.Mose 16,23).

So "hängt" die Woche der Schöpfung insoweit "zusammen", als dass sie die "Schöpfungswoche" darstellt und auch eine "Arbeitswoche" ergibt.

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Damit könnte die Parallelität der Schöpfungstage gemeint sein. In einem Buch habe ich mal darüber gelesen: "Die Bibel ist voller genialer Strukturen und Zahlenspiele. Ein Hinweis auf den großen Planer". Bei den Schöpfungstagen stehen die Tage 1 und 4, 2 und 5 und 3 und 6 miteinander in Beziehung:

  1. Tag: Licht, Tag, Nacht <=> 4. Tag: Sonne, Mond, Sterne
  2. Tag: Atmosphäre, Meere <=> 5. Tag: Vögel, Fische
  3. Tag: Trockenes Land, Pflanzen <=> 6. Landtiere, Menschen

Tage 1 und 4: Licht, Tag und Nacht passen durch Sonne, Mond und Sterne Tage 2 und 5: Atmosphäre passt zu den Vögeln, Meere passt zu den Fischen Tage 3 und 6: Trockenes Land und Pflanzen passen zu den Landtieren und Menschen

Wie gesagt, davon habe ich mal in einem Buch gelesen, weshalb sich jegliche negativen Kommentare hier erübrigen. Vielleicht ist das aber die Antwort auf deine Frage...

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Hey,

ich gehe jetzt aus von der 1. Schöpungsgeschichte

Es gibt nur diese eine Schöpfungsgeschichte. Die darauffolgende Paradiesgeschichte ist die Fortsetzung, es geht darin ncht mehr um die gante Erde, sondern um ein konkret eingegrenztes Gebiet im Fruchtbaren Halbmond.

Welche Tage hängen denn wie zusammen und warum?

Jeder Tag baut auf dem vorigen Tag auf. Auch eine Überlappung ist möglich, da es sich ja nicht um Kalendertage handelt.

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Kommentar von MrsIda
24.01.2013, 18:09

Achso ok, also ist die Paradiesgeschichte etwas anderes. Aber mir wurde gesgat Tag 1-3 und 2-4 hängen dann irgendwie speziell zusammen..?

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Kommentar von Jesuslovesyou
24.01.2013, 18:58

Naja, genau genommen gibt es doch 2 Schöpfungsgeschichten. Denn in der Geschichte vom Paradies, wird der mensch ja auch erschaffen :)

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Kommentar von Einmischer
25.01.2013, 07:57

Jeder Tag baut auf dem vorigen Tag auf. Auch eine Überlappung ist möglich, da es sich ja nicht um Kalendertage handelt.

?????????????????

"Und es wurde Abend, und es wurde Morgen: ein zweiter Tag." Wo bitte schön hast das her, das es keine echten, bzw. Kalendertage waren???

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Schöpfungstage, gehe nicht von Tage aus, ich weiß nicht mehr die Quelle, aber da heißt es; " ein Tag ist wie tausend Jahre"

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Kommentar von icecruiser
27.01.2013, 16:58

Paßt hier überhaupt nicht.

Die Pflanzen (vom 3. Tag?) brauchten dringend Sonnenlicht!

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Wasserhut...Du musst Dich täuschen: hier ist die Schöpfung lediglich von einem anderem Blickwinkel nochmals erzählt. Das Beispiel Pflanzen - die erschafft Gott doch nicht auch zweimal, oder? Sieh bitte 1.M1:29 und 1.Mose2:5 . In beiden Fällen sind hier die Pflanzen erschaffen. Der Beweis ist, dass in Kapitel 2 davon die Rede ist, das es noch überhaupt keine Pflanze da war. - Was mich aber interessiert: wie lautet der Vers aus 1. Mose 2 Vers 7 - welche Übersetzung, bzw. Textgrundlage zitierst Du - und aus welcher Sprache übersetzt Du?

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Kommentar von Wasserhut
27.01.2013, 22:59

Nein, das ist kein anderer Blickwinkel. Bericht 2 ist nicht etwa "detaillierter" als Bericht 1. Er handelt schlicht und einfach von einem anderen Ereignis. Die Pflanzen werden überhaupt nicht erschaffen, weder im ersten noch im zweiten Bericht. Im ersten Bericht bringt die Erde sie auf natürlichem Weg hervor (jatzar), hier geht es um die Entstehung der Pflanzen überhaupt. Im zweiten geht es um die Kultivierung eines bestimmten Gebietes, nun wuchsen auch hier Pflanzen. Wie bereits in meiner Antwort erwähnt, ist das Gebiet der Fruchtbare Halbmond. Hier heißt es nicht mehr auf der Erde (das wäre al-haaretz), sondern im Land (ba´aretz). Gen. 2:7 lautet: Und YHWH Elohim bildete (Grundform jatzar) Adam, Staub vom Erdboden (wjjzär Jhwh Elohim äth aphar min ha adamah). "Aus" steht auch nicht im Grundtext. Wie du siehst, übersetze ich aus der Originalsprache.

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die genesis ist keine geschichte, ums sie mit dem verstand zu interpretieren.


der ist das falsche werkzeug, und deshalb wird auch das urteil falsch werden.


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