Scheinselbständigkeit oder: wie werde ich Freiberufler?

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4 Antworten

Bin ich scheinselbständig, wenn ich auf Rechnung bei nur dieser einen Firma arbeite?

Einen einzigen Auftraggeber zu haben reicht für Scheinselbständigkeit noch nicht aus. Entscheidend sind Arbeitsort, -zeit, Urlaubsregelungen, wie viel Einfluss du auf dein Einkommen nehmen kannst und ob deine Auftraggeber dir weisungsbefugt sind.

(Formulare V023 und V050 der DRV).

Vgl. auch § 2 SGB VI.

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Soweit ich informiert bin, ist Scheinselbständigkeit nicht dein Problem sondern das deines Arbeitgebers. Der Arbeitgeber muss deine Sozialversicherungsbeiträge abführen, wenn bei einer Rentenversicherungsprüfung herauskommt, dass du Scheinselbständig bist.

Du musst aber dennoch ein Gewerbe anmelden um selbständig zu arbeiten. Es sein denn deine Tätigkeit gilt als freiberuflich. Um solche Dinge zu klären solltest du am besten einen Steuerberater konsultieren und vielleicht ein Beratungsgespäch buchen. Bei vielen Steuerberatern ist so eine Erstberatung auch kostenlos, wenn Sie nachher deine Steuererklärung machen können.

Grüße

Micha 

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Generell gibt es verschiedene Kriterien wann du als Scheinsselbstständig giltst. Auch bewertet es jede Stelle anders. Die Rentenversicherung hat bspw. teils andere Kernpunkte zur Definition deiner Anstellung, als die Krankenversicherung.

Aus meinem Verständnis definiert sich Scheinselbstständigkeit aus Weisungsbefugnis, keine sozialversicherungspflichtigen Angestellten, immer die gleichen Kunde, fixe Arbeitszeit und der daraus resultierenden Tatasache, dass du auch in Anstellung arbeiten könntest.

Vielleicht könnt ihr euch ja auf eine geringfügige Nebentätigkeit einigen, so entfallen die Sozialversicherungsabgaben.

Nimm das nicht auf die leichte Schulter, Sozialversicherungsbetrug ist kein Kavaliersdelikt. Ggf. informier dich bei der Rentenversicherung direkt.

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Kommentar von kevin1905
20.05.2016, 10:47

Vielleicht könnt ihr euch ja auf eine geringfügige Nebentätigkeit einigen, so entfallen die Sozialversicherungsabgaben.

Für den Arbeitgeber produziert ein Minijobber etwa 31% Lohnnebenkosten. Das ist so ziemlich der teuerste Mitarbeiter wenn man von Kosten pro Arbeitsstunde ausgeht.

Als Werkstudent kommen Arbeitgeber und Arbeitnehmer meist am besten weg.

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Es gibt den Begriff Scheinselbständigkeit im rechtlichen Sinne nicht (mehr). Du kannst sehr wohl auf Rechnung bei Deinem "Wekstudent-Arbeitgeber" arbeiten, bist dann jedoch selbst für die Abführung der SV-Abgaben verantwortlich.

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